Dielenboden gelaugt, Leichenboden, Rettung bitte!!!!

Diskutiere Dielenboden gelaugt, Leichenboden, Rettung bitte!!!! im Bodenbeläge Forum im Bereich Der Innenausbau; Unser schönes Zusammen-Wohnen-Projekt soll nun einen derartigen Dämpfer erhalten... Bitte helft uns! Der vorhandenen Fichtedielenboden eines alten...

Holziege

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Unser schönes Zusammen-Wohnen-Projekt soll nun einen derartigen Dämpfer erhalten... Bitte helft uns! Der vorhandenen Fichtedielenboden eines alten Hauses wurde gefühlte wochenlang geschliffen. Anschließend wurde er gelaugt, weil es angeblich super Sch... aussieht, wenn er irgendwie gelb vor sich hin altert. "Altern" war aber eine grundlegende Bedingung von uns, haben wir offen diskutiert mit dem Bauleiter. Wir wollten aber kein gelbes Altern, halt eines, dass zum Eicheparkett paßt.
Nun das Ergebnis, nach dem Ölen, ein unglänzender Fichtesargboden, Leichenboden habe ich ihn getauft.
Frage, kann man da nun noch irgendwas machen mit Beize oder Colorhartwachsöl? Schleifen- schon wieder? Tapeten und Farben sind nun überall fertig...hm. Bin ziemlich ratlos, ob ich damit auf Dauer leben kann.:mad:
 
harekrishnaharerama

harekrishnaharerama

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Willkommen im Forum :)

Nach dem Laugen - wenn der Boden nicht versiegelt wurde - kann man ganz normal Färben (Laugenbeständigkeit achten, ansonsten gut auswaschen vorher) und Ölen. Beim Wachsen wird Holz empfindlich gegen Wasser - würde ich nicht empfehlen ;)
 

Holziege

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Leider wurde der Boden bereits geölt. Die Astlöcher sind schwarz geblieben, streifig und irgendwie weiß gelblich ist der Boden auch noch. Ich bin derzeit nur noch am Heulen.
Was passiert denn nun, wenn wir das so lassen würden? Gibt es irgendeine Hoffnung auf egalisierende Patina?:confused:
 

Toffi87

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Hab ich das jetzt richtig verstanden, das nicht ihr die Arbeit verbrochen habt sondern ein Außenstehender (Firma)?
Wenn das so ist, und es auch so abgeklärt wurde das es nicht so gemacht werden soll wie es schließlich gemacht wurde, dann solltet ihr euch mit der ausführenden Firma in Verbindung setzen.

Ich habe das ja schon in einigen anderen Thread gepostet. Leider beschäftigt sich fast kein privater Auftraggeber mit der Rechtslage und steht dann schön doof da, obwohl er bei eindeutigen Mängeln am längeren Hebel sitzt.

Es muss aber zuvor geklärt werden welches Recht Vertragsgrundlage ist. Bei Bauleistungen wird meist die VOB vereinbart. Davon weiß der ahnungslose private AG meist aber nichts. ACHTUNG! Sollte Dir (spätestens) zum Vertragsabschluss kein! Exemplar der VOB ausgehändigt worden sein, so gilt sie NICHT! In diesem Fall gilt automatisch das BGB.
Das BGB gilt auch wenn die VOB nicht Vertragsgrundlage ist. Nur um das noch mal kurz richtig zu stellen, die VOB ist kein! Recht und MUSS daher vereinbart werden.

Also setz dich mit dem AN in Verbindung. Solltet ihr alles über einen Architekten geregelt haben, so ist dieser euer Ansprechpartner.

Übrigens das BGB gibt es online zum nachlesen (Gesetze im Internet). Bei Interesse kann man sich die VOB auch im Buchladen kaufen.

Grüße
 
harekrishnaharerama

harekrishnaharerama

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Naklar kann man das nachfärben und einbohnern, halten tut es natürlich besser, wenn man vorher den Boden nochmal anschleift - aber fragt nochmal nach Besserung bei der Firma, wenn das im Vertrag steht oder abgemacht wurde ;)
 

Holziege

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VOB und BGB nur reine Theorie....

leider... dass ging alles so dermaßen schnell, haben nie einen Vertrag gemacht. Unser Bauleiter war ´ne Empfehlung über Freunde... dat gibt nix mit Gesetze...ja...ja... höre schon die Stimmen.
Aber mal im Ernst, harekrishnaharerama machst mir wieder Hoffnung, einbohnern,:confused: davon hatte ich im Forum bereits gelesen. Wir sind jetzt nicht so die Oberputzis und ständig nachbohnern auf Laufstraßen finde ich ästhetisch und vom Erlebnisfaktor eher negativ.
Zum Nachschleifen fehlt meinem Partner jegliches Verständnis nach den erheblichen Feinstaubemissionen der letzten Wochen. Gibt es Schleifmaschinen, die wirklich alles an Staub wegsaugen? und wenn dann wo?
 
harekrishnaharerama

harekrishnaharerama

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Bohnern nennt sich das Polieren des Bodens mit einer Einscheibenmaschine, damit die Oberfläche ein gleichmässigen Bild bekommt, je nachdem gibt es sowohl Vliesbohner als auch Bürstenbohner - vereinfacht einfach nur das Ergebnis. Im Grunde kann man auch einfach 'nen Spachtel, Rakel oder Rolle nehmen (je nach Konsistenz des Hartöles) und das so auftragen und trocknen lassen, dann begehen, ABER normal wird es mit dem Bohner nachbehandelt und das Öl eingearbeitet, durch die Wärme und Bewegung. Dann hat man eine gleichmässige Oberfläche, muß nur noch abtrocknen. Das Einstreichen kann nochmals wiederholt werden, wenn das Ergebnis noch nicht überzeugt.

Einfacher wäre es, die Patina erstmal herunter zu nehmen (Universalverdünner, Einscheibenmaschine zum Aufnehmen von Schmutz, das Abschleifen ist auch möglich, verklebt jedoch die Schleifoberfläche, es werden mehr Schleifpapiere benötigt) und die Oberfläche anzurauhen (Anschleifen - nein es gibt keine Maschine, die völlig staubfrei ist), um dem Hartöl mehr Halt zu geben. Dann genügt es dem normalen Vorgang zu folgen, den der Hersteller für sein Produkt angegeben hat, aber um das Bohnern (Polieren) wird man nicht herumkommen. Die Leute von dem Maschinenleihbetrieb wissen meist auch, was getan werden muß, geben manchmal sogar Gebrauchsanweisungen mit.

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