Handwerkersprüche oder andere gesucht. Wer kennt welche?

Diskutiere Handwerkersprüche oder andere gesucht. Wer kennt welche? im Off-Topic Forum im Bereich Sonstiges; Ich fange mal mit einer Geschichte an. Da war einmal ein Lehrling der den Beruf des Strippenziehers :D;) erlernen wollte. Nun gut. Den nimmt man...

  1. #1 selfmademan, 25.10.2019
    selfmademan

    selfmademan Erfahrener Benutzer

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    Ich fange mal mit einer Geschichte an.
    Da war einmal ein Lehrling der den Beruf des Strippenziehers :D;) erlernen wollte.
    Nun gut. Den nimmt man natürlich gern am Anfang seiner Karriereleiter auf die Schippe.
    Nach dem Erlernen des Fegens, der Besorgung des Frühstücks für die Gesellen (mit Beschaffung der Bildzeitung) und dem Wechseln der Sommerreifen auf Winterreifen, fanden wir einen unserer Lehrlinge in Ermangelung von 50m 80Herz Kabel für tauglich, bei Kollegen Betriebe ne' Rolle zu besorgen.
    Während er nun zum Ersten unterwegs war, riefen wir diesen an um ihn zu informieren. Dieser schickte ihn dann zum nächsten Betrieb bis er nach 1 Stunde wiederkam ohne Kabel.
    Armer Kerl. Fazit: Er hatte schon mal was für's Leben gelernt. :)
     
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  3. #2 selfmademan, 25.10.2019
    selfmademan

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    Jetzt noch ein Spruch hinterher.
    Was steckt eigentlich hinter dem Spruch:

    "Der hat den Löffel abgegeben"?
    Bitte um Erklärung
     
  4. Maggy

    Maggy Erfahrener Benutzer

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    Die unverzichtbare Tätigkeit des Essens steht bei dieser Redewendung Pate, mitsamt der Tatsache, dass im Mittelalter und früher Neuzeit das Armeleuteessen üblicherweise ein Brei in einer Schüssel für alle inmitten des Tischs war, wofür ein jeder seinen eigenen Löffel parat hatte. Diesen höchsteigenen, nicht selten selbstgeschnitzten, Löffel wegzulegen, ist dabei gleichbedeutend mit dem Ende des Lebens.[1]
     
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  5. #4 omega2031, 25.10.2019
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    Was bedeutet bzw woher kommt die Redewendung "abzukratzen"? Das "Abkratzen" ist auch ein Synonym für den Tod. Woher kommt das?
     
  6. #5 selfmademan, 25.10.2019
    selfmademan

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    @Maggy
    Ergo, man hatte nur damals einen Löffel als Essutensil und den vererbte man an den Nachkommen nach dem Ableben.
    Richtig.
     
  7. #6 selfmademan, 25.10.2019
    selfmademan

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    @omega2031
    nicht nur das.
    Das bedeutete früher nicht sterben, sondern sich „mit einem Kratzfuß“ verabschieden. Der Kratzfuß war ein höfisches Anstandsritual: eine rückwärtige Seitbewegung mit dem linken Fuß, verbunden mit einer Verbeugung. Damit verabschiedete man sich „untertänigst“
     
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  8. pinne

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    Das die Stifte zur Werkstatt -mit dem Fahrrad natürlich - zurück geschickt wurden ,
    weil die Gesellen die Gewichte für die Wasserwaage vergessen hatten , konnte schon mal passieren !
    Dafür hatte der Meister extra gebrauchte Trockenfarbtrommeln mit Sand und je einem Ziegelstein fertig stehen .
    Mit Klebestreifen dichtgemacht !

    Wie bekommt man also zwei 10 ltr Dosen mit dem Fahrrad mit ! Übereinander und schieben , quer durch die hügelige Kleinstadt !
     
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  9. #8 selfmademan, 26.10.2019
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    Ich habe meinen Vater mal verar...t.
    Er ist nicht mehr da, deshalb darf ich das jetzt sicher mal erzählen. Ok Alter?
    Also, als ich in die Lehre kam, lernte ich auch Netzdioden kennen. Ich nahm also einen Lichtschalter aus der Wand und klemmte eine Netzdiode in die Leitung. Sie kappte nun eine Hälfte von der Sinuswelle. Die Folge war, dass die Deckenleuchte flackerte.
    Ich hatte Vater dann gebeten mal nachzusehen denn er war der Herr im Haus. Nun ja. Gewechselt hat er das Leuchtmittel welches aber auch flatterte.
    Nun war es mein Zimmer und er fragt dann auch nach einer halben Stunde. Junge das ist doch schon wieder auf deinem Mist gewachsen. Was hast du angestellt?
    Als ich mit der Sprache raus kam, lachte er und sagte: Na dann scheinst du das ja schon mal kappiert zu haben, setzen 1.
     
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  10. Maggy

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  11. #10 selfmademan, 27.10.2019
    selfmademan

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    Jau Maggy,
    jetzt sind schon einige Sprüche direkt abgearbeitet.

    Dann hätte ich hier noch eine Frage:
    Was bedeutet:
    "Jetzt bist du bei dem aber ins Fettnäpfchen getreten"
     
  12. pinne

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    - - Diese Näpfe stehen in den historischen Schinkenräuchereien immer noch .
    Da das wertvolle Fett , das aus Schinken und Würsten beim Lufttrocknen und im Rauch tropfte , kostbar war ,
    war es etwas schlimmes in die auf den Dielen stehenden Auffangnäpfe zu treten . Böser Bube du !
     
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  13. #12 Hucky69, 19.11.2019
    Hucky69

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    Ja das kennen wir Handwerker wohl alle. Mir fallen da so Fachbegriffe wie:
    Ambosklangfett, Simens Lufthaken, einen Draufhobel hole, ´nen Eimer Pressluft holen, Justiergewichte der Wasserwaage.
    Beim BUND sehr beliebt war auch einen Soldaten in die benachbarte Einheit zuschicken weil der Schlüssel vom Verfügungsraum vergessen wurde. Das ging meist durch den ganzen Standort;) und der Arme Kerl kam mit einer ausgedienten, verschlossenen Mun-Kiste mit Schrott - zurück.
     
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