Fußbodenheizung (scheibchenweise)

Dieses Thema im Forum "Heizung und Klima" wurde erstellt von Ricky_Rhf, 30.09.2015.

  1. #1 Ricky_Rhf, 30.09.2015
    Ricky_Rhf

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    Hallo zusammen, in meinem Haus (Bj. 76, 135 qm) möchte ich mittelfristig überall Fußbodenheizung installieren. Aus Budgetgründen wird das noch 1-2 Jahre dauern.

    Da das Haus von einer älteren Damen übernommen wurde, gibt es einiges zu modernisieren, obwohl der Zustand und die Substanz 1A sind. Aus Stilgründen möchte ich aber vor allem Wände, Böden, Decken baldmöglichst erneuern.

    Den ersten Raum habe ich soweit "entkernt" (Putz an den Wänden und Estrich habe ich natürlich belassen). Bevor ich nun den Boden verlege und diesen dann wegen der FBH in 1-2 Jahren wieder rausreiße, frage ich mich, ob es möglich und sinnvoll ist, die Fräse bereits jetzt anzusetzen, die Schläuche jetzt schon zu verlegen und vor dem Zimmer aus dem Boden im Flur ragen zu lassen mit entsprechendem "Blindstopfen" verschlossen.

    So könnte ich Raum für Raum modernisieren, gleich die dauerhaft gewünschten Böden verlegen und hätte dann irgendwann "nur" noch die Verteilungs- und Steuerungstechnik für die FBH zu installieren.

    Bin gespannt auf Euer Feedback. Lieben Dank im Voraus!

    Gruß
    Dirk
     
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  3. #2 MacFrog, 01.10.2015
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    Hi , Erstmal kann ich dir nur dazu raten , wenn du FBH haben möchtest , den Estrich komplett zu ersetzen! Estrich machen lassen kost nicht viel , und dann kann dort ein vernünftiger unterbau (Folie , Dämmung ) eingebracht werden .

    Hat das Haus Keller? Dann dort ev. die Verteilung hinsetzen (erfordert nur etwas mehr arbeit beim Entlüften (spülpumpe))

    Soll es überhaupt eine richtige Fußbodenheizung ODER eine Fußbodenerwärmung werden? Bei ersteren sind Verteilerschränke, extra Pumpen , Hydraulische Weiche (nicht immer) und aufwenidige Regelung nötig.

    Eine Fußbodenerwärmung benötigt lediglich (In der Sparausführung) ein RTL Ventil (25€ etwa) extra je Raum , und wird an den Heizkörpern angebunden.... (Wurde bis ende der 90er viel gemacht , hab ich bei mir auch im EG und die reicht bei passender Auslegung auch als Heizung)
     
  4. #3 Ricky_Rhf, 01.10.2015
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    Danke für die Antwort. Geht leider etwas an der Fragestellung vorbei. Den Estrich zu entfernen und dann neu zu verlegen macht wenig Sinn.

    Er ist noch intakt, wurde bereits schwimmend verlegt. Die zusätzliche Aufbauhöhe eines neuen Estrichs, der dann gleich mit Styroporschüttung installiert und über die Heizschläuche gegossen wird, würde mich zu sehr stören (bislang ca. 6 cm, künftig dann wohl eher 12-14). Die Räume sind eh nicht allzu hoch und da ich wie gesagt aus Budgetgründen Raum für Raum einzeln und nacheinander renovieren möchte, würde mich auch der Höhenunterschied der Räume stören, der einige Zeit vorhanden wäre. Außerdem habe ich in sämtlichen Zimmern Türen nach außen zur Terrasse, die wollte ich noch ein paar Jahre verwenden und unverändert lassen. Das ließe sich mit der zusätzlichen Aufbauhöhe nicht realisieren.

    Ergo: Das Einfräsen der Schläuche in den vorhandenen Estrich bleibt für mich das Mittel der Wahl.

    Die Frage bleibt also bestehen: Ist es möglich, die Schläuche bereits jetzt einzufräsen und einige Zeit (1-2 Jahre) nicht zu befüllen, bis dann irgendwann alle Räume renoviert wurden und der finale Austausch der Heizverteilung erfolgt?

    Danke für die Einschätzungen!
     
  5. pinne

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    In Anlehnung an @MacFrog , ihr Plan ist so nicht effektiv ; da zur Warmwasser-FBH ein System gehört .
    Für warme Füße im Übergang bliebe da maximal die E - Variante unter einem Bodenbelag .
     
  6. #5 altsanierer, 01.10.2015
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    6 cm Estrich und dann noch Schlitze für FBH? Ist das nicht etwas gewagt? Ich denke, dass der Estrich schnell rissig wird und Schäden an Fußboden und FBH auftreten werden.
     
    MacFrog und pinne gefällt das.
  7. #6 Schnulli, 02.10.2015
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    Hallo,

    meine Meinung dazu: besorg dir einen Fachbetrieb der dir die Schlitze macht. Das selbst zu machen ist eher nicht möglich. Mit dem kannst du auch gleich die Planung durchgehen. Alternativ: ein Dünnbettsystem auf den vorhandenen Estrich. Kostet aber wenn sich's nicht groß geändert hat um 80-100€ pro m2 weil der hierfür notwendige Estrich recht teuer ist.

    Gruß
    Thomas
     
  8. #7 Ricky_Rhf, 02.10.2015
    Ricky_Rhf

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    Hallo zusammen, danke für Eure Einschätzungen! Die verringerte Belastbarkeit des verbleibenden Estrichs nach Einfräsen der Schlitze hatte ich bislang nicht bedacht @ altsanierer. Eine Mindeststärke von ca. 4 cm bliebe ja erhalten, da habe ich schon dünnere Estrichbeläge gesehen. Sollte das wirklich ein Problem werden (können)?

    Ich werde die Planung mit einem Profi durchgehen, von dem ich auch die Geräte und das Material beziehe. Die Arbeiten an sich möchte ich trotzdem gern selbst durchführen.

    Viele Grüße
    Dirk
     
  9. #8 MacFrog, 02.10.2015
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    Rciky , das Fräsen der FBH nachträglich in den Estrich geht oft in die Hose , die Platte bricht und du hast das malör. Grade wenn du in mehreren Räumen legen willst , brauchst du ja auch noch die Versorgungsleitungen zu den Räumen , grade in Flur und Türdurchgängen (Wo man meist die LEitungen lang legt (ich kenn deine begebenheiten nicht) , wird das sehr knapp wenn du da alles fräsen willst.

    Aber mal für ein wenig input : Ist das ein 1Familienhaus? Keller? Welche Heizungsanlage? Soll sie erneuert werden? (wegen der Systemtrennung etc pp) Soll es eine FußbodenHEIZUNG (zur alleinigen Wärmeabgabe) oder eine FußbodenERWÄRMUNG (mit Heizkörpern) werden? Das ist keine unwichtige Frage und spart bei letzteren viel Kohle! (Und auch viel Arbeit)
     
  10. #9 Ricky_Rhf, 02.10.2015
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    Es sollte schon eine echte Heizung werden als standalone-Lösung ohne Heizkörper. Die Heizkörper möchte ich entfernen. Auf Grund des Alters (Bj. 76) und der baulichen Situation (Isolierung) gehe ich davon aus, dass eine Erwärmung nicht reicht.

    Dass der Estrich brechen könnte, hatte ich tatsächlich nicht auf dem Schirm, da bin ich über den Hinweis von altsanierer und dir sehr dankbar!

    Es handelt sich um ein freistehendes Einfamilienhaus, teilunterkellert, Ölbefeuert, Brenner von Buderus. Eine Erneuerung ist nicht vorgesehen, da Gas nicht verfügbar und der Brenner auf dem Stand der Technik ist.

    Die Idee war wie gesagt, Raum für Raum bereits im Zuge der Renovierung mit den Schläuchen zu versehen. Diese könnten dann zunächst mit "Blindstopfen" versehen in den Flur ragen, bis dieser als letztes auch renoviert wird. Dort erfolgt dann auch der Durchbruch zum Keller.
     
  11. #10 MacFrog, 03.10.2015
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    Werf den alten estrich raus und leg komplett neu. In dem zuge kann man auch gleich noch andere Sachen wie Elektro oder Netzwerk erweitern. Mit dem Fräsen wirst du keinen Spass haben! Auch von den Kosten her wirst du nicht viel sparen (wenn überhaupt , Leihgerät kostet auch , und deine eigene Arbeitszeit ebens (man könnte sinnvolleres machen...))
    Denk daran das deine Heizungsanlage erweitert werden muss (Systemtrennung , hydraulische Weiche , extra Pumpe , zusätzliche Fühler.... Neue Regelung warscheinlich auch. Hierfür gibts aber tole Nachrüstregelungen zb. von OEG. Kosten (gegenüber originalteilen) auch nicht viel und man hat noch Optionen offen wie Solar etc pp.
     
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