Dachgeschossausbau / Dämmung / Sparren aufdoppeln

Diskutiere Dachgeschossausbau / Dämmung / Sparren aufdoppeln im Isolierung und Dämmung Forum im Bereich Der Innenausbau; Guten Abend zusammen, derzeit bin ich dabei den Dachgeschossausbau in meinem Altbau (Bj 1938) zu planen und in Angriff zu nehmen. Abriss der...

  1. #1 Steve1978, 28.06.2020
    Steve1978

    Steve1978 Neuer Benutzer

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    Guten Abend zusammen,

    derzeit bin ich dabei den Dachgeschossausbau in meinem Altbau (Bj 1938) zu planen und in Angriff zu nehmen. Abriss der Sauerkrautplatten, die zuvor dran waren habe ich schon hinter mir. War eine ganz schöne Sauerei.

    Jetzt möchte ich eine Zwischensparrendämmung machen. Natürlich reicht die Stärke der vorhandenen Sparren (9 cm) nicht aus für die Dämmung. Jetzt habe ich mich bereits bezüglich einer Aufdopplung eingelesen. Dabei liest man natürlich häufig das ein Statiker notwendig ist.

    Geplant wäre eine Aufdopplung mit 78 x 78 mm Kanthölzer. Dann könnte ich eine Dämmung mit 160 mm machen plus Untersparrendämmung 3 cm. Bei meinem Dach handelt es sich um ein Pfettendach mit Fuß-, Mittel- und Firstpfette. Wenn das Kantholz für die Aufdopplung auf der Fußpfette aufliegt und relativ passgenau an der Mittelpfette anliegt dürfte sich von meiner laienhaften Logik durch das Aufdoppeln doch keine zusätzliche statische Belastung für die Sparren ergeben, sondern sogar eine Verstärkung. Das Kantholz würde ja eine Traglast übernehmen bzw. den Sparren unterstützen, oder? Natürlich würde ich das Kantholz trotzdem mit dem Sparren verschrauben.

    Eine andere Sache wäre noch das 3 Sparren nicht mehr rechteckig sind, sondern etwas "ausgedünnt". Hier habe ich mir überlegt auf einer Seite des Sparrens eine Bohle (4 cm Stark 16 cm breit) anzulaschen und gleichzeitig ein Kantholz an den Sparren zu Schrauben und zusätzlich das Kantholz nochmal mit der angelaschten Bohlen zu verschrauben um diese 3 Sparren zu verstärken. Oder wäre es besser an beiden Seiten anzulaschen? Wenn beide Seiten stellt sich die Frage, soll der entstehende Zwischenraum mit Dämmung aufgefüllt werden oder so wie oben gesagt ein Kantholz einzubringen um den Sparren zustützen?

    Vielen Dank für eure hilfreichen Antworten.
     
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  3. #2 Toffi87, 28.06.2020
    Toffi87

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    Hallo

    Die Frage die sich stellt, ist nicht ob Du einen Statiker brauchst, sondern ob Du eine Baugenehmigung benötigst.
    Das eine Bedingt nämlich meist das Andere.

    Und ob Du eine Baugenehmigung benötigst kannst Du am besten beim zuständigen Bauamt erfragen. Die haben meist an einem Tag in der Woche offene Sprechstunden.
    Sollte es sich durch den Ausbau des Dachgeschosses eine Nutzungsänderung ergeben, dann kommst Du um eine Baugenehmigung ohnehin nicht drum herum. Sollte das Dachgeschoss vorher nur Speicher gewesen sein und wird nun Wohnraum ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du eine Genehmigung benötigst. Ob der Dachboden allerdings schon immer als Dachboden genehmigt war, kann Dir auch nur das Amt sagen. Wenn man ganz viel glück hat, dann war zum Zeitpunkt der damaligen Baugenehmigung der Dachboden schon als Wohnraum geplant. Dann entfallen viele Probleme. Falls nicht, dann kann ich Dir gleich sagen, wird das Ganze nicht günstig (Bauantrag, Statik, Brandschutz, Bauphysik) usw.
    Wo natürlich kein Kläger da auch kein Richter. Wie viele andere auch kann man natürlich viel in Eigenregie vor sich hinmachen. Du läufst dann aber Gefahr das Ganze auf eigene Kosten wieder entfernen zu müssen oder nachträglich Unterlagen einreichen zu müssen, wenn das mal einer mitbekommen sollte und dich anschwärzt.

    Die Entscheidung liegt also bei Dir. Entweder einfach machen oder vorher zum Amt gehen und fragen. Das kann aber zur Folge haben, dass Du dieses Jahr nicht mehr viel machen wirst...

    Grüße
     
  4. #3 Steve1978, 28.06.2020
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    Vielen Dank für deine Antwort.

    Insofern war meine Aussage - Dachgeschossausbau - etwas irreführend oder ungenau ausgedrückt. Das Dachgeschoss war durch die Vorbesitzer vorher schon ausgebaut und war schon Wohnraum, nur nicht nach heutigen Dämmstandards. Es war auch teilweise schon Glaswolle drin, nur etwas dünn. Deswegen habe ich es rausgerissen und will die Dämmung neu machen.
     
  5. #4 Spaxoderwas, 29.06.2020
    Spaxoderwas

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    Hallo,
    @Toffi87 hast Du eigentlich mal ansatzweise gelesen, was der TE gefragt hat?
    Gruß
     
    pinne und Holzwurm50189 gefällt das.
  6. #5 Holzwurm50189, 30.06.2020
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    @Steve1978 da mal einen Fachmann drüber schauen zu lassen, kann bei den Minisparren nicht schaden. Und durch ein entsprechendes Schraubenbild kannst du schon eine Verstärkung der Sparren erzielen. Wenn du mehr Platz hast in der Höhe, pack noch mehr Isolierung rein. Für den winterlichen Kälteschutz ist das OK, aber jeder cm mehr Dämmstärke macht sich äusserst deutlich beim sommerlichen Hitzeschutz bemerkbar. Bei den beidseitig angelaschten Sparren kannst du Wolle in den Hohlraum auf dem alten Sparren stopfen.
     
  7. #6 Toffi87, 02.07.2020
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    Ich ja, Du scheinbar nicht...
     
  8. pinne

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    [email protected] wollte wissen wie er fast perfekt die Sparren verstärkt ! das war seine Frage @Toffi87
    So liest das jeder andere .
     
  9. #8 Steve1978, 10.07.2020
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    @Holzwurm50189 vielen Dank für Deine Antwort. Ich werde das dann so machen.

    Noch eine andere Frage: Eine Dachhälfte bis zum First wurde bereits 2016 neu gedeckt und eine Unterspannbahn drunter gemacht. Die andere Dachhälfte ist noch alt und daher ohne Unterspannbahn. Bei Mineralwolle ist das ja eher schlecht wenn da doch Feuchtigkeit dran kommt. Gibt es ein Material für die Zwischensparrendämmung dem Feuchtigkeit nicht so viel ausmacht? Wie sieht es mit Holzwolle oder Hanfdämmung aus?

    Bitte keine Vorschläge mit Unterspannbahn von innen anbringen. Ich finde das ist nichts halbes und nichts ganzes und bin nicht davon überzeugt.

    Vielen Dank.
     
  10. pinne

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    hallo , wo kommt da Nässe zwischen zwei Lagen Folien ?
     
  11. #10 Steve1978, 10.07.2020
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    Auf der einen Dachhälfte ist ja keine Folie, da sieht man direkt die Latten und die Unterseite der Ziegel. Da kommt bei Wind und Flugschnee ja immer etwas Feuchtigkeit durch. Deswegen macht man heute ja die Unterspannbahn drunter. Diese ist ja aber nicht vorhanden.
     
  12. pinne

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    dann mach sie doch hin und verklebe mit sica crall - siga.ch .
     
  13. #12 Holzwurm50189, 11.07.2020
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    So ist es aber im Renovierungsfall fachmännisch richtig. In jedes Sparrenfeld mittig in Sparrenrichtung eine Dachlatte schrauben. Folie um Sparren schleifen, Anpresslatte Ziegelseitig in jedes Sparrenfeld montieren. Dann entsteht an der mittigen Latte eine Vertiefung, über die eventuelle Feuchtigkeit sich sammelt und abgeführt wird. So kannst du die Sparrenhöhe voll nutzen und bis zur Folie isolieren. Alternativ kannst du auch ohne Folie, dafür aber mit 2cm zusätzlicher Hinterlüftung Ziegelseitig arbeiten, dann brauchst du gar keine Folie. Eventuell auftretende Feuchtigkeit wird dann oberseitig durch den Luftzug getrocknet.
     
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