Gelaugt - Geölt - Gestorben

Diskutiere Gelaugt - Geölt - Gestorben im Möbel und Möbelbau Forum im Bereich Möbel und Maschinen; hi, bei Schränken sehe ich häufig, dass diese gelaugt oder geölt sind. Oder auch beides. Was ist damit gemeint? Bei Öl kommt irgendein Öl drauf -...

  1. #1 o0Julia0o, 15.08.2019
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    hi, bei Schränken sehe ich häufig, dass diese gelaugt oder geölt sind. Oder auch beides.

    Was ist damit gemeint? Bei Öl kommt irgendein Öl drauf - aber welches ist da gängi? Bei gelaugt finde ich in google, dass dieses ätzen ist und giftig und schlecht für die Umwelt. Wenn dann ein Kind an dem Holz leckt, kann es dann gesundheitliche Schäden davonziehen?

    lieben Dank!
     
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  3. #2 Schnulli, 15.08.2019
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    Es ist einfach nicht rauszubekommen, die immerwährende Vorstellung bei vielen Leuten: Chemie = Böse. Immer. Grundsätzlich ;)
    Du wäscht die Hände mit Seifenlauge und isst Laugengebäck (Brezeln o.ä.)? Deren Name kommt nicht von ungefähr ;) Und ja, da waren chemische Prozesse am Werk.
    Denk mal an den ollen Paracelsus und dessen sinngemäßen Spruch, dass die Dosis das Gift macht (Muskatnuss..... lecker Gewürz, aber eine halbe Nuß kann tödlich für dich enden).

    Das Holz wird nach der Laugenbehandlung gereinigt und es trocknet ab. Da bleibt nichts gefährliches zurück. Danach wird z.B. mit Öl oder Lack endbehandelt.

    Basis der erwähnten Holzöle sind diverse Pflanzenöle (Leinöl, Sonnenblumenöl usw) in Verbindung mit Trockenstoffen, Farbpigmenten usw. Es gibt auch geöltes Kinderspielzeug. Hier ist darauf zu achten, dass die verwendeten Öle "speichelecht" seien müssen. Also das der Nachwuchs da nichts ablecken kann, was irgendwie schädlich seien könnte.
     
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  4. Janik

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    Zum Ölen verwende ich gerne Leinölfirnis. Mit ganz normalen Verdünner verdünnen, damit das Öl tiefer in das Holz eindringen kann und dann mit einem Tuch oder Schwamm auftragen. Lange einziehen lassen und Vorgang wiederholen, bis man das gewünschte Ergebnis erzielt hat. So einfach wie es klingt, ist es auch. :)

    Noch einen Tipp: Leinöl kann sich an der Luft selbst entzünden, deswegen den Lappen oder Schwamm nach dem Auftragen sorgfältig ausspülen und an einen sicheren Ort austrocknen lassen.
     
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  5. pinne

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    bitte erklären ! für viele wäre das nämlich UNIVERSALVERDÜNNER !
    -
    auswaschen den öllappen?
     
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  6. #5 Schnulli, 15.08.2019
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    Zum Verdünnen des Öls lieber die Herstellerangaben beachten. Zumal man ein gutes Holzöl nicht mit billigem Lösungsmittel "versauen" sollte. Man stelle sich mal folgende Situation vor: Ein Hersteller achtet extra darauf, dass z.B. Terpentine als Lösungsmittel im Holzöl verwendet werden und nun kommt der erstbeste Handwerker daher und verdünnt das Öl mit billigem Terpentinersatz oder Nitroverdünnung oder irgend so was. So bekommt man natürlich auch wieder genau die krebserregenden Schadstoffe rein, die man eigentlich nicht in einem guten Holzöl haben will.
     
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  7. #6 o0Julia0o, 15.08.2019
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    Also gelaugt = ungiftig, da alles abgewaschen wird.
    Geölt = kommt darauf an, ob Terpentene oder Ersatz(Krebserregend) ist. Und da die Hersteller das nie angeben, womit der Tisch/Schrank geölt wurde, lieber nicht kaufen. Man fasst ja immer mal ein Stück vom Schrank an oder atmet etwas davon ein, und wenn man dann etwas isst - z.B. ein Laugenbrezel, dann ist das Öl vom Bett auf dem Brezel und landet im Mund... da muss man nicht einmal direkt am Möbel lecken. Bei vielen Dingen ist auch die Menge nicht entscheidend, sondern die Cocktailwirkung und oder eine bei einer hormonellen Wirkung die Menge irrelevant. Paracelsuss Aussage ist also nur in bestimmten Fällen richtig.
     
  8. pinne

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    Liebe o0Julia0o , man kann sich sehr viel Dummitäten anlesen in allen möglichen Quellen . Da stehen nur nicht die ganzen Realitäten .
    Genauso pauschal :
    Alle Maler müssen Krebspatienten sein , die haben ein Berufsleben lang mit Terpentinöl und Terpentinersatz und Nitroverdünnern gearbeitet
     
  9. #8 Schnulli, 15.08.2019
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    Bis hier hin ist es noch akzeptabel. Alles Nachfolgende in deinem Beitrag ist, ich nenne es mal vorsichtig, sehr abstrakt und mit Pauschalaussagen ziemlich in den Tatsachen verdreht - denn es geht hier im Prinzip um Leinöl und Holz. Klingt ziemlich ungiftig, oder? ;)
     
  10. #9 Niedersachse, 15.08.2019
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    Hier gibt es Optimierungsansätze.

    Leinöl dringt aus zwei Gründen tief in das Holz ein; zum einen sind die Moleküle sehr klein und zum anderen polymerisiert Leinöl recht langsam. Leinölfirnis wiederum ist sikkativiertes Leinöl. Durch Sikkative wird die Polymerisation signifikant beschleunigt und das Öl vermag nicht mehr so tief einzudringen. Hier Verdünnung zuzugeben ist in etwa dem Auto mit angezogener Handbremse vergleichbar, dem man zur Beschleunigung eine Lachgaseinspritzung spendiert.

    Darum zum Ölen stets reines, nicht sikkativiertes Lackleinöl verwenden; eine Verdünnung ist unnötig.

    Leinölgetränkte Lappen können sich nur selbst entzünden, wenn die Polymerisation auf zusammengeknüllten Lappen stattfindet. Die Lappen auszuwaschen ist nicht nötig, es reicht, sie ausgebreitet im Freien »trocknen« zu lassen oder gleich im Ofen zu verbrennen.
     
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