Betonmöbel verkaufen

Dieses Thema im Forum "Möbel und Möbelbau" wurde erstellt von Zementi, 26.03.2016.

  1. #1 Zementi, 26.03.2016
    Zementi

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    Hallo,
    habe vor einem Jahr angefangen dinge aus Beton zu fertigen, was in meinem Bekanntenkreis gut angekommen ist. Deswegen die überlegung die Produkte zum Verkauf anzubieten.
    Jetzt die Frage da ich online nichts gefunden habe.
    Kennt sich jemand aus wie da die Sachlage ist?
    -bei Holzmöbel braucht man einen Schreinermeister bei Betonmöbel (holz,beton) brauch ich?
    -sollte eine art Manufaktur sein
    -wie sieht es mit der Haftung aus

    Vielleicht kann mir jemand Helfen
    Gruß Marius
     

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  3. Maggy

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  4. #3 Schnulli, 26.03.2016
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    Hallo,

    dann müsste ja jeder "Künstler", der z.B. irgendwelche Stühle herstellt, auch ein Schreiner sein.
    Prinzipiell darfst du irgendwelche Möbel herstellen und anbieten. Aber z.B. nicht auf Bestellung oder nach Aufmaß beim Kunde. Dann bist du nämlich Schreiner und kein Künstler ;) Genauere Infos gibts dann beim Gewerbeamt und deiner HWK.
    Wie das allerdings in Bezug auf Beton aussieht?

    Gruß
    Thomas
     
  5. #4 Zementi, 26.03.2016
    Zementi

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    Hallo,
    also der Hocker wiegt nur rund 30 kg und das Seil ist keine Zierde sondern wird zum tragen benötigt. Der Hocker ist innen Natürlich nicht massiv mit Beton gefüllt.
    Wie läuft das dann ab wenn ich mich selbstständig machen möchte als nebengewerbe?
    Haftung,Garantie,Rückgabe
    Was muss ich da beachten?
    Danke
    MfG Marius
     
  6. #5 Zementi, 26.03.2016
    Zementi

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    @Schnulli
    Ja im bezug auf Beton findet man leider sehr wenig wie das mit dem verkauf läuft.
    Was mich noch interessieren würde,
    setzen wir mal den fall das Seil am Hocker reißt beim Kunden ab und sein großer zeh ist ab. Wie sieht das ganze dann aus? Wenn der Hocker als zb. Nutzung auf eigene Gefahr verkauft wird?
    Viele offene Fragen
     
  7. #6 WerkenStattReden, 26.03.2016
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    1. Bei der Handwerkskammer anrufen und erläutern, was Du machen willst und einige Bilder dazu parat haben. Dort wirst Du Auskunft bekommen, ob a) eine Eintragung in die Handwerksrolle notwendig ist und b) ob Du einen Meister (-titel oder angestellt) brauchst.

    2. Zu "Haftung,Garantie,Rückgabe" das BGB lesen, da steht alles drin.

    3. Scih über Betriebshaftpflichtversicherungen schlau machen.
     
  8. #7 Zementi, 26.03.2016
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    Hier noch ein neues Produkt von mir das ich auch gerne Anbieter würde.
     

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  9. #8 WerkenStattReden, 26.03.2016
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    Du kannst Dir diese Frage ganz leicht selbst beantworten. Wechsel den Blickwinkel und überlege, was wäre, wenn du Kunde eines Unternehmens wärst, das Betonmöbel verkauft mit Seilgriffen, welche die Belastung nicht aushalten (sprich einen Fehler im Produktdesign oder im Material oder in der Verarbeitung aufweisen). Dann fällt Dir so ein Ding auf den großen Zeh und zermatscht ihn. Würdest Du das einfach akzeptieren oder würdest Du dich wehren? Und falls Du es still akzeptieren würdest, würde das auch jeder in Deinem Bekanntenkreis tun?

    Und schon hast Du die Antwort ;-)

    P.S.: Zur Frage des Verkaufs zur "Nutzung auf eigene Gefahr" hilft die BGB-Lektüre.
     
  10. Maggy

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    Uah, der Tisch mit den schmalen Platten als Füße? Da hätte ich Angst der könnte mal in eine Richtung kippen und dann steht da oben ein teures Gerät drauf....

    Ich hab grad mal die AGBs von meinen Bekannten überflogen. Die gehen aber auf solche Dinge wie Verletzungen nicht ein. Das wäre doch dann aber auch bei JEDEM Teil das man kauft. Mir fällt ein Bügeleisen aus der Hand, ich verbrenne mich und der Zeh bricht.... kann ich da den HERSTELLER für Verantwortlich machen?

    Gewerbe anmelden ist in 30 Minuten und ca. 11 € (bei uns) erledigt. Auf dem Gewerbeamt.
     
  11. #10 Zementi, 26.03.2016
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    Klar in erster Linie schaue ich natürlich dass alles sicher ist und nichts reißen oder kippen kann.
    Aber theoretisch kann man es ja nie garantieren zb. die Kunden stellen den Hocker im Außenbereich auf und die Schellen sind nach 5 Jahren verrostet und deshalb reißt dann das Seil ab. Ich kenne das halt aus dem Elektrobereich wo zb der Personenschutzschalter in regelmäßigen Abständen getestet werden muss. So zb beim Hocker, dass das Seil zb Wöchentlich auf festen Sitz geprüft werden muss.
    Bzw gibt es ein abnahme verfahren für so etwas? Prüfzeichen oder ähnliches sind ja bestimmt unbezahlbar

    Hier noch die Befestigung der Tischplatte durchgehende Schrauben und 4 Winkel pro Fuß. Aber zum Endverkauf würde ich wahrscheinlich noch eine sträbe einbauen ist ja nur ein Prototyp
     

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  12. Maggy

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    Die Platte selbst liegt aber lose auf? Warum hast Du diese nicht gesichert? Oder sind die Schrauben da so klein, daß ich die nicht sehe?
    Und was bedeutet die runde Aussparung in der Platte, an der Seite?

    Also Draußenmöbel aus Beton sind ok, im Haus möchte ich die nicht haben. Gilt jetzt nur für mich.Man muß einen Tisch ja mal verrücken, da brauchste dann immer zumindest noch einen bei. Sei es zum Putzen, Staub saugen oder ähnlichem.
     
  13. #12 Zementi, 26.03.2016
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    Also die Platte ist mit 5x30 er Schrauben gesichert ,
    der Schreibtisch lässt sich Problemlos zu 2 nachstellen was für mich kein Problem darstellt. Also Beton im Wohnbereich ist zur Zeit total angesagt. Klar sind keine Ikea Möbel die leicht wie eine Feder sind aber Geschmäcker sind ja verschieden.
    In den Aussparungen sind 10er Gewindestangen mit denen ich die Balken erst verleimt und dann zusammengezogen habe. Da ich den rustikalen stil mag wurden die Löcher auch nicht verschlossen
     
  14. #13 Bankknecht, 26.03.2016
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    Die Befestigung der Tischplatte wird nicht halten weil bei der Konstruktion das Quellen und Schwinden vom Holz nicht berücksichtigt wurde.
    Die Gewindestangen lassen dem Holz keine Möglichkeit zu quellen also wird es schüsseln, d.h. sich nach oben oder unten wölben.
    Das entfernen der Gewindestangen wird das Schüsseln verhindern aber die 5x30 Schrauben werden sich dann durch das quellen und schwinden lösen.
    Die Konstruktion muss so geändert werden das dem Holz das Arbeiten ermöglicht wird, Tischler befestigen Tischplatten deshalb mit Gratleisten oder Nutklötzen.
     
  15. #14 WerkenStattReden, 26.03.2016
    Zuletzt bearbeitet: 26.03.2016
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    Bitte versteh das jetzt nicht falsch, ich meine das jetzt nicht böse, sondern will dir helfen. Denn ich finde, die Idee hat durchaus Potenzial.

    Man kann beim Thema Haftung drumherum reden wie man will. Und man mag das alles ganz furchtbar ungerecht finden, weil man doch so dolle Produkte hat. Fakt ist aber nun mal die Gesetzeslage. Und dort ist die Gewährleistung (= Mängelhaftung) klar geregelt. Da gibt es Fristen und Gründe.

    Wenn dir das Bügeleisen aus der Hand fällt, weil Du zu schusselig bist und Du dir dann den kleinen Zeh verbrennst, dann bist Du selber schuld, da kann ja der Hersteller nix für. Wenn Dir das Bügeleisen aus der Hand fällt, weil z. B. der Griff aufgrund falscher Konstruktion abbricht oder weil z. B. das verwendete Material falsch oder schlecht war oder weil z. B. ein konstruktiver Mangel vorlag, dann muss der Hersteller einstehen entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen und der Rechtsprechung. Gegen den finanziellen Schaden kann sich der Hersteller mit Sorgfalt und mit einer Versicherung absichern.

    Gewerbe angemeldet am Amt ist schnell. Tatsächlich gehört aber einiges mehr dazu: Finanzamt, Kammern, Berufsgenossenschaften.

    Nochmal, bitte nicht falsch verstehen: Mir scheint es momentan noch eine spontane, romantische und etwas blauäugige Idee zu sein. Mach dich schlau, frage Experten, besuche einen Gründerkurs (kostenlos oder für kleines Geld bei den Kammern). Und dann mach dir einen Plan - aber keinen, der mit deinen Produkten zu tun hat, sondern einen betriebswirtschaftlichen für dein Unternehmen. Nimm das nicht auf die leichte Schulter. Ich habe schon mehr als eine gute Idee den Bach runtergehen sehen, weil nicht über Verkauf und Marketing nachgedacht wurde, Beschaffung und Absatzlogistik nicht durchdacht waren, die Sache mit dem Finanzamt auf die leichte Schulter genommen wurde und irgendwann im dritten Jahr bei der ersten großen Steuernachzahlung die große Geldlücke aufgetaucht ist.
     
  16. #15 Zementi, 26.03.2016
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    erstmal vorweg, bin sehr offen für Kritik da ich weiß dass es noch sehr viel Potential nach oben gibt bei den Produkten und ich aus einer ganz anderen Branche komme.

    @Bankknecht da hast du vollkommen recht das hat mein Vater mir auch schon beim Bau geraten, da ich gerne schnell und einfach Baue umging ich den Schritt obwohl ich Werkzeug zum ausfräsen gehabt hätte. Klar ist bei der nächsten Tischplatte werde ich anders vorgehen. Wobei ich sagen muss der Tisch hat sich bis jetzt nur leicht verzogen das Holz war aber auch schon lange im Trockenen aber klar bei 24 grad Raumtemperatur sieht das schon anders aus.
    Würde es was Helfen das Holz erst bei Raumtemperatur zu lagern und dann zu Bearbeiten (Hobeln usw.)??

    @WerkenStattReden
    Ja da hast du Vollkommen recht, würde auch gerne schon aufgeben wenn ich nicht Ideen hätte die es noch nicht gibt und ich davon überzeugt bin mit der richtigen Strategie die Produkte an den Kunden zu bringen.
    Ich muss mich wirklich mit Leuten aus der Branche unterhalten.
    Außerdem soll es ja nur nebenbei sein da die Produktion eher aufwendig ist und ich Hauptberuflich schon gut abgesichert bin.
    Es sollen eher Exclusive (Beton in verbindung mit Edelhölzern) Einzelstücke werden (zb Tische,Hocker..).
    Danke für die Hilfe.
     
  17. #16 Bankknecht, 26.03.2016
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  18. #17 WerkenStattReden, 26.03.2016
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    Kommt drauf an, was Du mit "Branche" meinst ;-)

    Erstmal würde ich mit jemandem reden, der sich mit Unternehmensgründung und Unternehmersein auskennt. "Nebenberuflich" ist übrigens nur eine Spezifikation, die dich persönlich interessiert, aber ansonsten niemanden, weder Kunden noch Ämter noch Konkurrenten.

    Dawanda ist alles andere als ein Selbstläufer, by the way.
     
  19. #18 Bankknecht, 26.03.2016
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    Was heiß by the way?
     
  20. Maggy

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    Gestern war in unserer Region Sauwetter. Den ganzen Tag. Also was tun? Glotze. Ich hab dann so ein bisschen hin und her gezappt und irgendwo lief eine Sendung über Manufakturen in Deutschland. http://www.swr.de/geschichte/handwe...54/did=15299084/nid=100754/1f7tv6t/index.html

    Schuhmacher für handgefertigte Schuhe, Porzellan, Uhren, Kalender und ich weiß nicht mehr was alles dabei war. Alle diese Leute haben einmal ganz klein angefangen und haben ihr Hobby zum Beruf gemacht. D. h. alle diese Leute stehen morgens auf und gehen GERNE zur Arbeit. Also ich für meinen Teil kann das für mich nicht immer sagen.

    Ich finde man darf oder soll auch ruhig Ideen haben. Darf dabei das rum herum natürlich nicht aus den Augen verlieren. Aber da gibts auch so besondere Formen der Selbstständigkeit. Eine davon ist soweit ich mich erinnere "wenn die Umsätze im Jahr unter 25.000 € liegen wird man von der Mwst. befreit".

    Ich kann mir jetzt auch nicht vorstellen, daß man im Zusammenhang mit einem Produkt für alles in Haftung genommen werden kann. Ich denke grad an diese Beton-Grillstationen im Garten. Da gibts dann ne Gewährleistung von 2-3 Jahren und wenn das Ding danach zusammen bricht hat man vermutlich Pech gehabt. - Die Hersteller ziehen sich bei der Gewährleistung oft auch aus der Affaire mit Preisaufschlägen "wenn man 20 € mehr bezahlt, dann ist die Gewährleistung 3 Jahre, sonst nur 1 Jahr" - oder so ähnlich. Und die meisten sind ja Schnäppchenjäger, und bei 20 € mehr ist es kein Schnäppchen mehr, also lassen die das.
    Oder man denke an die "Garantie gegen Durchrosten"bei Autos. Lachhaft. Macht kein Mensch!
     
  21. #20 WerkenStattReden, 27.03.2016
    Zuletzt bearbeitet: 27.03.2016
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    Maggy, natürlich ist es so, dass jeder mal klein anfängt. Und wie gesagt, niemand will irgendjemanden davon abhalten. Ich zuallerletzt, da ich selbst seit 12 Jahren selbständig bin und gerade ein neues Unternehmen aufbaue, das sich auch mit der Herstellung und dem Verkauf von Dingen beschäftigt. Glaub mir, das ist viel mehr als nur etwas Beton zu gießen und Bretter aufzuhübschen.

    Man sollte sich beim Gründen nicht unnötig oft ins Knie schießen. Gelegenheiten dazu gibt es viele.

    Und deshalb gehört es nun einmal dazu, die Rahmenbedingungen zu kennen. Und da hilft es nun mal nichts, man muss sich damit auseinandersetzen. Und zwar fundiert. Und es ist nun mal auch so, dass es selten allgemein gültige Antworten gibt, da Situationen unterschiedlich sind. Und es ist nun mal Bestandteil des Spiels "ich baue mir mein eigenes Unternehmen", sich mit allen Facetten auseinanderzusetzen. Das macht übrigens sogar Spaß, wenn man der Typ dazu ist - wenn nicht, lässt man es besser oder sucht sich einen Mitunternehmer, der den administrativen Part abdeckt. Gute Selbständige bzw. Unternehmer gehen zwar Risiken ein, aber nur kalkulierte.

    Nein, es gibt keine "besonderen Formen der Selbständigkeit" für solche Fälle. Es gibt Selbständigkeit mit unterschiedlichsten Gestaltungsmöglichkeiten, z. B Rechtsformen mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen, die gut überlegt sein wollen, z. B. hinsichtlich Steuer und Haftung. Was dort gemeint war, ist vermutlich die steuerliche Möglichkeit, sich unterhalb eines bestimmten Jahresumsatzes (17.500 € in Deutschland) von der USt befreien zu lassen (sogenannte Kleinunternehmer-Regelung).

    Aber dieser Tipp kann sich in seiner Schlichtheit als absolut kontraproduktiv herausstellen insbesondere für ein Geschäft, das Ausgaben und Investitionen hat. Denn er macht a) alle Ausgaben auf den Schlag um 19 % (in Deutschland) teurer, was finanziert werden muss. Er verleitet b) dazu, 19 % zu billig zu verkaufen, was man bitter büßen muss, wenn man über die Umsatzgrenzen kommt und dann automatisch USt-pflichtig wird (denn entweder wird man dann auf den Schlag um 19 % teurer oder macht 19 % weniger Gewinn). Und man macht c) den Kauf für die weniger preissensiblen Firmenkunden uninteressanter, da diese dann keine USt ziehen können und somit auch 19 % mehr bezahlen, als sie ansonsten müssten. Ein enormer Preisnachteil gegenüber der Konkurrenz.

    Ähnlich ist es mit der Haftung und manch anderen Faktoren. Gesetze kennen und verstehen, das ist der Weg. Die beiden besten Freunde eines Unternehmensgründers sind sein (guter) Steuerberater und ein konstruktiv-kritischer Vertrauter. Verkürzte Tipps und meinungsorientierte Diskussionen in Foren führen bei solchen Dingen in die Irre. Deshalb nochmal der gut gemeinte Tipp an @Zementi: Kümmere dich im nächsten (!) Schritt um ein gutes Existenzgründerseminar (z. B. bei der IHK). Das bringt Sicherheit und ist die Basis für einen guten Plan. Und da Du ja nebenher gründest - immer ein guter Weg -, hast Du die Zeit dafür schon.
     
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