Beton

Diskutiere Beton im Estrich, Mauer und Putz Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo Ich habe mal ein paar Gedanken und Fragen zum Thema Beton. Wenn ich ein Haus in Flachbauweise baue. Muss dann das Streifenfundament...

  1. #1 permalab, 11.01.2020
    permalab

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    Hallo

    Ich habe mal ein paar Gedanken und Fragen zum Thema Beton.

    Wenn ich ein Haus in Flachbauweise baue. Muss dann das Streifenfundament zwangsläufig Stahlbewährung bekommen??

    Hat Beton mit einem groben Kries 0-32mm eine höhere Festigkeit als Beton mit 0-8 Kies?

    Je gröber das Korn desto besser bewährt ist doch der Beton. So stelle ich es mir zumindest vor.

    Und wenn kein Stahl im Beton ist, dann kann auch nichts rosten. Also sollte doch auch der Beton länger halten?

    Und welche Kieskorngröße nimmt man für ein 80cm tiefes Streifenfundament?

    Danke
     
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  3. Future

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    Solang das Streifenfundament komplett eben aufliegt ist das alles kein Problem, aber was ist, wennn der Erdboden an der einen Stelle etwas weicher ist oder sogar mal unterspült wird. Dann liegt dieser "Betonträger" plötzlich nur noch auf einigen Punkten auf und da kommt dann der Stahl ins Spiel, der die Zugkräfte in den umliegenden Beton ableitet und somit die frei schwebende Stelle entlastet. Udn genaju dafür ist ja das Fundament da - wenn der Boden schon 100%ig fest und stabil ist könnte man die Mauern ja auch direkt auf den blanken Erdboden mauern.

    Und zur Gesteinskörnung bei Beton: immer so groß wie es die Anwendung zulässt. Je größer die größten Kiesel im Gemisch, desto besser verkeilen sich die Kiesel. Muss man sich so vorstellen, dass ein gradere Riss von oben noch unten durch das Fundament gehen will. Wenn der nur aus Sandkörnern besteht kann der Riss grade nach unten durch laufen ohne jeden Widerstand. Mit großen Kieseln wird der potentielle Riss immer wieder unterbrochen und verliert so an Kraft.


    Das ist jetzt ein stark vereinfacht geschrieben, aber Diplomarbeiten über Stabilität von Beton sind nicht umsonst mehrere 100 Seiten lang ...
     
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  4. #3 Spaxoderwas, 11.01.2020
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    Hallo,
    es gibt Normen, wie Fundamente gebaut werden müssen und wie sie bewehrt werden.
    Gruß
     
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  5. Future

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    Aber in den Normen steht auch drin, wann und ob ein Streifenfundament eine Stahlbewehrung braucht. Es gibt ja durchaus Fundamente ohne Stahl. Nicht nur historische, auch heute macht man das noch. Je nach Bodenbeschaffenheit kann die Statikberechnung auch ergeben, dass ein etwas dickeres Streifenfundament ohne Stahl auskommt.
     
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  6. #5 omega2031, 11.01.2020
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    Ich glaube, ich habe für die Fundamente unseres alten Stalles 8-16er Kies genommen. Je nachdem, was das nächstgelegene Schotterwerk da hat.
     
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  7. eli

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    Ich behaupte mal das der Wink mit den Normen sich darauf bezog das eine einfache Antwort nicht mal so eben zu bekommen sein wird da sich das ganze ohne Fachwissen nicht mal eben machen lässt

    ist ja keine Wäschespinne die wir hier einpflanzen wollen
     
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  8. Future

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    Bis jetzt geht es ja wohl eher um ein Gedankenspiel. Ich denke nicht, dass man den TE jetzt wirklich darauf hinweisen muss, dass er nochmal in Ruhe in sich geht, bevor er sich morgen Spaten und Mischbottich schnappt und mal eben ein Haus mit unbewehrtem Streifenfundament auf Nachbars Wiese setzt.
     
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  9. Future

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    Eher 0/16er. Aus 8/16er kann man zwar theoretisch auch Beton machen, aber dann ist der Zementverbrauch extrem hoch und besser wird der Beton damit auch nicht.
     
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  10. #9 permalab, 11.01.2020
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    Erstemal danke für die vielen Antworten.

    Ich bin ja mit meinem Häuschen fertig. Donnoch interessiert mich das immer noch. Das Streifenfundament von meinem Flachbau (aus DDR Zeit) soll wohl ohne Amierung sein. Dafür sehr grober Kies. Bj 1976.
    Also ich vor zwei jahren ringsum geöffnet hatte zur Anbringung einer Vertikalsperrbahn, konnte ich keine Risse finden. Der Beton kam mir zudem so extrem hart vor.
    Ich weiss nicht ob es an dem dicken Kies lag. Denn besonders blau waren die abgestemmten Betonsplitter nicht.

    Ich war halt überrascht wie hart der Beton war. Nach Aussage meines Nachbarn sind alle Flachbauten der Anlage ohne Stahl aber mit sehr groben Kies.

    Gemauert wurde mit Vollziegel. Die Erde ist hier sehr Lehmig und fest. Graben teils mühselig. Nach ca 80cm kommen auch grobe Steine. Nach 100cm beginnt es felsig zu werden. Sie hatten den Beton einfach ohne Holzschalung in die Erde geschmissen. Auch nur ca 60cm tief. Aber es hält.
     
  11. Future

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    Der lehmige Boden ist wohl das Hauptkriterium. Hab ich bei mir hier auch - bei 2m Tiefe ist das Zeug so fest, dass man nur noch mit der Spitzhacke weiter kommt. Da hätte ich auch keinerlei Bedenken mit Minimalfundament zu bauen.
    Beton wir übrigens je nach Umgebungsbedingungen mit der Zeit immer fester. Wasser mit den darin gelösten Mineralien dringt in den Beton ein und die Mineralien stabilisieren den Beton. Grade im Rheinland findet man ja immer wieder alte Römermauern aus Beton, die dann ja rund 2000 Jahre alt sind. Die sind heute teilweise so hart, dass die bei der Besetigung Sprengen müssen weil die mit Presslufthämmern nicht durch kommen.
     
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  12. #11 omega2031, 11.01.2020
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    Ahja, 0-16er war's. Und aus Ungarn habe ich mir ebenfalls Betonschotter geholt, da waren größere Steine dabei, dürften 32er gewesen sein. Mir ist es egal was ich nehme, 16er oder 32er.
     
  13. #12 omega2031, 11.01.2020
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    Das Fundament unseres Hauses ist hart wie Fels. Das habe ich bemerkt, als ich das benachbarte Stallfundament freigelegt habe. Interessant, dass sich die Festigkeit eines Fundamentes verändern kann.
     
  14. xeno

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    Der Stahl ist im Beton luftdicht abgeschlossen und rostet daher im Normalfall nicht. Deswegen braucht der Baustahl ja auch keinen Rostschutz und sieht so ranzig aus :D
     
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