Dachdämmen in Eigentumswohnung

Dieses Thema im Forum "Isolierung und Dämmung" wurde erstellt von Franknbg, 01.01.2016.

  1. #1 Franknbg, 01.01.2016
    Franknbg

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    Hallo zusammen

    und erst mal ein gesundes Neues Jahr.
    Ich habe mir vor ca. 1 Jahr eine Eigentumswohnung im Dachgeschoss gekauft.
    Die äußeren Seitenwände sind mit 8 cm isoliert (Frot und Rückseite nicht). Der Spitzboden wurde vor ca. 3 Jahren isoliert.
    Nun bin ich am renovieren und wollte eine abgestellte Wand, in der Schräge etwas versetzen. Diese Wand ist 26 cm (mit Putz) stark und nicht tragend.
    Die Wand soll um 30 cm nach hinten versetzt werden. Laut der Pläne und einer Auskunft beim Architekten kein Problem.
    Ich öffnete ein kleines Stück und stellte gleich einen deutlichen Temeratur unterschied, sowie einen Windzug fest.
    Hinter der Abgestellten Wand, sieht man gleich die Latten sowie die Ziegel. Es ist keine Folie o.ä angebracht. Die Isolierung geht leider erst in der Schräge los. Hier wurde mit ca. 10cm starker und zur innenseite mit Alufolie überzogener Isolierung gedämmt.
    Nun stellt sich mir die Frage, wie ich am besten verfahren soll. Im Internet liest man ja so einiges, aber was macht wirklich Sinn.
    Wenn ich die Wand ca. 30 Cm weiter hinter setze, fehlt oben Dämmung und hinter der Wand ist direkt die kalte Luft von Außen.
    Anbei ein paar Bilder von der Situation.

    Für alle Tips bin ich sehr dankbar.
    IMG_5407.JPG
    IMG_5413.JPG
     
  2. AdMan

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  3. #2 HolyHell, 01.01.2016
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    So richtig verstehe ich die Situation nicht.
    Handelt es sich um eine Drempelwand?
    Kannst Du mal ein Foto von etwas weiter weg machen?
     
  4. #3 Franknbg, 01.01.2016
    Franknbg

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    Hier das Bild. Es geht darum die abgestellete Wand ca. 30 cm nach hinten zu versetzen, damit für die neue Küche (auf dem Bild ist noch die alte) mehr Platz ist. Die anderen Räume haben eine ähnlich abgestellte Wand. Hier ist auch, sobald die abgestellte Wand beginnt, keine Dämmung mehr zwischen den Sparren und man sieht direkt die Zigel.
     

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  5. #4 HolyHell, 01.01.2016
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    Ok, da hatte ich ja schon den richtigen Riecher. Diese Wände nennen sich im Fachjargon Drempel.

    Hast Du am Boden genug Platz um die 30cm zu verspringen? Oft ist es so das die Drempel in der Flucht mit dem Außenmauerwerk hoch gemauert werden. Es kann natürlich sein, das bei Dir eine zusätzliche Drempelwand gemauert wurde (davon ist auch die Umbaumaßnahme abhängig).
    Also erstmal das Loch so groß stemmen das man mit einer Lampe und dem Kopf da rein kommt um sich eine Übersicht zu verschaffen.

    Und wenn ich ganz ehrlich bin solltest Du Dir überlegen ob Du diesen Platz unbedingt haben mußt. Diese Umbaumaßnahme ist recht aufwändig. Grade auch da alle Arbeiten nur auf Knien oder im sitzen passieren.

    Aber dann mal los:
    - Wand wegstemmen
    - Dämmung in die Dachschrägen einbringen

    Jetzt kommt es drauf an ob da nochmal eine Wand gemauert ist oder nicht.

    - Ist dort keine dann mußt Du eine mauern. Diese kannst Du dann verputzen. An diesem Verputz kannst Du dann die Db anbringen.
    - Wenn dort eine ist kannst Du die neue Drempelwand auch als Ständerwerkwand erstellen (also als Trockenbauwand). Dann ziehst Du die Db von der Schrägen über die Wand bis auf den Fußboden.

    . Nun noch die Dachschräge bei arbeiten und schon bist Du fertig ;)
     
  6. #5 Franknbg, 01.01.2016
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    Danke für deine schnelle Antwort!
    Also laut einem Architekten den ich gefragt hab, sollte es kein Problem sein. Die Wand wurde auch zusätzlich hochgemauert, also keine direkte Verbindung zur Außenwand oder irgendwie tragend. Soweit die Auskunft vom Architekten.
    Die Umbaumaßnahme ist eigentlich nur wegen 23 cm notwenig. Dies sollte sich auch rausholen lassen. Da die Schräge erst ab 1,31m beginnt. Das Problem ist, wir bekommen sonst nichts in die Ecke. Da soll noch für die Küche ein Rondell Eckschrank rein, sonst könnten wir die Ecke nur blind lassen. Da der Platz aber eh gering ist, macht es Sinn.
    Nun wie es aussieht, ist direkt in der Schräge keine Mauer mehr, da gehen die Ziegel einfach los.
    D.H. man sollte da eine kleine Mauer hochziehen und daran die Folie festkleben. Dann die Dämmung rein und mit Rigips verkleiden?
    Sollte man die Folie von Dachsparen zu Dachsparren ziehen, damit Sie diese überdeckt, oder nur in die jeweiligen Felder einfügen und mit dem Sparren links und rechts verkleben?
    Und wie schafft man den Übergang zur alten isolierung, einfach mit der Folie aufhören oder irgendwie verkleben?
     
  7. #6 HolyHell, 02.01.2016
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    Die Folie kommt über die komplette Fläche. Oben würde ich sie mit der Rollisol verkleben. Das ist zwar nicht zu 100% richtig, aber ansonsten muss die komplette Dachschräge runter.
     
  8. #7 Franknbg, 02.01.2016
    Franknbg

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    Rollisol ist die Dämmung mit der Alufolie oder?
    Also die Lösung würde Funktionieren aber perfekt wäre es nicht oder?
    Am besten wäre es bestimmt, wenn ich die Schräge aufmach und versuche die Folie direkt oben in der Ecke zu verkleben evtl ja sogar mit der, von der Spitzboden Dämmung oder? Und dann die Dämmung rein?
    Oben im den geraden Dachflächen könnte man dann aber die alte Dämmung lassen oder?
    Ist nur die Frage ob sich die Arbeit lohnen würde.
     
  9. Maggy

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    Wenn der Drempel um 30 cm nach hinten versetzt wird, werden die Küchenschränke die neuen, dann auch nach hinten versetzt? Beim Arbeiten steht man dann also automatisch 30 cm weiter in Richtung Dachschräge? Kann man dann da noch aufrecht stehen? Oder stößt man sich dann da den Kopf? Also dann würde ich auf den zusätzlichen Schrank verzichten....
     
  10. swara

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    verschiedene Gedanken dazu:

    Wenn es eine Eigentumswohnung ist, gibt es auch ein Gemeinschaftseigentum, zu welchem sicher auch das Dach gehört. Da ist also nichts mit "einfach mal schnell umbauen".

    Warum sollte eine nichttragende Wand 24 cm dick ausgeführt sein?

    Der Platzvorteil von Rondell-Schränken wird häufig überschätzt.

    Zu #8 (maggy): Ein Gewinn könnte es sein, die Unterschränke an der Position zu lassen und stattdessen übertiefe Unterschränke und eine übertiefe Arbeitsplatte (70cm) zu wählen.
     
  11. Maggy

    Maggy Erfahrener Benutzer

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    Joaaa, verteuert das ganze aber erheblich und bringt nicht viel. Ich z. B. hab nur noch große Schubladen in der Küche. Nix mehr mit brücken und unten rein krabbeln um gaaanz hinten was raus zu holen.

    Das Argument mit dem Dach hat aber einiges für sich.
    Auch, warum eine nicht tragende Wand so dick sein soll. Wir haben den Drempel mit Aluprofilen gemacht und doppelt beplankt. Da wird ja nur was vorgestellt, nix dran aufgehangen. Wenn da Küchenschränke vollflächig gestellt werden kann man sogar das sparen. Sieht doch keiner. Hat ggf. sogar den Vorteil, daß man da, wenn irgendwo ein Zugang ist etwas "verstecken"kann. Wir haben (fast) unsichtbare Tapetentüren rein gemacht. Lagern da hinter Reste von Dachschindeln, Lamellen usw. was nicht im Weg stehen soll, aber evtl. doch mal gebraucht wird.
     
  12. swara

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    Gerade bei großen Töpfen neben-/hintereinander in der Schublade kann die Übertiefe einen enormen Vorteil bieten, am besten gleich auch breite Schränke wählen (lieber 2x90 statt 3x60 breit). Die 70cm tiefe Arbeitsplatte würde ich sowieso nie mehr missen wollen. Kann man hinten Geräte stehen haben und davor trotzdem noch in voller Tiefe arbeiten.
     
  13. #12 HolyHell, 02.01.2016
    HolyHell

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    Ja.

    Heutiger Standard wäre den Raum komplett mit einer Db zu versehen. Also den Drempel, die Schräge und auch den horizontalen Deckenteil.
    Dann könnte es Dir passieren das Du die Sparren aufdoppeln darfst um auf eine Enev
    konforme Dämmstoffdicke zu kommen.

    Aber nur mal weil es mich interessiert:
    Was sagt denn Dein Architekt dazu?
     
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