Breite Hauseingangstreppe inklusive Podest (und ggf. Brüstung) selber bauen

Diskutiere Breite Hauseingangstreppe inklusive Podest (und ggf. Brüstung) selber bauen im Treppen Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo Community, wir haben vor, eine Hauseingangstreppe selber zu bauen. Dabei wollen wir Schalungssteine als "Skelett", verdichtetes Erdreich...

  1. #1 JimmyGlitchy, 01.05.2019
    JimmyGlitchy

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    Hallo Community,

    wir haben vor, eine Hauseingangstreppe selber zu bauen. Dabei wollen wir Schalungssteine als "Skelett", verdichtetes Erdreich (wahrscheinlich irgendein Kiess-Gemisch) als "Körper" und schließlich bewehrten Beton für die Treppe selbst und für die Füllung der Schalungssteine einsetzen. Das ganze soll voraussichtlich auf einem Kiess-Fundament stehen und nicht an das Haus angebunden, also "freitragend" sein. Grund dafür ist, dass wir einen Neubau in Holzständer Bauweise gekauft haben. Zwar ist ein Betonkeller mit weißer Wanne darunter. Der ragt aber nur zu 90 cm aus dem Erdreich heraus und die Treppe wird diese Höhe überschreiten (siehe Maße weiter unten).

    Soviel erstmal zu dem Projekt. Angehängt sind ein paar kleine CAD Skizzen, damit man sich das besser vorstellen kann.

    Von den Maßen her soll das ganze 250 cm breit und insgesamt 152 cm hoch werden. Rückgerechnet liegen diesen Außenmaßen acht Stufen mit 19 cm Stufenhöhe und 25 cm Auftrittsbreite zu Grunde. Daraus ergibt sich eine bequeme Steigung von ~37,2 Grad. Das Podest selbst stellt die achte Stufe dar und soll entsprechend der Gesamtbreite eine Tiefe von 100 cm haben und eine Aussparung für ein Gitterrost mit Bodenwanne besitzen (Komplettmaß: 60x40x7,5 cm).

    Nun haben wir so etwas noch nie gemacht, was prinzipiell erstmal dafür spricht, es von einem beauftragten Unternehmen herstellen zu lassen. Frei nach dem Motto: "Je weniger man selber macht, desto weniger macht man auch falsch". Ich bin handwerklich aber nicht unbegabt und wir haben bereits sehr viel in Eigenleistung gemacht, um einfach Kosten zu sparen. So ein Neubau ist ja nicht mal eben aus der Portokasse bezahlt [​IMG]
    Daher kommen uns einige Fragen auf, bei denen der ein oder andere sicher ein paar nützliche Hinweise und Tipps parat hat:

    #1: Ist bei dieser Art des Treppenbaus ein Fundament tatsächlich notwendig bzw. empfehlenswert?
    Es geht nicht um die Frage, was ein Fundament für einen Sinn hat; das ist uns bewusst. Vielmehr dreht sich die Frage darum ob die Bauweise der Treppe nicht schon selbst als Fundament gezählt werden kann? Der gegossene Beton liegt ja quasi auf dem verdichteten Erdreich bzw. dem Kiess-Gemisch und seitlich auf den Schalungssteinen auf. Ist dann tatsächlich unter der Gesamtkonstruktion noch ein Schotter/Kiess Fundament notwendig?

    #2: Müssen Trennschichten eingearbeitet werden?
    Die Frage bezieht sich speziell auf die Stellen, wo die Betontreppe auf entsprechend andere Materialien stößt. Also sowohl zum Haus hin als auch unter dem Gesamtkonstrukt und unter der tatsächlichen Betontreppe. Müssen wir hier irgendwo gesondert absichern? Die Bewehrung des Betons muss natürlich mit entsprechendem Abstand zur Außenkante eingebracht werden. Die Stahlstreben sind also nicht die Ursache unserer Frage. Es geht mehr in die Richtung ob zwischen den einzelnen Materialien eine Art Schwitzschicht entstehen kann, wenn man es nicht speziell abdichtet. Spezielles Augenmerk liegt hierbei auf die Häuserwand, an die die Treppe angestellt wird.

    #3: Kann man eine Steinbrüstung nachträglich anbauen?
    Meine Frau findet Steinbrüstungen sehr schön, auch wenn sie ziemlich massig wirken. Man kann sie als Geländer nutzen, falls man die Treppe im Alter nur noch mit wackeligen Beinen nutzen kann. Außerdem bieten sie auch eine bequeme Sitzmöglichkeit für bspw ein kurzes Gespräch vor der Haustür oder für die Raucher unter unseren Besuchern. Sollte man so etwas gleich mit einplanen und in einem Rutsch realisieren oder kann man das auch bequem später nachholen? Wie funktioniert dann die Anbindung an die Treppe und wie "sicher" und statisch unbedenklich ist es dann, sich auf diese Brüstung zu setzen oder sich gegen zu lehnen?

    #4: Reicht es aus, die Schalungssteine links, rechts und hinten hoch zu mauern?
    Wir sind uns unsicher wegen der nicht unerheblichen Breite der Treppe. Reicht der verdichtete Untergrund aus, um die Treppe vollends zu tragen oder sollten hier vielleicht noch ein oder zwei Reihen Schalungssteine zusätzlich gesetzt werden?

    #5 Tipps für die Schalung der Aussparung für die Gitterrostwanne?
    Wir würden schlichtweg auf die fertige Schalung ein Trägerwerk schrauben, dass den Bereich beim Beton einlassen ausspart, in dem die Wanne eingelassen werden soll. Macht das Sinn oder sollte man die Wanne in den Beton direkt mit einarbeiten, so dass sie fest miteinander verbunden sind? Muss es überhaupt eine Wanne sein oder kann man beim Herstellen einer "Schalungsaussparung" einfach direkt eine Art Zargenbänder mit in den Beton einarbeiten, die dann später den Gitterrost tragen?

    Wir sind auch sonst für jeden Hinweis und konstruktive Kritik offen..
    Vielen Dank im Voraus an alle potentiellen Ratgeber.
     

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  3. pinne

    pinne Erfahrener Benutzer

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    Ein Fundament - frostsicher - ist sicherer für die nächsten30 Jahre ; auch bei Klimawandel ! Beide Seiten miteinander verbinden !?
    19 cm Stufen sind sehr anstrengend , 16 gut läufig ! https://www.heimwerker.de/treppe-berechnen/
    Für das Rost 80 x 60 braucht es einen Abfluß !

    Andere geben sicher weitere Ideen .
     
  4. #3 JimmyGlitchy, 02.05.2019
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    JimmyGlitchy Neuer Benutzer

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    Vielen Dank für deinen Beitrag.

    Also reicht die verfüllte Konstruktion nicht aus um quasi als Fundament zu dienen? Wie geschrieben, planen wir aktuell ja mit einer Aushebung und Verfüllung unterhalb dem oben zu sehenden Konstrukt. Wollte hier nur fragen ob das eben tatsächlich notwendig ist oder wir am Ende zwei Fundamente aufeinander setzen, auf denen dann die Treppe liegt.

    Du meinst also eine zusätzliche Reihe Schalungssteine parallel zu der Reihe, die als "Rückwand" dient? Wahrscheinlich um einen Teil der nach außen drückenden Last der verdichteten Erde bzw. Des Kiesses abzufangen?

    Wir haben aktuell eine Selbst gebaute Holzwangentreppe als Bautreppe und eine Fertigteiltreppe 2x 1/4 gewendelt in den Keller mit ähnlichen Steigungen. Wir finden das sehr bequem. 16 cm erwcheint mir doch recht wenig. Müssten wir mal im Baumarkt die ausgestellte Treppen testen und messen. Aktuell bleibt die Planung bei 19 cm. Aber danke für den Hinweis.

    Daran haben wir auch kurz gedacht aber das ganze wird später überdacht, daher verzichten wir auf den Abfluss. Wenns tatsächlich bis dahin mal voll laufen sollte, wirds mit dem Nassauger abgesaugt.
     
  5. #4 Gerold77, 02.05.2019
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    Eine simple, durchgehende Bohrung tut's auch ;)
     
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  6. Maggy

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    Bei unseren Nachbarn würde es so ähnlich gemacht. Nur haben die die Stufen nicht gegossen sondern fertig gekauft. Die gibt es ja in versch. Längen. Somit wurden die Stufen mit 50 cm Versagt gelegt. Gar nicht so verkehrt. Und rechts und links, die Einfassung praktisch würde mit so was wie Blumenkübel, also offenen Steinen, gemauert.

    Vorteil, man ist flotter fertig.
    Nachteil, die Dinger sind Sauschwer.

    Und @pinne hat Recht. Überdenke die Höhe nochmal. Die fertigen Stufen sind 16 cm, das ist Ideal, vor allem für Kinder, ältere Leute (und das geht flotter als man denkt) und für Frauen.

    Wir haben nur 2 Galoppstufen von knapp 20 cm. Als Frau + älter, schrecklich für mich. Wenn es die Finanzen zulassen wird das dieses Jahr in 3 Stufen geändert.... (die weißen Fliesen find ich nach 30 Jahren eh nimmer schön).
     
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  7. #6 JimmyGlitchy, 02.05.2019
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    Vielen Dank für deine Anregung.
    Das mit den Pflanzsteinen - ich nehme mal an, du beziehst dich mit "Einfassung" auf die Brüstung links und rechts von der eigentlichen Treppe - ist tatsächlich auch in einer unserer Überlegungen aufgekommen. Vor allem würde sich der finanzielle Aufwand zum jetzigen Zeitpunkt etwas mindern, wenn wir erstmal "nur" die Treppe fertig machen. Aber auch hier stellte sich uns die Frage, wie man diese aufgestapelte Mauer aus Pflanzsteinen an die Treppe bzw. in diesem Fall an die ausgegossenen Schalungssteine anbindet. Nur weil die Teile schwer sind, heißt das ja nicht, dass die ganze Mauer nicht umfallen könnte. Bohrungen in die Schalungssteine und in eine der Außenwände der Pflanzssteine, dann verdübeln und mit Unterlegscheibe vom Inneren der Pflanssteine festschrauben? Kleben?

    Wir werden das beim nächsten Baumarkt Besuch mal bei den ausgestellten Treppen testen und messen. Unsere Treppen bisher haben aber die 19 cm und wir sind eigentlich zufrieden damit. Aber das muss ja nicht heißen, dass es nicht noch bequemer geht ^^
     
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  8. #7 JimmyGlitchy, 02.05.2019
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    Absolut aber wir werden es dennoch geschlossen lassen, da das ganze am Ende überdacht sein soll. Das bisschen Tropfwasser von den Schuhen bei Schnee und Regenwetter verflüchtigt sich von allein oder wird halt im Notfall abgesaugt. Danke für deine preisgünstige Anregung ;)
     
  9. Maggy

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    Ich frag mal ob ich Foto machen darf. Nur ist am WE schlechtes Wetter abgesagt, da sieht man sich nicht so häufig.... Ich frag auch mal wie die das befestigt haben. Die hatten einen entscheidenden Vorteil....unten drunter war schon eine Treppe...steil wie eine Hühnerleiter und nur ca. 80 cm breit. Das Haus wurde vom jetzigen Besitzer vor 3 Jahren erworben, danach einiges geändert.
     
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  10. #9 JimmyGlitchy, 02.05.2019
    JimmyGlitchy

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    Also wenn dir das nichts aus macht, wären Tips von jemandem, der das so in der Art schon mal gemacht hat, natürlich Gold wert.
    Bei uns hats keine Eile, da die Bautreppe noch steht. Danke im Voraus, sehr freundlich von dir :)
     
  11. #10 woodworker, 17.06.2019
    Zuletzt bearbeitet: 17.06.2019
    woodworker

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    Steighöhe 19cm...
    Normale Steighöhe sind so 15, 16 cm

    Mit "Stein" habe ich nichts am Hut, aber eine Treppe aus Eiche habe ich mal gebaut. Für solche Sachen nutze ich ich eine Treppenspinne.
    Die gibt die Maße vor, die ich dann auf Papier bringe.
     
  12. Maggy

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    Aber ich glaube noch besser, genauer, kann man mit der Treppenlehre von Windkraft arbeiten.
    Hab gerade ein Video gesehen.
    Aber 6 Stunden für 15 Stufen wären schon eine stramme Leistung.

    Jedenfalls dolle Dinger.
    Brauchen wir Gott sei Dank nicht mehr.

    16 cm haben die kann Betonstufen.
     
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