Dachpappe und Schalbretter unter den Ziegeln: Wie Dämmen?

Diskutiere Dachpappe und Schalbretter unter den Ziegeln: Wie Dämmen? im Isolierung und Dämmung Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo zusammen, in unserem Altbau Reihenhaus von 1928 stehen in den nächsten Monaten und Jahren noch einige Renovierungsarbeiten an, darunter...

  1. Toby87

    Toby87 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    in unserem Altbau Reihenhaus von 1928 stehen in den nächsten Monaten und Jahren noch einige Renovierungsarbeiten an, darunter sicherlich auch eine verbesserung der Dachdämmung. Derzeit soll die mit 12cm ausgeführt sein, sichtbar ist das aber nur unter dem Spitzboden und da würde ich die stärke eher auf 8-10 cm tippen, auf der innenseite (löchrig) alukaschiert, eine richtige Dampfsperre ist nicht vorhanden.

    Das Dachgeschoss wird zurzeit nur als Gästezimmer genutzt, der Spitzboden als Ablagefläche, von daher stand die Dämmung erst einmal nicht ganz oben auf unserer Liste, aufgrund der fehlenden Dampfsperre möchte ich das aber nicht mehr ewig vor mich hin schieben, wobei es mindestens die letzten 30 Jahre so gehalten hat, das Dach hängt nicht durch und es sind auch keine Schäden erkennbar.

    Zwischenzeitlich habe ich mich dahingehend informiert, dass ich die Sparren aufdoppeln müsste (nur ca 11cm hoch). Das würde ich vorher in jedem Fall genau mit einem Statiker durchsprechen wollen.

    Jetzt aber zu meiner eigentlichen frage.

    Eigentlich vollte ich nur schauen, ob bei dem Dach bereits eine Unterspannbahn verbaut ist (ist sie nicht), habe dann aber am Durchbruch der Hausantenne sehen können, dass unter der Konterlattung Dachpappe auf einer durchgehenden Schalung (Bretter) angebracht ist.

    Aufbau ist also: Dachziegel -> Konterlattung -> Dachpappe -> Schalbretter -> Sparren mit Dämmung -> Alukaschierung. Im Wohnbereich ist noch eine verputzte Innenverkleidung und später auch eine Holzvertäfelung angebracht worden.

    Dieser Aufbau dürfte ja nur in sofern diffusionsoffen sein, als dass ich vermute dass die Dachpappe sicher nicht mehr überall heile ist, eine hinterlüftung gibt es aber in jedem Fall nicht, da die Dämmung direkt an den Schalbrettern anliegt.

    Unabhängig davon wie bei uns die Zwischensparrendämmung eingebracht wurde, wie würde mann das bei dem Dachaufbau fachgerecht machen? Einfach eine Dampfsperre anzubringen scheint mir riskant, weil das Dach ja nach außen nicht Diffusionsoffen ist.

    Neu eingedeckt soll dass dach in den kommenden Jahren noch nicht werden, zwar ist nicht bekannt von wann die Eindeckung ist (vor 96) die sieht aber soweit noch gut aus.

    Viele Grüße,

    Tobias
     
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  3. #2 Mr.Ditschy, 08.01.2018
    Mr.Ditschy

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    Klar ist dies nach dem heutigen Standart nicht optimal, aber "Alukaschiert" ist ja eine Dampfsperre, somit wenn die keine Löcher hat und rundum ordentlich verklebt ist, passt dies weiderum mit der Dachpappe.
     
  4. Toby87

    Toby87 Neuer Benutzer

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    Tja... das mit den Löchern ist sone Sache... was sich über dem bewohnten Teil befindet kann ich ja nicht sagen, im Spitzboden gibt es diverse Löcher und Durchbrüche die nicht verklebt sind... das wäre aber ja bei einer neuen Dämmung nicht wirklich schlimm, da könnte ich dann ja eine richtige Dampfbremse anbringen. Auch im Wohnraum, da würden wir die Holzvertäfelung eh runter reißen wollen und durch Riegips ersetzen.

    Sorgen macht mir die nicht diffusionsoffene "Außenhülle"... den Wintergarten den ein Vorbesitzer wohl mal in eigenleistung gezimmert hat haben wir schlussendlich komplett abgerissen, nachdem "eine kleine Stelle" sich als "alles vergammelt" raus gestellt hatte. Dabei handelte es sich aber um ein Flachdach, dass mit Bitumen auf Schalbrettern ausgeführt wurde. An der Lichtkuppel sind über Jahre kleine mengen Feuchtigkeit eingedrungen die dann aber nicht wieder verdampfen konnte, sondern sich in der Dämmung ausgebreitet hat...

    Würde es deiner Meinung nach also reichen bei der (neu-) Dämmung etwas mehr Platz zu den Schalbrettern zu lassen und die Dampfsperre etwas pfleglicher zu behandeln als es wohl die alte Alukaschierung wurde?

    Tobias
     
  5. #4 Gerold77, 08.01.2018
    Gerold77

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    Du hast also ein bewohntes Dachgeschoss mit gedämmter Dachschräge und (gedämmter oder ungedämmter?) Kehlbalkendecke und einem gedämmten Spitzboden als Ablagefläche?
     
  6. Toby87

    Toby87 Neuer Benutzer

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    So sieht es aus, wie die Kehlbalkendecke gedämmt ist kann ich nicht sagen, aber nicht gut, was schon allein an dem Fenster liegen dürfte das über dem Treppenhaus in der Zwischendecke als Oberlicht eingebaut ist (war in Bremen so üblich)


    Der Spitzboden ist Abstellfläche und gedämmt, das Dachgeschoss soll es auch sein, kann ich aber nicht überprüfen ohne erst die Vertäfelung runter zu reißen.

    Das ganze ist übrigens ein Reihenmittelhaus, zweischalig gemauert (7cm Hohlraum werden noch per Einblasdämmung gefüllt) mit Holzbalkendecken auf 4 ausgebauten Etagen. Die Dachfläche ist also verhältnismäßig klein.
     
  7. #6 Gerold77, 08.01.2018
    Gerold77

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    Dann würde ich die Sparren und ggf. die Kehlbalken aufdoppeln und eine möglichst dicke Dämmung einbringen. Dampfsperre an OG-Dachschrägen und der Kehlbalkendecke anbringen. Den Spitzboden würde ich so lassen, wie er ist. Eine 2-3 cm Hinterlüftung der Dämmung wäre zwar schön, aber die muss dann auch von unten bis zum First über die gesamte gedämmte Dachschräge laufen. Bei einer gut ausgeführten Dampfsperre könnte ich aber darauf verzichten.
    Alternativ zur Dämmung der Kehlbalkendecke können natürlich auch im Spitzboden die Sparren aufgedoppelt und fett gedämmt werden, was den nutzbaren Abstellraum natürlich etwas schrumpfen lässt.
     
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