Fugen glatt und Kanten brechen

Dieses Thema im Forum "Trockenbau" wurde erstellt von ldkolm34, 01.11.2011.

  1. #1 ldkolm34, 01.11.2011
    ldkolm34

    ldkolm34 Benutzer

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    Hallo,
    montiere diese Woche zum ersten mal GK-Platten.
    Lasse sie mir die Fugen von einem Gipser verspachteln, schafft der das so glatt zu machen dass ich nicht mehr schleifen muß?

    Ist es richtig die Seite der GK-Platte , welche an die Wand anstößt, zu brechen bzw. die gebogene Kante abzuschneiden , um bündig an die Wand zu kommen mit den 12,5 mm Dicke?
     
  2. AdMan

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  3. #2 howie67, 01.11.2011
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    Hallo!
    Ich glaube nicht das der so gut ist das Du nicht schleifen musst.
    Und der "Gipser" muss ja auch min. 2x spachteln um die Wand glatt zu bekommen, da die Spachtelmasse beim Trocknen schrumpft und eine Kehle hinterläßt (auch wenn auf der Tüte steht das sie es nicht macht).

    Die 2. Frage verstehe ich nicht recht....
    Wie machst Du den die Platten an die Wand? Kleben oder auf Lattung schrauben?
     
  4. #3 Schnulli, 01.11.2011
    Schnulli

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    Hallo,

    Ich nehme mal an, er meint wohl eine Zimmerecke, wo 2 Platten zusammenkommen oder eine Platte auf eine verputzte Wand trifft.

    Gruß
    Thomas
     
  5. #4 howie67, 01.11.2011
    howie67

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    Kann sein, kann nicht sein, soll er mal antworten.
    Denn GK Platten kommen in der ecke nie bündig an die Wand.
    Da wird immer eine elastische Fuge gemacht.
     
  6. #5 Schnulli, 01.11.2011
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    Deswegen war ja auch seine Frage, wie der Wandanschluß erfolgen muß. So interpretiere ich das zumindest.
     
  7. #6 howie67, 01.11.2011
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    Wir werden sehen (oder auch nicht)
     
  8. #7 ldkolm34, 01.11.2011
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    So ist es.
    Wie muß ich den Wandabshcluß machen?
    Muß ich noch ein Band zwischen Wand und Platte anbringen?
    Wände werden nicht verputzt, lediglich gestrichen wie Platten.
     
  9. #8 howie67, 02.11.2011
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    Was ist wie?
    Also machst Du nur eine Wand und stößt mit der Platte dann an einer "normalen" Wand an?
    Da läßt man zur Wand etwa 1cm platz als Dehnungsfuge, diese wird dann mit Silikon oder Acryl (überstreichbar) geschlossen. Das müsste aber dein "Gipser" auch wissen wenn er so was öfter macht (beruflich).
    Bei Silikon oder Acryl bitte nicht sparen, da sollte man schon so ca. 5€ pro Kartusche ausgeben.
     
  10. #9 ldkolm34, 02.11.2011
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    Ich mache 3 Räume.
    Die Platten stoßen an glatte Betonwände, die danch noch gestrichen werden.

    Deswegen die Frage ob ich an diesem Übergang dann noch ein Band kleben muß, oder ob das Acryl ausreicht.
    Sind 1 cm Rundherum nicht etwas viel?
    Die Platten muß ich an den Kanten nicht vorbereiten,oder?

    Ich hoffe ich habe mich jetzt etwas deutlicher ausgedrückt.
     
  11. #10 howie67, 02.11.2011
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    Hallo!
    Ok, 1cm ist schon relativ großzügig.
    Aber 5mm sollten es schon sein. Würde die Platten an den Stoßkanten zur Wand gerade schneiden und etwas anfasen.
     
  12. #11 Arbeitsloser, 10.11.2011
    Arbeitsloser

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    Hey liebe Heimwerker!

    Ich bin beim Surfen zufällig auf diesen Beitrag gestoßen. Auch wenn diese Frage schon etwas älter ist, möchte ich trotzdem meinen Senf dazugeben.

    Vorab möchte ich erst einmal erwähnen, dass es ohne spezifischen Hintergrund einer GKB (Gipskartonbauplatte) völlig Latte ist, ob sie auf einer Metall-, oder Holz-UK (Unterkonstruktion) geschraubt oder genagelt wird.
    Der (einzige) unterschied liegt im Preis. Holz ist preiswerter. Sicherlich ist das nicht wirklich der einzige Unterschied, aber ein Wesentlicher.


    Meiner Meinung stellt das Verspachteln von GK-Fugen keine besondere Herausforderung dar, und kann auch leicht von einem Laien durchgeführt werden. Was in der Regel für den normalen Hausgebrauch ausreicht. Mann/Frau müssen es nur wollen.
    Anders sieht es z.B. bei Gallerien, oder Räumen mit besonderer Lichteinwirkung aus. Dort sollte schon auf eine gewisse Qualitätsstufe geachtet werden. Meist ist es vom Auftrageber vorgegeben. Z.B. Q3 oder höher. Dabei sollte man beachten, dass auch der Beste Spachtler keine GK-Wand perfekt spachteln kann. Menschen sind schließlich keine Maschinen.
    Mann sollte also im vornherein Wissen für welchen zweck eine GK-Wand oder Decke sein soll. Ich selber bin kein Fan von zweifach Verspachtelung, auch wenn dies i.d.R. für GK-Wände und Decken die tapeziert werden, durchaus ausreicht.
    Der eigentliche Vorgang bei einer Dreifachverspachtelung sieht dann folgendermaßen aus:

    1. Die Vorbereitung
    Bevor mit dem Spachteln begonnen wird, ist darauf zu achten, dass die Kanten der Platten angefaßt sind. Bei Platten, die ringsrum gerade Kanten aufweisen, müssen alle Kanten zuvor angefaßt werden. Dies kann man leicht mit einem Cuttermesser durchführen. Wer das nötige Gleingeld hat, kann sich auch ein sogenannten Kantenhobel kaufen. Was sich allerdings bei einer einmaligen Aktion nicht lohnt. Bei Halbrund Abgeflachten Kanten (HARK) oder auch als Maschinenkante bezeichnet - Das sind diese, die auf der längsseite leicht eingedellt sind, ist darauf zu achten, dass nur die Querseite angefaßt ist.
    Sollte sich riefen bei Spachteln einschleichen, liegt es meist daran, dass die Kanten der Glättkelle nicht mehr brauchbar sind, die Kelle Fabrikneu und noch nicht eingearbeitet ist, oder schlicht weg die Ecken der Kelle zu weit rausragen. Bei neuen Kellen ist es ratsam die Ecken auf einen festen Gegenstand mit sanften Druck in Richtung Griff zu drücken. Dabei meine ich nicht, die Ecken in einem 90° Winkel hoch zu biegen.
    Beim anmischen der Spachtelmasse nehme man einen sauberes nicht zu großes gefäß mit etwas sauberen Wasser. Anschließend fügt man dem Wasser den Fugenfüller zu. Am Besten streut man den Fugenfüller mit der Hand in das Wasser. Man streut soviel Fugenfüller zu, bis sich auf dem Wasser mittelgroße Inselchen bilden. Für die erste Mischung können die Inselchen etwas größer sein. Damit wird die Masse etwas fester. Zwischen den Spachtelgängen warten bis die Fugen halbwegs getrocknet sind. Weil nass in nass Spachteln ist grauenhaft und nicht ratsam.



    2. Vorspachteln
    Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Mischung des Fugenfüllers nicht zu dünn ist. Etwas fester als Cremig. Für den ersten Spachtelgang kann ruhig etwas mehr Spachtelmasse angerührt werden. Die Menge richtet sich nach der Anzahl der Fugen und muss abgeschätzt werden. Die Spachtelmasse kann etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde verarbeitet werden. Man spachtelt dabei zuerst die Querfugen und anschließend die Längsfugen. Die Fugen sollten dabei koplett mit Spachtelmasse bedeckt sein. Sonst besteht die Gefahr von Hohlfugen. Nicht vergessen den Glasfaser Bewehrungsstreifen in die Fugen einzuspachteln. Sonst Rissgefahr.

    3. Leider kenne ich keinen Begriff für den zweiten spachtelvorgang. Daher sage ich einmal Mittelspachtelung.
    Diese Mischung sollte dann schon in der konsistenz Cremig sein. Hierbei sollte die Spachtelmasse in etwa der ganzen breite der Glättkelle auf die Fuge aufgetragen werden.

    4. Fertig spachteln. Ich nenne es stets das finish. Für mich persönlich ist das immer das Highlight.
    Dabei kann die Mischung schon dünner sein. Sie sollte aber auch nicht von der Glättkelle tropfen. Hierbei sollte die Spachtelmasse gemessen von der mitte der Fuge links und rechts eine volle Kellenbreite aufgetragen werden.

    5.Werk vollenden
    Spachtel trocknen lassen. Je nach dem wie sauber gespachtelt worden ist, reicht es aus, anschließend nur noch die Spachtelkanten etwas nachzuschleifen. Anderenfalls müssen die Fugen noch mal leicht nachgeschliffen werden. Ideal wäre ein Schleifbrett mit Schleifgitter. Es macht sich aber auch Schleifpapier mit einer 60´er Körnung ganz gut. Beides kann man natürlich mit Hand oder Schwingschleifer tätigen. Wichtig ist es beim schleifen, nicht zu stark zu schleifen. Da sonst Gefahr besteht den Bewehrungsstreifen wieder runterzuholen.


    Jetzt zum eigentlichen Beitrag:

    Ich persönlich habe noch nie jemanden getroffen, der so perfekt spachtel kann, das man nicht mehr schleifen muss.
    Man muss sich vor Augen halten das, auch wenn es der perfekte Spachtler ist, immer ein mü an Spachtelmasse auf einer GK-Platte hängen bleibt. Dagegen kann auch der perfekteste nichts machen. Und das Licht macht alles Sichtbar. Wie schon geschrieben hängt es natürlich davon ab, für welchen Zweck. Wenn die Wände anschließend nur gestrichen werden sollen, würde ich persönlich immer auf´s schleifen bestehen.


    Jetzt noch was zum brechen der Maschinenkante. Es ist so, dass wenn man z.B. mit der Platte an einer Wandseite anfängt meist die Maschinenkante dort hat. Die Maschinenkante erstreckt sich i.d.R. über 5cm und wird dann weggeschnitten um sich das Spachteln an der Wandecke zu ersparen. Das gleiche gillt auch für die Decke. Warum also mehr Arbeit als nötig. Das ist eigentlich alles.

    Ich hoffe, dass ich vielleicht den einen oder anderen mit diesem Beitrag die Angst vom Spachtel genommen habe. Weil Spachteln ist leichter als man Denkt, macht spass und ist entspannend. Zumindest für mich ;).


    In dem Sinne...
     
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