Dachbalken rundum - Holzwurm, Isolierung, Verkleidung etc.

Diskutiere Dachbalken rundum - Holzwurm, Isolierung, Verkleidung etc. im Dach Forum im Bereich Der Aussenbereich; Liebe Freunde des Do It Yourself, ich hoffe mit diesem Beitrag einen breiten Rundumschlag zu machen und alle meine Anliegen möglichst...

  1. #1 McMoneysack91, 11.02.2020
    McMoneysack91

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    Liebe Freunde des Do It Yourself,

    ich hoffe mit diesem Beitrag einen breiten Rundumschlag zu machen und alle meine Anliegen möglichst strukturiert mitteilen zu können. Beginnen wir:

    Ich habe mich nun mit der Aufgabe betraut, mich mal um das Haus meiner Mutter zu kümmern. So auch um den optischen, wie technischen Zustand. Die derzeitige Baustelle ist der Dachboden. Vater sagte mir, noch im Jahre 2008, als das Haus erworben wurde, seien einige Balken auf dem Dach vom Holzwurm befallen. Ich hatte da oben eigentlich nie herumgestöbert, aber jetzt seit ich mit der Aufgabe betraut wurde, kletterte ich dort mal hoch.

    In der Tat sind einige Balken (etwa drei bis vier) GANZ stark vom Holzwurm zerfressen, einige leicht angefressen und die meisten sehen tip top aus. Um die angefressenen Balken liegt auch ganz viel typisches Sägemehl. Ich fotografierte den Zustand ab (auch das Mehl drumherum) und zeigte es Vater. Er sagte, die Menge sei schon zum Kauf dort gewesen. Der Verkäufer gab an, dort sei kein Holzwurm mehr aktiv - sprich keine Sorge. Hm. ob das wohl so stimmen mag.

    Zwischenbemerkung: Ich poste hier in diesem Beitrag eine Übersichtsaufnahme des Dachbodens, einen stark angefressenen Balken, einen mäßig angefressenen und einen intakten. Zum Glück sind die paar stark angefressenen keine diagonalen Trägerbalken. Die sind nämlich aus der Kategorie tip top. Auch der Rahmen in die die Sattelbalken sich hineinstützen ist im grünen Bereich.

    Kommen wir nun zu meinem Vorhaben, welches aus dem laienhaften "Menschenverstand" hervorgeht. Ich fände es schön, wenn zu den jetzt kommenden Punkten Zustimmungen oder dringende "Nein, bloß nicht!" mit Begründung folgten.

    1. Ich plane, die angefressenen Balken (welche durchaus noch eine gute Stärke haben) von den weichen schwammigen Holzresten zu befreien, diese also abzuknibbeln, abzuschleifen.

    2. Ich plane die Balken (und eigentlich alle anderen Balken auch) vorsorglich, ob dort nun ein Holzwurm drin ist oder schon seit Ewigkeiten nicht mehr, zu behandeln. Ich las, dass viele zu Isopropanol greifen. Einfach aufsprühen oder aufpinseln, einziehen lassen, Prozess über Tage in mehreren Durchgängen wiederholen.

    2.5 Ich plane nach der chemischen Bekämpfung die Versiegelung aller Balken mit z.B. Lasur oder anderen Versiegelungsmitteln.

    3. Ich plane nach der chemischen Behandlung, die angefressenen Balken an den kritischen dünnen Stellen seitlich mittels Metallblechschienen und Schrauben zu verstärken.

    Zwischenresume: an dieser Stelle wäre mein Schlaf bereits viel entspannter. Nun hätte ich den technischen Zustand auf Vordermann gebracht. Allerdings sieht der Dachboden eher aus wie ein Wabenfeld mit Dämmwolle drin. Ich erinnere mich an ein früheres Haus von uns aus meiner Kindheit. Der gesamte Dachboden war ausgelegt mit OSB Platten. Man konnte wundervoll oben herumspazieren wie in einer eigenen kleinen Wohnfläche. Jetzt muss man noch auf den einzelnen Balken herumbalancieren wenn man auf dem Dachboden von A nach B möchte. Auch lastet das gesamte Körpergewicht immer auf einem kleinen Fleck.

    4. Ich plane über diese Balken auf der gesamten Fläche ein Gittersystem aus dünneren langen Holzbalken (z.B. 1cm x 4cm im Profil) auszulegen. Mit genügend Freiräumen, sodass man noch an die Dämmmaterialien und die Skelettbalken herankommt. Auf dieses Gittersystem plane ich einen Boden aus z.B. OSB Platten auszulegen.

    Was ich mir dadurch erhoffe:

    a) eine noch bessere Wärmedämmung
    b) (Insbesondere) eine gleichmäßigere Gewichtsverteilung, wenn man auf dem Dachboden geht, etwas abstellt, sich bewegt, da durch die OSB Platten das Gewicht über das Gittergerüst darunter auf eine große Fläche verteilt wird
    c) rein optisch und nützlich: eine Verwandlung vom gruseligen dunklen Dachboden zu einem begehbaren, als Abstellraum nutzbaren, hellen Dachboden

    Ich bitte an dieser Stelle um Rückmeldung zum Vorhaben und bitte bei Vor- und Ratschlägen maximal am Do It Yourself Rahmen zu arbeiten. Ich weiß, dass man für hunderte und tausende Euronen Fachmänner und technisches Arsenal zuhauf hoch schicken kann (entsprechende Kostenvoranschläge um die 4000 Euro für thermische und chemische Behandlung erhielt ich schon).

    Die stark angefressenen Dachbalken möchte ich nach Möglichkeit nicht austauschen. An diese ist die Decke des Flures und eines Schlafzimmers von unten befestigt. Das Herausreißen hieße Decke neu machen. Daher setze ich stark auf die Verstärkung mittels Schiene.

    Vielen Dank im Voraus.

    Übersicht.jpg

    Angefressener Balken.jpg

    Angefressener Balken 2.jpg

    Stark angefressener Balken.jpg
    Intakter Balken.jpg
     
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  3. Future

    Future Erfahrener Benutzer

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    Grundsätzlich haben im Dach alle Balken eine Funktion. Das heisst, auch die von dir gezeigten zerfressenen Balken halten das Dach in seiner Form stabil. Ich würde da wirklich alle angegriffenen Balken ersetzen oder weniogstens verstärken lassen.

    Ansosnten finde ich Punkt 1-3 K und Punkt 4 kann man dann angehen wenn sicher ist, dass alle Schäden beseitigt sind.
     
  4. #3 Holzwurm50189, 11.02.2020
    Holzwurm50189

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    Die Balken sehen mir schwer nach Totalschaden aus. Bautenschutzfachmann bzw. Zimmermann ranholen und begutachten lassen.
     
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  5. #4 McMoneysack91, 11.02.2020
    McMoneysack91

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    @Holzwurm50189 Fachmann war schon über mehrere Jahre da (um den Fortschritt oder auch nicht-Fortschritt des Nagezustands zu begutachten). Ja, auf den Bildern sehen diese Balken nach einem totalen Krimi aus. Auch in Natura kein schöner Anblick. Aber als ich die Dämmwolle mal zur Seite gehoben habe, ging der Balkencorpus doch noch ein ganzes Stückchen runter und das intakt. Habe noch nicht nachgemessen, aber da ist selbst in dieser zerfressenen Mittelpartie viel heiler Balken. Von oben gesehen (im Profil) wurde der Balken ziemlich schlank genagt.

    Die Vorschläge von Fachleuten (die uns auch die Kostenvoranschläge gemacht haben) waren "kann man so stehen lassen, bloß behandeln und verstärken." Ich würde mich ja nie über die Meinung eines Statikers oder Fachmanns hinwegsetzen nach dem Motto "jaja erzähl du mal." Meine obigen Punkte bauen ja in etwa auf dem auf, was in diesem Kostenvoranschlag der Fachleute drin stand (Reinigung, Behandlung, Versiegelung, Verstärkung) - nur eben Do It Yourself, sieht alles nicht nach Raketenwissenschaft aus.

    @Future Danke für dein Feedback

    Zur Verstärkung hat mir ein Zimmermann zu diesen Metallprofilplatten (mit den zig Löchern) geraden. Einfach wie einen Beinbruch von beiden Seiten an den heilen Stellen anbringen, sodass sie die schwache Stelle überbrücken.

    Aber zum chemischen Teil: wäre Isopropanol an dieser Stelle geeignet? Der ausdünstende Geruch ist nicht schlimm, ist ja menschenleer da oben. Scheint mir auch die günstigste Variante zu sein. Kennt jemand Alternativen für eine grooooße Fläche (oder verdünnen, damits besser einzieht und damit gleichzeitig Menge strecken)?


    Lieben Danke schonmal für die schnellen Antworten!
     
  6. #5 Schnulli, 11.02.2020
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    Naja, die Jungs bekommen dann ne Alkoholvergiftung :D Aber nur die, die etwas weiter oben im Gebälk wohnen und dann auch nen Schluck davon nehmen können ;) Ansonsten wäre dann noch der klassische Holzwurmtod zum aufstreichen, versehen mit Insektiziden die etwas länger im Holz erhalten bleiben und sich nicht so schnell verflüchtigen wie der Alkohol.
     
  7. Future

    Future Erfahrener Benutzer

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    Wenn's der Fachmann vor Ort sagt, dann wird es auch so sein. Nur bei dem mittleren Balken auf dem oberen Foto sieht es schon ziemlcih nach Austausch aus. Da würde cih jetzt nicht 4m lange Metallprofile ranschrauben sondern gleich einen neuen Balken. Aber Foto kann auch täuschen, da würde ich auch eher auf den fachmann vertrauen als auf Ferndiagnose aus dem Netz ...
     
  8. #7 Holzwurm50189, 11.02.2020
    Zuletzt bearbeitet: 11.02.2020
    Holzwurm50189

    Holzwurm50189 Erfahrener Benutzer

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    Isopropanol wirkt ohne rundum einzupacken gar nicht. Der Alkohol verfliegt sofort und ist ausserdem ab einer gewissen Konzentration in der Luft entzündlich. Aktiver Befall lässt sich durch das auslegen von Eicheln in Balkennähe über einen gewissen Zeitraum nachweisen. Die Viecher stehen auf die Dinger und befallen diese. Meiner Meinung nach, ist da mit Heimwerker-Bordmitteln nix mehr zu richten. Weil ... wer macht die Verstärkungsberechnungen ? Wieviele Schrauben bei welchem Abstand in welchem Winkel ? Siehe mal diesen interessanten Beitrag, wo es auch um baurechtliche Vorschriften geht https://www.wuerth.de/web/media/downloads/pdf/meine_branche/bauen_mit_holz.pdf
     
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  9. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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  10. swara

    swara Erfahrener Benutzer

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    ich bin ja nur Laie, aber würde man nicht als allerersten Schritt einfach mal staubsaugen, um dann ganz ohne teueren Fachmann zu erkennen, ob neues Mehl entsteht?
     
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  11. Maggy

    Maggy Erfahrener Benutzer

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    Und wieso guckt da 12 Jahre keiner nach?
     
  12. #11 McMoneysack91, 10.03.2020
    McMoneysack91

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    Grüße an alle mit einem kleinen Update

    1. Die Balken sind gereinigt. Gebürstet vom Groben, brüchiges geknabbertes Holz abgeknibbelt und der Staub gestaubsaugt.

    2. Von der Idee Isopropanol habe ich mich verabschiedet, da ich die Dachbalken nicht wie vorgeschrieben verpacken könnte. Sprich alles verdunstet sofort.

    3. Die Dachbalken sind seit geraumer Zeit trocken wie die Wüste. Auf dem Dachboden generell herrscht mindestens seit unserem EInzug 2008 die absolute Trockenheit. Wer weiß wie lange diese Wurm/Bock Schäden bereits da oben sind und seit wann der Schädling nicht mehr aktiv ist. Da feuchtes Holz bevorzugt wird, kann ich mir vorstellen dass diese Schäden schon seeeeehr alt sind und keine AKtivität in den Hölzern mehr ist. Dennoch möchte ich dort einmal drübergehen, als WÄRE noch etwas im Holz - auf Nummer sicher quasi. Gleichzeitig möchte ich daraus kein ständiges Katz und Maus Spielchen machen. Nach der bekämpfenden Behandlung möchte ich natürlich eine vorbeugende hinterhersetzen, um möglichst neuen Befall zu verhindern.


    I. Womit denn nun bekämpfen und vorbeugen?

    a) chemisch

    Da schnell verdunstendes Isopropanol nun wegfällt, hatte ich überlegt, vielleicht mit dem klassischen Holzwurmtod vorzugehen. Wirkt er denn auch, wenn man die Teile nur abdeckt (das geht bei den offenen Balken gerade noch so) oder ist auch dieser flüchtig? Kann man den Holzwurmtod verdünnen oder strecken, um a) eine größere Fläche bearbeiten zu können und b) das Eindringen ins Holz zu erleichtern und das Verbleiben darin zu begünstigen? Wenn ja, womit? Einfach Wasser?

    Gibt es andere ähnlich effektive Mittel? Borsalze las ich, welche aufgestrichen und injeziert werden. Ich las auch, dass das bloße Streichen mit bestimmten Lasuren/Lacken das Holz unbewohnbar und ungenießbar machen. Oder ist das Humbug und der hungrige Käfer bohrt sich dennoch seinen Weg ins Holz?

    In dem von @pinne geteilten Link las ich, dass Kieselsäure wie sie im Profilaxemittel "Wood Bliss" verwendet wird eine super vorbeugende Wirkung haben soll. Vorbeugend = auch bekämpfend? Auch Stichwort Verkieseln fiel des Öfteren.

    In einigen Foren las ich von Handwerkern und Zimmermännern Kieselsäure und Verkieselung sogar im Zusammenhang mit Brennesseln! DAS hat mich neugierig gemacht, da ich ein Freund der Brennessel bin, sowohl als Nahrungsmittel und Getränk als auch als Dünger. Unser Nachbar düngt seine Anlagen immer mit einem gewaltigen Eimer fermentierter Brennesseln. Das Wasser ist regelrecht schwarz von dem Brennesselextrakt. Scheinbar soll dieses in hoher Konzentration aufgetragen eine stark vorbeugende Wirkung haben. Da wir hier in Waldnähe leben und das Zeug hier hektarweit wächst als sei es auf Steroiden, könnte ich mir SEHR gut vorstellen, mir mal so einen Cocktail anzusetzen, den ich dann gut und gerne über alle Balken streiche und (da von Mutter Natur kostenlos gestellt) meinetwegen die Balken regelrecht tränke. Da ein solches Naturmittel eine geringere Konzentration aufweist als industrielle Chemie, kann ich mir vorstellen, dass es mit ein oder zweimal Bestreichen nicht getan ist, sondern einige Behandlungen mehr erforderlich sind - kein Problem.

    Die Brennessel ist in der Tat mein absoluter Favorit, da ich hier sicher sein kann keine gefährlichen Ausdünstungen erwarten zu müssen. Ich kann das Zeug in Unmengen selbst produzieren und gar verschwenderisch nach links und rechts verteilen.

    Frage zu a):

    Egal, für welches Mittel ich mich entscheide, es läuft darauf hinaus, dass es in flüssiger Form aufgebracht oder hineingebracht wird. "Sodass es (und damit auch die Flüssigkeit) schön ins Holz ziehe" heißt es. Aber erhöhe ich nicht auch dadurch die Feuchtigkeit des Holzes, was so attraktiv auf die Schädlinge wirkt? Oder ist diese Feuchtigkeit nur von solch kurzer Dauer dass es unbedenklich ist? Ist mit dem feuchten Holz eher dauerhaft feuchtes, vielleicht gar morsches Holz gemeint?


    b) mechanisch

    Warum mir auch die vorbeugende Behandlung so wichtig ist, ist, dass ich plane, über die Balken ein Skelettgerüst aus Holz zu verlegen, auf welches ein Boden aus z.B. OSB Platten kommt, damit der Dachboden wie ein normaler Boden begehbar wird. Sprich wenn mir mal eben "oh, da war ja noch was" einfällt, so müsste alles wieder entfernt und geöffnet werden, oder um Gottes Willen eine neue Schädlingsbekämpfung durchzuführen.

    Frage vorweg: schützt eine Verkleidung der Balken vor neuem Befall? Ist es für den Schädling schwieriger, an diese heranzukommen, oder lacht er diese Verkleidung aus und findet schon seinen Weg?

    Ich plane nach reichlicher und großzügiger bekämpfender und vorbeugender chemischer Behandlung aus Punkt I. a) die Balken mit z.B. Folie zu umwickeln oder mindestens auszulegen. Erst auf diese Folie würde das Holz-Trageskelett für die OSB Platten gelegt werden. Das Skelett selbst würde ich aus den grünen imprägnierten Latten machen. Diese kosten hier im Baumarkt tatsächlich haargenauso viel (oder eher haargenauso wenig) wie die unbehandelten. Und ob OSB Platten für die hier benannten Schädlinge so attraktiv sind? Ich glaube damit hätte ich ein recht unattraktives und uneinladendes Milieu für Holzwurm und Hausbock geschaffen.

    Das gesamte Konstrukt würde so gebaut, dass die OSB Platten durchnummeriert würden und meinetwegen in zig Jahren wieder abgenommen werden könnten, um den Balken einen neuen Kieselsäure-Anstrich zu verpassen. Dieser Aufwand wärs mir sogar wert.


    c) thermisch

    Von der thermischen Behandlung liest man gerne. Schon bei 55°C sollen Proteine denaturieren. Natürlich nur, wenn diese Temperatur bis in das Holz dringt, wo die Larve sich befindet. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass unser Dachboden im Sommer brühend heiß wird. Im Dach sind viele Dachziegel lichtdurchlässig und die Sonne verläuft genau an der gesamten Dachlinie entlang. Gewächshaus vorprogrammiert. Ich bin mir sicher, dass es da oben weitaus heißer als 55°C wird. Definitiv heißer als im schwarzen Auto mit schwarzen Ledersitzen, wo es ganz gerne mal auf 60°C und mehr hochgeht. Und dies über den ganzen Tag über mehrere Tage am Stück. Ich bin mir sicher, das bleibt vom Holzbalken nicht unbemerkt.

    Mich schreckt die Idee ab, da jetzt irgendwelche Strahler aufzustellen und das Holz punktuell zu braten.


    d) sonstig?

    Ich lese viel, dass Eicheln ausgelegt werden sollen, um herauszulocken. Dadurch soll a) der aktive Befall nachgewiesen werden und b) wenn man schon umgesiedelt hat, die Eichel entsorgen und weg ist einer mehr. ODER würde der Schuss nach hinten losgehen: Wenn eh schon keine Schädlinge im Holz sind würde ich durch das Auslegen von Eicheln nur neue anlocken, die sich dann dadurch wieder in der Nähe der gefährdeten Balken aufhalten würden? Oh je oh je.

    Gibt es andere Naturmittel, die z.B. für Schädlinge abschreckende Düfte verströmen?

    II. Conclusio

    aus den Mitteln zu I.a) tendiere ich GANZ stark zur Brennesselkonzentration. Mit dieser kann ich ich nach Herzenslust austoben. Daher würde mich sehr die Meinung derer interessieren, die da mehr drüber wissen.

    Aus I.b) werden alle aufgeführten Maßnahmen umgesetzt, da der Dachboden ein nutzbarer Raum werden soll und keine Kulisse für Horrorfilme (was er jetzt ist). Gleichzeitig verspreche ich mir von der zusätzlichen Schicht und der dazwischen enthaltenen Luftkammer eine Verbesserung der Dämmung.

    Punkt I.c) lasse ich so wie er jetzt ist. Die Sommersonne soll schön weiter in den Dachboden "ballern" und ihr Bestes geben. Jedes Larvenprotein, das dabei denaturiert, ist willkommen (falls da überhaupt etwas im Holz ist). Gleichzeitig hält dies den Dachboden pupstrocken.

    Die Eicheln aus Punkt I.d) würde ich gerne durch euren Meinungsfilter jagen. Nicht dass ich mehr Schaden anrichte nach dem Motto Die Geister die ich Rief.

    Ich danke jetzt schon für eure Antworten.

    Beste Grüße
     
  13. #12 Holzwurm50189, 10.03.2020
    Holzwurm50189

    Holzwurm50189 Erfahrener Benutzer

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    Dieser Beitrag ist besser als jede Karnevalssitzung. Holzwurmtod ist bekämpfend, allerdings wirkt der nicht innerhalb von Minuten oder Stunden. Meistens sind das häutungshemmer, der den Kameraden am verpuppen/häuten hindert. Deswegen sind diese Mittel heute nicht mehr so gefährlich für Mensch und Wirbeltiere, wie früher. Chemie würde ich trotzdem nach wie vor nur in geringem Umfang einsetzen. Soviel wie nötig, so wenig wie möglich. Die Irre Idee, den Dachstuhl aufzuheizen ist auf diese Art und Weise völliger Blödsinn, es geht auch garnicht. In einer Hitzekammer wird auf KERNtemperatur oberhalb 55° aufgeheizt und mindestens 1/2 Stunde gehalten. Da kannst du 100 Scheinwerfer reinstellen und das Dach abdecken, NIEMALS wirst du 55° Kerntemperatur erreichen. Folie als "Zaun" für Holzwürmer ... geht auch nicht.
     
Thema: Dachbalken rundum - Holzwurm, Isolierung, Verkleidung etc.
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