Dämmung eines Hallendachs

Dieses Thema im Forum "Isolierung und Dämmung" wurde erstellt von nebulein, 23.10.2015.

  1. #1 nebulein, 23.10.2015
    nebulein

    nebulein Neuer Benutzer

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    Guten Morgen,

    ich habe eine neue Herausforderung vor mir. Ich hab schon bei mir daheim diverse Decken abgehangen sowie im Bekanntenkreis geholfen, aber bei diesem Projekt bin ich etwas überfragt. Es handelt sich dabei um eine 30 Jahre alte Lagerhalle auf meinem Grundstück. Diese hat ein Satteldach auf einer Stahlrahmenkonstruktion und als Dachdeckung die guten alten Asbest Ethanitplatten, welche aber laut einem Dachdecker noch in Ordnung sind. Naja jedenfalls hatten wir 2011 einen kleinen Brand in dieser Halle, wodurch die Dämmung beschädigt wurde. Es waren ca 2cm dicke Styroporplatten. Die Halle ist ca. 190qm groß und die Dachfläche beträgt knappe 300qm. Stahlträger etc. haben nichts abbekommen.

    Ich will die Halle wieder gewerblich nutzen und deshalb benötigt das Dach eine Dämmung. Allerdings gibt es da diverse Möglichkeiten und ich suche jetzt quasi den Preis/Leistungssieger, da alles in Eigenleistung geschehen soll. Das Problem dabei ist, ich habe noch nie ein Dach gedämmt, es mangelt mir nicht an den handwerklichen Fähigkeiten dazu, aber am know how wie ich da am besten vorgehe.

    Ich quähle auch schon seit Wochen google damit und habe für mich jetzt mal folgende Lösung ausgearbeitet:

    Eine Zwischensparrungdämmung zwischen den Stahlträgern von 120mm mit Dämmwolle. Hierzu die erste Frage, kann ich die Dämmwolle direkt unter die Ethanitplatten klemmen oder kommt da noch eine Folie dazwischen?

    Danach wollten wir die Dämmung mittels einer Dampfbremsfolie verschließen. Damit das ganze dann brandsicher wird, wollten wir auf die Träger dann Gipskartonplatten schrauben, da diese nicht brennen können. Ist das eine praktikable Lösung oder gibt es bessere Alternativen?

    Das Gebäude ist aktuell einfach verglast und wird momentan nicht beheizt. Eventuell bauen wir noch paar Büroräume rein die dann seperat beheizt werden aber das ist alles noch Zukunftsmusik. Wichtiger ist jetzt das wir das Dach vernünftig gedämmt haben.
     
  2. AdMan

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  3. #2 harekrishnaharerama, 23.10.2015
    harekrishnaharerama

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    Hallo und Willkommen :)

    Schonmal über Ortsschaum nachgedacht? Der wird praktisch einfach von Innen oder außen gegen oder in das Dach gespritzt, ist gleichzeitig eine Dampfsperre und Stoßschutz. Geht ruckzuck und ist relativ einfach zu machen. Lediglich die Abgase sind heftig. Man muß mit professionellen Atemschutz arbeiten und guter Lüftung.

    http://www.baunetzwissen.de/standar...-fuer-nachtraegliche-Dachdaemmung_738921.html
     
  4. pinne

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    Haben sie schon mal die waagerechte Deckenkonstruktion angedacht ? [ Abhängung im Trockenbau ]
    Oder brauchen sie unbedingt die innere Firsthöhe ?
    Es sind dann weniger m³ zu erwärmen .
    Zwischen ETERNIT und Dämmwolle Stein/Glas sollte auf alle Fälle durchgehend eine Unterspannbahn gespannt werden. Als Sicherung gegen ein mögliches Leck in der Fläche .
     
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  5. #4 MacFrog, 23.10.2015
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    Genau,nehm mal ein altes Eternitdach wieder herunter um die Folie anzubringen. Es wird dir schlicht zerbröseln und ist dann teurer Sondermüll.
    Wenn man sie Stramm zwischen die Sparren klebt , sind die chancen auf undichtigkeiten schonmal geringer.
    Auf Styrophor und Dämmschaum würde ich verzichten aufgrund Brandschutz. Siehst ja was passiert^^

    Sollte nicht die ganze Höhe nötig sein , ist die Idee mit der abgehängten Decke nicht verkehrt.
     
  6. #5 HolyHell, 23.10.2015
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    Ich habe mal aus Deinem Text das ausgewählt was in meinen Augen das (erst einmal) wichtigste ist.

    Einfach mal irgendwelche Dämmung da irgendwie verbauen ist nicht. Es gibt da einige gesetzlich vorgeschriebene Sachen (EnEv & Co) die einzuhalten sind. Grade da es gewerbliche Nutzfläche wird kommen da auch noch einige Geschichten hinzu, die man im privatem Bereich nicht braucht.
    In diesem Fall brauchst Du unbedingt jemanden der Dir die Geschichte plant. Ohne wird es nicht funktionieren.
    Und auch die Ausführung wird nicht komplett in Eigenleistung zu meistern sein. Wer hält den im Worst Case (zB einen Brand) den Kopf hin? Deine Versicherung wird Dir -bei Eigenleistung- mit Sicherheit sagen das das nicht passiert wäre wenn das eine Fachfirma gebaut hätte.
    Ich habe ja beruflich auch öfter´s mal mit Brandschutzgeschichten zu tun. Grade weil ein befreundeter Betrieb uns öfter Trockenbauarbeiten "besonderer Art" zuschustert (Fluchtwege in Möbelhäusern, Sachen in Krankenhäusern, ect). Da darfste Dübel X nicht nehmen weil da irgendeine Zulassung fehlt. Dübel Y -der genau Baugleich ist- wiederum nicht. Ganz zu schweigen von dem ganzem Schriftkram um den sich mein Chef kümmern darf.

    Und nur mal nebenbei:
    Klemmfilz direkt unter die Eternitplatte wird nicht funktionieren.
     
  7. #6 nebulein, 24.10.2015
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    Vielen Dank für die Antworten. Das mit dem Schaum habe ich schonmal gefunden, allerdings mal ein paar Erfahrungsberichte gelesen in einem Landwirteforum, weil es dort häufiger Anwendung findet und dort waren viele unzufrieden mit der Dämmung, vor allem weil das bei Erneuerung des Dachs ne riesen Sauerrei wird und weil sie stark gelblich bis bräunlich wird mit den Jahren.

    Die Decke kann ich nicht tiefer abhängen da die Höhe benötigt wird.

    @HolyHell
    Dank für die Info ich wollte mich auch vorher noch professionell beraten lassen und dann eben so viel in Eigenregie machen wie es nur geht. Ein Bekannter baut Lagerhallen und der gab mir den Tipp die Sparren mit Dämmwolle vollzuhauen und die Gipskartonplatten zu nehmen, eben weil diese nicht brennbar sind. Ich hab auch schon versucht die Enev Auflagen für die Dachdämmung zu finden, aber man findet dort immer nur Tipps zu Einfamilienhäusern.

    Es gibt auch noch Lösungen mit Polyurethanplatten aber das wird dann richtig teuer. Allein die Materialkosten gehen da schnell auf 15000 €.

    Also wäre eine Lösung dann schonmal:
    Unterspannbahn
    Dämmwolle
    Dampfsperre
    Gipskarton

    Korrekt?
     
  8. #7 MacFrog, 24.10.2015
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    Wäre es nicht vielleicht sinnvoller, das Dach gegen aktuelle Hallendachplatten zu tauschen? Die haben dämmung integriert (sandwitchplatten) .
     
  9. #8 nebulein, 24.10.2015
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    Also dafür hatte ich mal ein Angebot und allein die Entsorgung der alten Dachplatten hätte mich 10.000 € gekostet, geht man dann noch davon aus das die neuen Platten ca. 20-30 € pro m² kosten, sprechen wir hier schnell von 20.000 €.
     
  10. #9 harekrishnaharerama, 24.10.2015
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    Es gibt denke ich nichts leichteres als Spritzschaum.
    Die Platten müssten sowieso danach weg?
    Und was stört einen in 'ner Lagerhalle die Farbe der Decke?
    Von wieviel Jahren reden wir denn?

     
  11. #10 nebulein, 24.10.2015
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    Ja ich werde mich mal weiter in der Richtung informieren. Hab bei einer Firma auch gelesen das die locker 1000m´² am Tag damit machen, sprich die würden vielleicht einen halben Tag brauchen, was dann auch die Kosten für eine Firma im Rahmen halten würde. Man kann es anscheinend weiß streichen bzw. gibt es den Schaum inzwischen auch in weiss, wodurch das mit der Verfärbung kein Problem mehr sein sollte.

    Danke für die Antworten.
     
  12. #11 nebulein, 29.10.2015
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    Zur Info, stehe jetzt in Kontakt mit einer Firma, die das mittels Spritzraum lösen könnte. Preislich komme ich auf um die 20 € pro m² bei 6cm Sprühdicke. Der Vorteil ist das, dass Zeug Brandsicher ist und bei 6cm besser dämmt als Dämmwolle bei 12cm.
     
  13. pinne

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    ...und die Oberfläche ist eben und bleibt ohne weiteres jahrzehnte so erhalten ?
    PU- Schaum wird - als Füller beim Tür-und Fensterbau - an der Luft porös und bröselig .
     
  14. #13 nebulein, 30.10.2015
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    Hallo, ja das Zeug hat 10 Jahre Garantie und ist mit dem normalen PU Schaum aus der Dose nicht zu vergleichen.
     
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  15. Maggy

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    Und glaubst Du das? Was wurde nicht alles erzählt wie gut Außendämmung ist.... von Schimmelbildung hat keiner gesprochen.

    Wir haben unser Dach seinerzeit mit 18 cm Isovert-Matten gedämmt und den Fußboden mit weiteren 10 cm Styropor.
    Wenn ich das Dach von außen im Winter ansehe, der Schnee bleibt liegen, schmilzt nicht weg. So scheint es was gebracht zu haben. Aber frag mich mal wie es "da oben" im Sommer ist.... so wie in diesem Sommer waren es da locker 35°. Ich merk da kaum nen Unterschied gegen vorher.
     
  16. #15 HolyHell, 31.10.2015
    HolyHell

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    Früher war es mal so das sich der Spritzschaum nach dem aufbringen wieder etwas zusammengezogen hat. Somit sind dann an die angrenzenden Bauteile Lücken entstanden. Da würde ich den Anbieter mal nach fragen, ob das immer noch so ist, und ob er garantiert das das nicht passiert.
     
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