Antennenkabel fällt immer wieder aus - Ideen ?

Diskutiere Antennenkabel fällt immer wieder aus - Ideen ? im Elektroinstallation und Elektrotechnik Forum im Bereich Der Innenausbau; Moin, folgendes Problem. Ich habe im Wohnzimmer(Altbau Wohnung) ein Antennenausgang gehabt, diesen wollte ich in meinen Haustechnikraum aka...
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Zwei-Linke-Hände

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Moin,

folgendes Problem.
Ich habe im Wohnzimmer(Altbau Wohnung) ein Antennenausgang gehabt, diesen wollte ich in meinen Haustechnikraum aka Abstellkammer verlegen lassen und von dort aus die neuen Antennenanschlüsse im Wohnzimmer und Schlafzimmer zu versorgen.

Bei den Arbeiten dazu stellte der Elektriker fest das es kein eigenes Kabel für die Wohnung gibt sondern ich auch die beiden Stockwerke über mir damit versorge.
Der Elektriker hat daher einen Splitter(siehe Foto) verbaut.
Leider gibt es damit immer wieder Probleme, bereits am Freitag wo er verbaut wurde ist das Signal bei meinen beiden Nachbarn über mir ausgefallen. Der Elektriker hat dann nochmal daran rumgefummelt und dann ging es.
Er sagte mir aber auch direkt das die alte Zuleitung zu dünn sei, das lege an der einfachen Isolierung und daher passt das Kabel nicht richtig in den Splitter, hat Spiel und kann daher schnell ausfallen, wenn sich was bewegt und Adapter für alte(dünne) Kabel gibt es wohl nicht mehr.

Nun ist beim Nachbar gestern wieder das Signal ausgefallen, obwohl ich nicht an dem Kasten war, nicht einmal im Raum, daher dürfte sich da auch nichts bewegt haben.

Kann so nicht weiter gehen, da bin ich mit dem Nachbar einer Meinung, das ist ein älteres Ehepaar, die schauen tatsächlich noch normales TV und brauchen das Signal(mal davon ab das es auch kostet).

Die Frage ist jetzt was kann man da machen damit das alles wieder sauber und fehlerfrei funktioniert ?
Habt ihr vllt. noch Ideen aus der Praxis oder eurer Erfahrung heraus, auf die mein Elektriker nicht gekommen ist ?

Würde mich freuen, mein Elektriker hat keine weitere Idee und ich kann ja jetzt nicht alle paar Tagen den Elektriker kommen lassen um das Kabel wieder zu fixen bzw. ich kann das ja auch nicht alle paar Tage selber machen. In knapp einer Woche kommt da Tapete drüber, da sollte das dann funktionieren :eek:
 

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eli

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Wenn der Elektriker kein Schimmer hat dann soll er einen RF techniker beauftragen mit einem Messgerät der dann mal ne Messung macht
 
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dirk11

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Bei den Arbeiten dazu stellte der Elektriker fest das es kein eigenes Kabel für die Wohnung gibt sondern ich auch die beiden Stockwerke über mir damit versorge.
Der Elektriker hat daher einen Splitter(siehe Foto) verbaut.
Dann hoffen wir mal, dass er einen mit den richtigen elektrischen Werten genommen hat. Wenn dort vorher eine Durchgangsdose war und jetzt eine solche Weiche hin soll und dann an ein Ende des Stranges (an Dein Ende) eien sternförmige Verkabelung mit mehreren Dosen, dann geht das selten gut - allerdings würdest Du dann mehr Probleme haben als Deine Nachbarn.
Er sagte mir aber auch direkt das die alte Zuleitung zu dünn sei, das lege an der einfachen Isolierung und daher passt das Kabel nicht richtig in den Splitter, hat Spiel und kann daher schnell ausfallen, wenn sich was bewegt und Adapter für alte(dünne) Kabel gibt es wohl nicht mehr.
Da hat er Dir wohl Unfug erzählt. Wie Du selbst auf dem Foto sehen kannst, geht nicht das Kabel in den Splitter, sondern es wird ganz normal mit Hilfe eines F-Stecker aufgeschraubt. Der Elektriker hat schon moderne Kompressions-Stecker verwendet. Wenn das Kabel darin nicht hält, hat er aber einfach die korrekte Größe nicht bei gehabt. Das Gerede mit dem Adapter ist dummes Zeug.

Kann so nicht weiter gehen, da bin ich mit dem Nachbar einer Meinung, das ist ein älteres Ehepaar, die schauen tatsächlich noch normales TV und brauchen das Signal(mal davon ab das es auch kostet).
Und mal davon abgesehen, daß Du damit deren Mietsache beeinträchtigst...
Die Frage ist jetzt was kann man da machen damit das alles wieder sauber und fehlerfrei funktioniert ?
Einen Elektriker beauftragen, der weiß, was er macht. Also jemanden von einem Radio-/Fernseh-Fachbetrieb.
 
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Klotzkopf

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Ist da eine Satellitenschüssel auf dem Dach?
Es wurden gerne die alten Koax-Kabel verwendet, die ja schon in der Wand lagen.
Diese passen aber nicht zu den deutlich höheren Frequenzen. Somit ergibt sich eine deutlich höhere Dämpfung.
Es kann sein, dass dies zusammen mit der Dämpfung des Splitters zu viel ist.
Liegt die Signalstärke an der Grenze, so wird der Empfang wackelig.
Moderne TV haben im Tunig-Menu eine Möglichkeit die Signalstärke anzuzeigen.
Dort bitte mal schauen wie viel % am TV ankommen.

Im Bild rechts sehe ich 230V Adern ohne Kabelumhüllung.
War das so angedacht? tss tss tss
 
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Haidi

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Bei einem dünnen Antennenkabel kann es helfen, wenn man die Schirmung auf 4-5 cm frei legt und es im Stecker übereinander legt, sodass die Schirmung dicker wird. Auch ein Umwickeln mit Alufolie bis zur benötigten Dicke kann man versuchen.
 
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Zwei-Linke-Hände

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Wenn der Elektriker kein Schimmer hat dann soll er einen RF techniker beauftragen mit einem Messgerät der dann mal ne Messung macht
Ich war vorhin bei einem Radio und TV Meisterbetrieb(einziger hier im Ort). Leider erst in vllt. 4 Wochen Zeit, gerade ist wohl eine Kabelumstellung durch Vodafone hier im Norden und da sind die Auftragsbücher voll. Mein Elektriker kommt heute Abend noch einmal vorbei und schaut was er machen kann, so oder so lasse ich das dann aber vom Radio/TV Fachbetrieb dann überprüfen. Eben mit dem Maler gesprochen und der Deckel wird nicht eingeputzt sondern kommt unter die Tapete so das man da wieder ran kann. Hilft ja nichts...

Dann hoffen wir mal, dass er einen mit den richtigen elektrischen Werten genommen hat. Wenn dort vorher eine Durchgangsdose war und jetzt eine solche Weiche hin soll und dann an ein Ende des Stranges (an Dein Ende) eien sternförmige Verkabelung mit mehreren Dosen, dann geht das selten gut - allerdings würdest Du dann mehr Probleme haben als Deine Nachbarn.

Gemessen hat er da soweit ich das sagen kann bisher nichts, er kam mit diesem Splitter/Verzweiger k.A. wie das Teil richtig heißt und hat das am Freitag dann einfach neu verdrahtet.

Ist da eine Satellitenschüssel auf dem Dach?
Es wurden gerne die alten Koax-Kabel verwendet, die ja schon in der Wand lagen.
Diese passen aber nicht zu den deutlich höheren Frequenzen. Somit ergibt sich eine deutlich höhere Dämpfung.
Es kann sein, dass dies zusammen mit der Dämpfung des Splitters zu viel ist.
Liegt die Signalstärke an der Grenze, so wird der Empfang wackelig.
Moderne TV haben im Tunig-Menu eine Möglichkeit die Signalstärke anzuzeigen.
Dort bitte mal schauen wie viel % am TV ankommen.

Nein ist ein Kabelanschluss, keine Satellitenschüssel.
Das mit dem TV werde ich prüfen. Das ist ein super hilfreicher Tipp danke!

Im Bild rechts sehe ich 230V Adern ohne Kabelumhüllung.
War das so angedacht? tss tss tss
Meinst du Leerrohre ?
Man meinte zu mir das sei nicht möglich, das ist nur eine einreihige Mauer(also eine Reihe Ziegelsteine, Altbau eben). Das sei nicht Dick genug um so tief zu gehen das man Leerrohre verlegen könnte. Daher wurden die Kabel so verlegt. Was nicht geht geht halt nicht.
 
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dirk11

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Bei einem dünnen Antennenkabel kann es helfen, wenn man die Schirmung auf 4-5 cm frei legt und es im Stecker übereinander legt, sodass die Schirmung dicker wird. Auch ein Umwickeln mit Alufolie bis zur benötigten Dicke kann man versuchen.
Da es passende Stecker gibt, ist das aber Pfusch, der in der Regel auch nicht lange hält.

Mein Elektriker kommt heute Abend noch einmal vorbei und schaut was er machen kann
Ohne die passenden Stecker kann er gar nichts machen. Hinzu kommt: jedesmal, wenn er einen Stecker ab macht, muss die Leitung entsprechend gekürzt werden. Das kann er noch einmal machen, dann ist das ganze G'lump zu kurz. Er hat im Grunde jetzt schon Mist gebaut, der nicht verlustfrei reparabel ist, weil jede Stoßstelle im Strang eine Dämpfungs-Erhöhung einbringt.

quoteGemessen hat er da soweit ich das sagen kann bisher nichts, er kam mit diesem Splitter/Verzweiger k.A. wie das Teil richtig heißt und hat das am Freitag dann einfach neu verdrahtet.[/quote]Also hat er keine Ahnung, was er da macht. Sowas wird in der Regel vielleicht hinterher gemessen. Vorher wird aber berechnet, was für ein Verzweiger und was für Enddosen bei Dir rein müssen, damit der Signalpegel sowohl bei Dir als auch bei den Nachbarn stimmt. Es kann da nämlich durchaus auch Konstellationen geben, wo das nur noch dann funktioniert, wenn auch bei den folgenden Nachbarn die Dose gegen eine andere gewechselt wird, denn der Pegel kann nicht nur zu niedrig, sondern auch zu hoch sein. Beides sorgt dafür, dass man kein Fernsehen mehr sehen kann.
Gemessen wird hinterher, und das in der Regel auch nur zur Kontrolle, da eben die Dämpfung der gecrimpten Stecker variieren kann. Aus dem Grunde frickelt man sich auch nichts mit "ein paarmal rumwickeln" zurecht, sondern nimmt gleich die zum Kabeldurchmesser passenden Kompressions-Stecker.

Ich würde den da nicht mehr dran lassen, wenn er nicht mindestens die zum Kabeldurchmesser passenden Kompressions-Stecker und das korrekte Werkzeug (eine Kompressionszange, musste halt googeln) mitbringt, denn mindestens auf die von unten kommende Zuleitung kann man noch exakt einmal einen neuen Stecker aufbringen, dann ist Schluß.

Meinst du Leerrohre ?
Nein, er meint die offenen Enden, deren Farben man ganz rechts im Bild noch sehen kann. Da hat der Elektriker viel zu weit abgemantelt.
 
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Zwei-Linke-Hände

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Nein, er meint die offenen Enden, deren Farben man ganz rechts im Bild noch sehen kann. Da hat der Elektriker viel zu weit abgemantelt.
Ah ok jetzt sehe ich was ihr meint. Das ist eins der alten Kabel. Da saß vorher auch schon eine Steckdose.
Ist daran zu erkennen das zwei Graue Kabel da längs gehen. Eins geht in die Dose(in die Rechte) und eins geht weiter und geht in eine Mauernische, als Vorbereitung für elektrische Jalousien.

Ist daher irrelevant, ich selber hätte das wohl rausgenommen soweit es geht aber ein totes Kabel kann ja auch drin bleiben, macht ja nichts mehr.
 
  • Antennenkabel fällt immer wieder aus - Ideen ? Beitrag #9

dirk11

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Ist daher irrelevant, ich selber hätte das wohl rausgenommen soweit es geht aber ein totes Kabel kann ja auch drin bleiben, macht ja nichts mehr.
Wenn es noch geht, nimm' es raus. Man lässt sowas nicht drin, weil jeder, der nicht mit der Installation vertraut ist, erstmal herausfinden muss, dass es sich um eine "tote" Leitung handelt.
 
  • Antennenkabel fällt immer wieder aus - Ideen ? Beitrag #10

Zwei-Linke-Hände

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Wenn es noch geht, nimm' es raus. Man lässt sowas nicht drin, weil jeder, der nicht mit der Installation vertraut ist, erstmal herausfinden muss, dass es sich um eine "tote" Leitung handelt.
Kann ich leider nicht mehr, inzwischen bereits durch den Maler zugespachtelt :(
Ich würde es jetzt lieber drin lassen oder soll ich den Maler lieber bitten das nochmal aufzumachen und dann das Kabel versuchen rauszunehmen?
 
  • Antennenkabel fällt immer wieder aus - Ideen ? Beitrag #11

Haidi

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Kannst ja versuchen, diese Leitungen mit wasserfestem Filzstift oder einem p-touch zu beschriften.
 
  • Antennenkabel fällt immer wieder aus - Ideen ? Beitrag #12

Zwei-Linke-Hände

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Kannst ja versuchen, diese Leitungen mit wasserfestem Filzstift oder einem p-touch zu beschriften.
Wie gesagt ist der Schlitz inzwischen verspachtelt und schon gut getrocknet.
Das alte Kabel liegt auch nur noch in der Mauer, alle alten Leitungen sind nämlich beim Ersetzen des Verteilerkastens in der Abstellkammer abgetrennt und auch zuggespachtelt worden.

Die neuen Leitungen sind beim Verteilerkastens beschriftet und können daher zugeordnet werden. .
 
  • Antennenkabel fällt immer wieder aus - Ideen ? Beitrag #13

dirk11

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Also eine eher schlechte Renovierung. Wird dir in späterer Zeit immer wieder auf die Füße fallen, weil bei jedem Bohrvorgang, jedem Nagel, der in die Wand geschlagen werden soll, erstmal gegrübelt werden muss, ob es sich um eine tote oder eine wichtige Leitung handelt.
 
  • Antennenkabel fällt immer wieder aus - Ideen ? Beitrag #14

Zwei-Linke-Hände

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Also eine eher schlechte Renovierung. Wird dir in späterer Zeit immer wieder auf die Füße fallen, weil bei jedem Bohrvorgang, jedem Nagel, der in die Wand geschlagen werden soll, erstmal gegrübelt werden muss, ob es sich um eine tote oder eine wichtige Leitung handelt.
Das kann durchaus sein. Es ist das erste mal das ich so umfangreich was machen lasse und ich lerne derzeit eine Menge. Was man vorher besprechen sollte, an was man vorher denken sollte. Was NoGos sind und auch sich nicht unterbuttern zu lassen weil man denkt der Profi weis es besser(manchmal argumentieren die auch nur in eine Richtung um sich Mehrarbeit zu sparen ;) ).

Derzeit mache ich mir aber um die toten Kabel nicht wirklich einen Kopf, beim Einschlagen eines Nagels merke ich ja nicht ob ich eine tote Leitung erwischt habe und selbst wenn, was solls. Ich habe alle Schlitze ausgemessen und dokumentiert und weis daher jetzt wo was verläuft und kann daher auch sicher sein wenn ich in Punkt X einen Nagel haue das dort keine Kabel liegen.

Vorher wusste ich garnicht wie die Leitungen laufen. In meinen (Laien) Augen daher schon eine hübsche Verbesserung.
Und was wäre die Alternative gewesen, mit einem Leitungssucher oder so alle alten Leitung Unterputz zu identifizieren ? Das wäre eine Menge Zeit o. Geld die dafür draufgegangen wäre...
 
  • Antennenkabel fällt immer wieder aus - Ideen ? Beitrag #15

xeno

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Tote Leitungen in der Wand beschriften, ihr habt Ideen. :D
Deinen Eli würde ich auch nicht mehr an die TV-Geschichte dran lassen, der hat davon offensichtlich keine Ahnung und macht es evtl. nur noch schlimmer.
 
  • Antennenkabel fällt immer wieder aus - Ideen ? Beitrag #16

Dipol

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Bei einem dünnen Antennenkabel kann es helfen, wenn man die Schirmung auf 4-5 cm frei legt und es im Stecker übereinander legt, sodass die Schirmung dicker wird. Auch ein Umwickeln mit Alufolie bis zur benötigten Dicke kann man versuchen.
Das ist ein Rezept aus der antennentechnischen Steinzeit als noch F-Aufdreholdies üblich waren. Bei zeitgemäßen Kompressionssteckern kann der laienhafte Murksvorschlag aber nicht klappen. Bei modernen mehrfach geschirmten Kabeln sorgen Antennenprofis für einen möglichst guten Massekontakt zum Geflecht, indem die Folien abgesetzt werden. Auf Youtube gibt es weit mehr hf-technisch schauderhafte Anleitungen irgendwelcher Gurus als korrekte, daher bin ich höflich und kommentiere den Umwicklungsvorschlag mit Alufolie nicht. Eine der seltenen Anleitungen mit HF-Verstand ist im Anhang.

Nicht annähernd jeder Elektriker ist auch ein Antennenprofi!
  • Antennenpegel sind kein Perpetuum Mobile das man nach Belieben verteilen kann.
  • Der Einbau eines Zweifachverteilers anstelle einer Durchgangsdose an einer wohnungsübergreifenden Stammleitung ist einen Elektriker zuzuordnen, der besser bei 50 Hz bleiben und die Finger von Antennenanlagen lassen sollte.
  • Durch den Einbau des Zweifachverteilers wurde die Durchgangsdämpfung zu den Folgedosen von 1,2 (selektive Dose) bis 1,5 dB (Breitband-Verteilerdose) auf 3,9 erhöht und die nach Norm vorgeschriebene Teilnehmerentkopplung reduziert.
  • Fachlich korrekt wäre der Einbau eines Abzweigers mit gleicher Auskoppeldämpfung wie die demontierte Durchgangsdose gewesen und wenn man das Altkoax zur nächsten Dose belässt die Verwendung eines Kompressions- oder Self-Install-Steckers, der zum Durchmesser des Dielektrikums auch passt.
  • Anstelle der alten Durchgangsdose ist am Stichausgang eine neue Stich-/Einzeldose erforderlich.
3,9 dB - 1,5 dB = 2,4 dB klingt für Laien nach wenig, bedeutet aber dass den Folgedosen rund 1/4 ihrer Antennenspannung geklaut wurde. Unbedingt ändern und den Elektriker nie wieder an Antennenanlagen einsetzen.
 

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  • Montageanleitung+HIGHEND+F-Stecker.pdf
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eli

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Antennentechnik, war das jemals Lernfach für Elektriker ?
Kann mich net mehr daran erinnern das in der Schule gehabt zu haben.. Nur in der Lehrfirma war es Pflicht für uns Azubis
Pläne machen, rechnen und mit dem gefühlt 100kg Messgerät die Anlagen einzumessen
 
  • Antennenkabel fällt immer wieder aus - Ideen ? Beitrag #18

Dipol

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HURRRAHH! Ein Wunder ist geschehen, ich bekam von deinem Beitrag als Weltpremiere eine Push-Nachricht!
Antennentechnik, war das jemals Lernfach für Elektriker ?
Ich hab jetzt nicht alte Ausbildungspläne ausgegraben um nachzusehen ab wann wie viele Stunden Unterricht eingeplant waren. So lange es den deutschen Antennenherstellern gut ging und die noch Planung und Messung zum Nulltarif gemacht haben wenn man ihr Material verwendet hat, kam man als Eli auch ohne eigene Fortbildung und ganz ohne Antennenmessgerät aus.

Wer in einer wohnungsübergreifenden Stammleitung eine Durchgangsdose durch einen Zweifachverteiler ersetzt und nur eine Größe von Kompressionsstecker vorrätig hat, hat vermutlich auch keine Hemmungen die alte Durchgangsdose ohne Abschlusswiderstand am Stammausgang wieder einzubauen.

Der nach IEC 60728-11 vorgeschrieben Mindestabstand des Koax zu Stromleitungen von 1 cm ist selbstredend nicht eingehalten und die der DIN 18015 widersprechende Verlegung im Putz ergibt immerhin weniger statische Mauerschwächung und ist auch kostengünstiger.
 
  • Antennenkabel fällt immer wieder aus - Ideen ? Beitrag #19

dirk11

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Der nach IEC 60728-11 vorgeschrieben Mindestabstand des Koax zu Stromleitungen von 1 cm ist selbstredend nicht eingehalten
Oh. So einen Pfusch nehme ich schon gar nicht mehr wahr, so häufig sieht man das! Guter Hinweis.
Der ausführende Elektriker hat sich also nichtmal an die eigenen Sicherheits-Vorgaben gehalten, denn Netzleitungen und Kleinspannung verlegt man niemals gemeinsam.

Wird aber ziemlich sicher nicht mehr geändert werden! Begründung? "Jetzt liegts schon". Würde ich Wetten drauf abschließen... 🤮
 
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