Garagenbodensanierung

Diskutiere Garagenbodensanierung im Bodenbeläge Forum im Bereich Der Innenausbau; Eingangs ein schönes Grüß Gott aus Österreich als Forumsneuling. Ich habe einige Fragen zur Garagenbodensanierung und hoffe, es kann mir hier...

  1. #1 garagensanierer, 18.02.2020
    garagensanierer

    garagensanierer Neuer Benutzer

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    Eingangs ein schönes Grüß Gott aus Österreich als Forumsneuling.

    Ich habe einige Fragen zur Garagenbodensanierung und hoffe, es kann mir hier jemand helfen.

    Mein Ausgang ist folgender:
    Ich habe eine Garage mit einem dicken Betonboden, auf welchem sonst keine weiteren Bodenbeläge aufgebracht sind. Zuerst möchte ich eine Art Estrich aufbringen und zugleich diesen mit einer leichten Schräge (etwa 0,5-1° Neigung) versehen, damit Wasser aus der Garage herausrinnen kann, da es keine Drainage gibt. An der dicksten Stelle soll der Belag etwa 50-60mm dick sein, an der dünnsten max. 10mm, was auf die Länge von 6m eben das oben genannte Gefälle ergibt.

    Nun meine erste Frage: im Baumarkt hab ich mich beraten lassen. Dort wurde mir ein Reparatur- & Ausgleichsmörtel empfohlen, dessen Preis doch recht hoch ist je Gebinde. Zu hoch wie ich finde, um nicht nach Alternativen zu suchen. Nachdem die Garage 34m² an Fläche hat kommen alleine schon knapp 3500€ an Materialkosten mit diesem Mörtel zusammen.

    Welche Alternativen zu diesem Produkt gibt es?
    Meine Anforderungen sind im Detail wie folgt:
    • Temperaturbeständigkeit: -10°C bis +40°C
    • Belastung: max. ein Rad eines Autos, geschätzt 500kg
    • Wasserresistent
    • soll sich mit dem Untergrund (Beton) gut verbinden.
    Auf diesen Bodenbelag wird eine Beschichtung, ähnlich eines Industriebodens, aufgebracht. Keine Fließen oder so, sondern ein Anstrich.

    Ich hatte ursprünglich die Idee, den Beton - wie einen Estrich - selbst zu mischen: feiner Sand, Zement, Wasser. Im Baumarkt wurde mir erklärt, dass dieser sich mit dem Untergrund Beton nicht verbinden würde und zudem nicht den Belastungen standhalten würde; kurzum schon binnen kurzer Zeit Risse und Sprünge bekommen wird.
    Leider bin ich zu wenig Fachmann, was die einzelnen Baumaterialien betrifft. Vor allem, was deren Zusammenwirken betrifft.

    Eine weitere Frage betrifft dann die Vorbehandlung der bestehenden Betondecke. Wie gestalte ich diese? Anschleifen? Grundieren?
    Wenn ich die Überlegung umsetze, einen Estrich aus Sand, Zement und Wasser zu nehmen, möchte ich wissen, ob es einen Zusatz gibt, der den Beton etwas weniger spröde werden läßt. Ich meine, damit das ganze (klingt jetzt wohl blöd), flexibler wird und Spannungen ausgleichen kann.

    Ich bitte nun um Ideen und Vorschläge. Vielleicht hat jemand schon ähnliches durchgeführt und hat gute Ideen.
     
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  3. Future

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    Beton auf Beton geht schon, man muss halt den Boden erst gut reinigen und dann passenden Haftgrund auftragen. Danach kommt dann die Wahl des Materials. Mit Estrichbeton (also mit Sand der Körnung 0-8mm) kann man schon einen ordentlich tragfähigen Boden hinkriegen, Allerdings braucht man da eine Mindestschichtdicke von etwa 30mm. Theoretisch reicht wohl auch doppelte Korngröße (2x8mm), wäre mir aber zu dünn.

    Du könntest also entweder den Estrich so dick machen, dass er an der dünnsten Stelle trotzdem noch die 30mm hat. Oder du machst den Teil von 30mm bis 60mm mit Estrich und den Rest mit passendem Ausgleichsmörtel, der für 0-30mm zugelassen ist. Das dürften für den Bereich dann aber noch immer rund 15 Liter Ausgleichsmörtel (= 20-30€) pro Quadratmeter sein.
     
  4. #3 garagensanierer, 20.02.2020
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    Danke erstmals für die AW.
    Welche Vorbehandlung des Betons schlägst du vor? Reinigen ist klar, anschleifen auch? Welchen Haftgrund ist da zu empfehlen?

    Stützt sich der Estrich-Beton nicht am Untergrund (Beton) ab? Ich meine, die Betondecke darunter ist eh über 30cm dick. Oder bricht der Estrich unter einer gewissen Dicke leicht?
     
  5. Future

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    Sollte halt kein "Dreck" mehr dran sein - alte Farbe, Moos, altes Öl ... was sich in einer Garage so ansammelt. Hochdruckreiniger würde wahrscheinlich reichen.

    Ich nehm gerne MEM Super-Haftgrund, aber du kannst eigentlcih alles nehmen wo Betonkontakt draufsteht oder was halt für Beton geeignet ist. Nur vielleicht nicht das Zeug für 5€/10l.

    Beton, also auch Estrichbeton besteht ja aus kleinen Steinchen, die mit Zement als Kleber zusammengehalten werden. Und das Ganze wird um so stabiler 1) je größer die größten Steinchen sind und 2) je besser die großen und kleinen Steinchen ineinander verkeilt sind. Wenn du den Estrich mit 8mm Dicke (= Korngröße) aufträgst, dann kann sich da halt nichts "verkeilen" und das Mischungsverhältnis aus größeren udn kleinen Steinchen ist falsch. Kannst du dir so vorstellen wie eine einzelne Lage Plastikbälle auf dem Boden Da ist dann viel Luft zwischen. Wenn du aber 2 oder 3 Lagen Bälle übereinader legst ist der prozentuale Anteil der Luft viel geringer.
     
  6. #5 garagensanierer, 20.02.2020
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    Ok, danke für die Erklärung.
    Hat dann der Untergrund wenig Einfluss auf die Stabilität der Estrich-decke?
    Wie sieht die Sache mit der Temperaturstabilität aus? Ich rechne mit -10°C bis etwa +35°C, da die Garage nicht klimatisiert ist. Brauche ich da einen Betonzusatz noch, damit der Beton gewissermaßen "flexibler" wird und die Rissbildung sich reduziert?
     
  7. Future

    Future Erfahrener Benutzer

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    Wenn der eaktuelle Betonboden keine Risse hat, dann ist der auch stabil genug. Das Einzige wodrauf du besonders achten solltest ist die Stelel an der die garage beginnt, also da wo die Ausgleichsmasse die dünnste Schichtdicke hat. Wenn es irgendwo ausbricht, dann da. Also da auf jeden Fall besonders sorgfältig arbeiten. Ein Metallprofil als Schutz wäre vermutlich sonnvoll.
     
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