Boden im Obergeschoss erneuern

Diskutiere Boden im Obergeschoss erneuern im Bodenbeläge Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo zusammen, ich möchte bei meiner Verwandtschaft das Obergeschoss erneuern. Die Wohnung war ca. 20 Jahre vermietet und wurde nun frei und...

  1. Neos2c

    Neos2c Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich möchte bei meiner Verwandtschaft das Obergeschoss erneuern. Die Wohnung war ca. 20 Jahre vermietet und wurde nun frei und soll jetzt nicht mehr vermietet sondern selber genutzt werden. In den Jahren wurde eigentlich nichts renoviert bzw. war auch nicht großartig nötig. Jetzt soll aber der Boden raus, da der doch arg abgenutzt ist (Teppichboden).

    Den Teppichboden habe ich schon mal rausgeworfen. Der war teilweise geklebt und teilweise an den Rändern auch genagelt.Unter dem Teppichboden kamen Holzdielen zum Vorschein die jedoch schon deutliche Höhenunterschiede und breite Zwischenräume aufweisen. Zudem ist kaum Platz zum Mauerwerk vorhanden. Den zu begradigen wäre wohl kaum möglich und wenn dann nur mit einem erheblichen Aufwand. Diese Holzdielen kommen also raus. Ich hab ein kleines Brett mal entfernt um zu sehen wie es darunter aussieht. Die Holzdielen sind auf Deckenbalken genagelt. Die Zwischenräume der Deckenbalken sind komplett mit Kies ausgefüllt.

    Es sollen OSB-Platten verlegt werden, auf den dann der zukünftige Bodenbelag verlegt wird (Parkett, Vinyl, etc.).

    Ich werde nun demnächst die ganzen Holzdielen entfernen. Anschließend werde ich prüfen ob die Deckenbalken alle gerade und gleich hoch sind. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Deckenbalken nicht alle gerade sein werden.
    Ich werde also mit ziemlicher Sicherheit die Decke begradigen müssen. Wie stelle ich das am besten an?

    1. Auf die Balken entsprechende Ausgleichsstücke schrauben? Stell ich mir aber irgendwie schwierig vor wenn es jetzt "nur" ca. 5mm sind. Denke mal Kork ist nicht unbedingt dafür geeignet oder?

    2. Oder wäre es besser bzw. einfacher den ganzen Boden mit Kies (also auch über die Balken) aufzuschütten und dann das Kiesbett begradigen? Viel Kies ist ja nicht mehr nötig, da die Zwischenräume der Balken eh schon gefüllt sind. Darauf werden die OSB-Platten dann halt schwimmend verlegt.
    Nach weiterem Überlegen bin ich davon jedoch abgekommen, da dann das ganze Gewicht ja nicht mehr von den Balken getragen wird sondern auf die Decke einwirkt.

    Dann noch die Frage ob ich nach dem entfernen der Holzdielen nur die Deckenbalken betreten darf oder auch die Kiesdämmung betreten werden darf. Die hat ja auch ein ziemliches Gewicht.

    Wie bekomme ich am besten die genagelten Holzdielen entfernt? Welches Werkzeug nehm ich am besten?

    Danke schon einmal für eure Tipps.

    Hier noch Bilder:
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  3. pinne

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    Statt der Spanplatten , schauen sie sich auch einmal "Trockenestrich" -Prospekte durch . Nur ein Tipp .
    Aufbauhinweise für ihre Idee ,geben sonst die Spezialisten im Forum .
     
  4. Neos2c

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    Kann den Trockenestrich auch auf Balken verlegt werden? Das Gewicht müssen ja schon die Balken tragen.
     
  5. #4 Qwertzuiop2, 10.11.2016
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    Ausgleichschüttung und Gipsfaser-Estrichplatten schwimmend verlegt (werden miteinander verklebt).
    Darauf kann man sogar ohne Probleme fliesen.
     
  6. #5 Schnulli, 10.11.2016
    Zuletzt bearbeitet: 10.11.2016
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    Hallo,

    zugegeben, die Kiesverfüllung irritiert mich und aus reiner Angst, dass die darunterliegende Decke runterkommen könnte, würde ich diese nun rausschippen :D

    Die "Quick 'n Dirty-Lösung": Alles so lassen und die Estrichelemente oder Spanplatten direkt auf die vorhanden Dielen verlegen. Alternativ, wenn es uneben ist: Ausgleich mit Trockenschüttung über die Dielen und darauf dann OSB-Platten.
    Nachteil: das geht zu Lasten der Raumhöhe und macht evtl. eine Stolperkante zum nächsten Raum hin.

    Die aufwändigere Lösung: Dielen (und ggf. den Kies) raus. Wenn die Balken über die Fläche eher uneben sind dann an den Deckenbalken seitlich Bohlen bzw. breitere Bretter oder Latten anschrauben, welche über die gesamte Raumfläche in Waage neu ausgerichtet werden (mit Richtscheit den "höchsten Punkt" der Balken suchen und dort beginnen). Die Bohlen sind dann die neue Auflagefläche für neue Dielen oder dicke OSB-Platten. Zwischenraum mit einer Dämmschüttung wieder auffüllen.

    Estrichelemente kannst du nicht direkt auf eine Balkenlage drauflegen, die müssen vollflächig aufliegen. Daher müssen immer erst Dielen oder Spanplatten drunter.

    Gruß
    Thomas
     
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  7. #6 Qwertzuiop2, 10.11.2016
    Qwertzuiop2

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  8. Neos2c

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    Danke schon mal für die Antworten. Also die Kiesfüllung ist da sicher schon 25 Jahre drinnen. Die darunterliegende Decke sollte also nicht runterkommen.

    Da die vorhandenen Dielen ziemlich knarzen würde ich die eigentlich schon lieber rauswerfen. Zudem sind sie auch etwas verzogen und
    außerdem hab ich ja schon welche rausgerissen ;-). Ich werde dann mal schauen ob und welche Balken uneben sind. Auf die schnelle meinte ich,
    dass der äußerste Balken etwas tiefer liegt. Wie viel Unebenheit ist denn noch tolerierbar? Wenn jetzt ein Balken ca. 5mm tiefer liegt, soll der ausgeglichen werden oder fällt das im Endeffekt nicht auf? Oder kann man da auch eine Korkschicht zwischenlegen?
     
  9. Maggy

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    Man kann evtl auch hobeln?
    Und das die Decke jetzt 25 Jahre hält heißt nicht auch weiterhin ..
    Jetzt ist die Gelegenheit. Ich würde es auch nicht da haben wollen. Wofür soll das gut sein?
     
  10. Neos2c

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    Ich denke mal das es zur Dämmung und gegen den Trittschall gedacht ist. Hatte ja damals auch einen Grund
    warum das so gemacht wurde.
     
  11. Maggy

    Maggy Erfahrener Benutzer

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    Trittschall und Dämmung da sind wir in 2016 aber auch schon bisschen weiter, gell? :)
     
  12. Neos2c

    Neos2c Neuer Benutzer

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    Schon klar..aber es stört doch nicht. Warum also die Arbeit machen und das alles rauswerfen?
    Ich werde mal schauen was sich unter dem Kies befindet.
     
  13. pinne

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    siehe folgendes :
     
  14. pinne

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    Trockener Seesand oder fein gemahlener Schotter wurden früher , nach dem annageln der Schilfmatten als Putzträger , von oben eingebaut gegen Schall und zur indirekten Kältedämmung . Also lassen sie das ruhen in der Fläche .

    Außer wie in #5 en detail beschrieben : an den Balken etwas freilegen um 20 x 100 [mm]Bretter einzubauen , damit in beiden Richtungen ein waagerechtes Lager entsteht - wieder zuschütten!
    Darauf dann die stabilen OSB versetzt aufschrauben .
    darunter ist die Bretterlage mit den Rohrmatten und dem Deckenverputz .
     
  15. Neos2c

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    So..hab gestern noch geschaut. Der Kies liegt auf einer Bretterlage auf die von den Balken getragen werden.
    Liegt also nicht direkt auf der Decke auf.
     
  16. pinne

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    Dann war es die bessere, aufwändigere Lösung .
     
  17. Neos2c

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    Mal ne Frage..was für eine Dicke sollten die OSB-Platten denn haben? Balkenabstand müssten so ca. 70cm sein.
    Bei uns in der Baywa haben sie nur OSB-Platten bis 22mm.
     
  18. #17 Schnulli, 16.11.2016
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    22er OSB ist eigentlich ausreichend. Die Zwischenräume kannst du ggf. noch balkenbündig mit einer Trockenschüttung auffüllen.
    Das Biegeverhalten kannst du auch live im Baumarkt mit Kanthölzern und der darüberliegenden Platte im Gang testen. Sieht für Umstehende zwar albern aus aber es hilft :D
     
  19. Neos2c

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    OK, die Zwischenräume sind ja ohnehin schon Balkenbündig gefüllt. Dann sollte das schon passen.
     
  20. kbup

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    Besser nicht "balkenbündig"! Die Bretter, auf denen die Schüttung liegt, sind i.d.R. nicht tragfähig; d.h. sie dürfen nicht zusätzlich belastet werden. Der Bodenaufbau darf sich ausschließlich auf die Balken abstützen. Sonst kommt dir die Decke irgendwann 'runter.
     
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  21. #20 selfmademan, 26.11.2016
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    Richtig.
    Anders wäre das schlescht.:)
    Es wäre immer noch darüber nachzudenken ob man Malerflies auslegt gegen Knarren und dann die OSB Platten verlegt.
     
Thema: Boden im Obergeschoss erneuern
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