Dachbodendämmung (Diffusionsoffen)

Diskutiere Dachbodendämmung (Diffusionsoffen) im Isolierung und Dämmung Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo ihr Lieben, Ich habe es in der Suche probiert, aber irgendwie sind die Fragen ja dich immer individuell. Ich muss mich auch gleich als Laie...

Julia79

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Hallo ihr Lieben,
Ich habe es in der Suche probiert, aber irgendwie sind die Fragen ja dich immer individuell.
Ich muss mich auch gleich als Laie outen, sorry wenn ich Blödsinn Frage 🙈.

Also der Dachausbau unseres 50er Jahre Hauses steht an, das Dach selbst ist noch nicht alt und bleibt so. Es liegt unter den Ziegeln schon eine grüne, laut Zimmermann, Difussionsoffene Folie.
Also soll jetzt eine Zwischensparrendämmung her.
Nach Beratung mit eben jenem Zimmermann, wollen wir ein Difussionsoffenes System haben und natürlich entsprechend Materialien (Holzfaserplatten oder Mineralwoll vielleicht).
Die Balken sind nur ca. 11 cm dick.

Jetzt hatte ich gelesen, für Holzfaserplatten wäre das zu wenig Dämmleistung.... Oder für eh die meisten Materialien.
Dann soll man ja die Balken quasi aufstocken, soviel cm wie man mehr Dämmung möchte, richtig?

Nachdem ich aber gestern soviel über Dachdämmung quergelesen habe, blieb mir irgendso ein Plattensystem, das man eigentlich über die Sparren legt (also wenn das ganze Dach eh neu gemacht wird) im Kopf. Und dann kommt noch die andere Dämmschicht usw.

Wir machen das Dach definitiv nicht neu, könnte man sowas nicht auch andersrum machen und könnte man dann mit den 11cm auskommen, wenn noch solche zusätzlichen Dämmplatten (die waren dünner als das andere Dämmmaterial und stabil) drauf kommen, dann aber eben ganz über die Sparren von innen, so dass man das aufstocken dieser spart.
Was könnten das für Platten gewesen sein (finde es nicht mehr, sah Holzähnlich aus). ...müssten ja auch Diffusionsoffen sein.

Und wenn das nicht geht, ich finde keinen vernünftigen Vergleich der Dämmstoffe...also jetzt die beiden oben genannten...so viel cm Holzfaser entspricht soviel cm Mineralwolle.

Geld ist nicht übermäßig viel da, trotzdem wollen wir es möglichst ökologisch....😅

Am Ende kommt natürlich noch die richtige Wand...Lehmbauplatten oder so.

Schon danke vorab
 

Holzwurm50189

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Das einfachste für den weiteren Ausbau ist: Sparren 8-10cm aufdicken, Klemmfilz rein unter möglichst Vollausnutzung der möglichen Dämmstärke. Dürfte auch die derzeit preiswerteste sein. Aufdachdämmung in Holzweichfaser dürfte deutlich teurer sein, ausserdem wirst du momentan wahrscheinlich auch gar keine bekommen.
 

Julia79

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Danke erstmal,
Zeit ist jetzt nicht das Problem, dann warten wir auf das Material.
Aber Klemmfilz gucke ich mir mal an.
20cm hört sich für mich nach ziemlich dicker Dämmung an....ist das Standart?
Das die gewünschten Materialien teurer sind als das Billigste ist uns schon bewusst, aber da vergleiche ich mal in Ruhe.

Aber meine Idee scheint dann eher Blödsinn 🤔?!
 

Julia79

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Jetzt hab ich mich nochmal "blöd" gegoogelt...da kam dann doch auch meine Idee vor.
Sprich man könnte die Mineralwolle zwischen die vorhandenen Sparren und dann mit stabilen Holzfaserplatten eine Unterspartendämmung drauf machen.
Ich frage mich ob das nicht wirklich besser ist. Ich stecke die Kosten, die ich für die Aufdopplung hätte, in Dämmung mit den Platten und stoppen sogar noch die Wärme/Kältebrücke der Sparren anstatt sie mit der Aufdopplung zu erweitern.
Klar ist das wegen der Holzfaserplatten dann bestimmt immer noch teurer, aber evtl. Wert das mal durch zu rechnen.
 

Schnulli

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Schau mal hier


Das ist ggf. einfacher als die Geschichte mit dem Aufdoppeln der Sparren. Allerdings brauchst du eine vernünftige waagerechte Lattung, in die du dann die Untersparrendämmung einfügst und die auch als Träger für den abschließenden Gipskarton o.ä. dient
 

Julia79

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Danke, das sieht auch interessant aus und aufjedenfall wirklich praktischer als die Aufdopplung.
 

Holzwurm50189

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@Julia79 das kannst du durchaus mit der Holzweichfaser machen. Der Nachteil ist, wenn du dann darunter die Unterkonstruktion für Gipskarton oder Holzverkleidung montierst, brauchst du 1. ellenlange Schrauben und 2. müssen die Schrauben dosiert angezogen werden, da du dir sonst Berg + Tal in die Unterkonstruktion ziehst. Wenn du statt der HWF eine 30mm oder 50mm Untersparrendämmung einziehst, kannst du um 1 oder 2 Stärkensprünge den Klemmfilz reduzieren. Insgesamt solltest du auf eine Gesamtstärke von 200mm bzw. 190mm kommen. Das ist heutiger Altbaustandard, was empfohlen wird. Im Neubau sind wir aktuell bei 220mm bzw. 240mm in WLG 035. Ganz wichtig: jeder cm Isolierung zählt. Nur ist der bei winterlichem Kälteschutz nicht ganz so wichtig. Viel wichtiger ist sommerlicher Hitzeschutz. Insbesondere wenn unterm Dach Schlafzimmer entstehen. Die Kältebrücke bei Holz ist Blödsinn, da Holz euch einen eigenen Isolierwert hat.
 

Holzwurm50189

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hab noch was vergessen ... bei WLG 032 kannst du natürlich die Dämmstärke noch weiter reduzieren, wenn dir sonst innen zu viel Raumhöhe verloren geht
 

Julia79

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Das muss ich mir alles in Ruhe angucken, aber danke für die Tips und Anregungen.

Den Test brauchen wir soweit ich weiß eh nicht. Ist ja kein Neubau und irgendeinen Zuschuss beantragen wir nicht.

Wir gehen hier dann zum Baustiffhof um ein Angebot zu holen, da will ich einfach zumindest schon eine Ahnung haben, was wir vorhaben 😅.
 

OldMan

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@Holzwurm50189
"Ich behaupte, der wird ohne immensen Aufwand niemals bestanden werden ..."

Das mag schon sein.
Aber deckt so ein Test denn nicht auch Verarbeitungfehler/Mängel bez. der raumseitig aufgebrachten Dampfbremse auf?

Denn wenn diese nicht sorgfältig aufgebracht worden ist und nicht luftdicht abschließt kann Wasserdampf durch
die Baustoffschichten/Dämmschichten „wandern“ und dort zu Schimmelpilz-Befall führen.
Oder?
 

Holzwurm50189

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Aber deckt so ein Test denn nicht auch Verarbeitungfehler/Mängel bez. der raumseitig aufgebrachten Dampfbremse auf?

Denn wenn diese nicht sorgfältig aufgebracht worden ist und nicht luftdicht abschließt kann Wasserdampf durch
die Baustoffschichten/Dämmschichten „wandern“ und dort zu Schimmelpilz-Befall führen.
Oder?
Da hast du vollkommen recht. Allerdings ... bis vor etwa 15/18 Jahren Klemmfilz aufkam, fragte auch niemand danach ... erst diese idiotische Luftdichte Bauweise führte zu diesen Problemen. Die werden in nem 50er Jahre Bau höchstwahrscheinlich nicht auftreten.
 

Julia79

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Mir brummt erstmal der Schädel vom lesen über eben genau das.

Ja Luftdicht ist das ganze alte Haus hier sicher eh nicht 🤔. Irgendwie sch int das am ehesten Thema bei den passiv Häusern zu sein.....da sind wir ja nu Meilen von entfernt 😅.

Aber gut werde das trotzdem im Hinterkopf behalten ob das für uns sinnvoll ist, müsste ja eh 'ne Fachfirma machen.
 
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