Alte Kupferrohre neu Löten/Abdichten

Diskutiere Alte Kupferrohre neu Löten/Abdichten im Heizung und Klima Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo zusammen, ich habe bisher nur Neuteile gelötet, das hat soweit gut funktioniert. Wie gehe ich am besten vor wenn ich eine alte muffe...

  1. #1 RolandHD, 09.10.2018
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    Hallo zusammen,

    ich habe bisher nur Neuteile gelötet, das hat soweit gut funktioniert.

    Wie gehe ich am besten vor wenn ich eine alte muffe auslöte und anschließend wieder einlöten möchten.

    - sollte ich das alte Lot alles runterwischen nachdem es heiß ist
    - sollte das alte Lot vor dem neulöten erneut anschleifen mit Fließ
    - sollten alle zu lötenden Flächen wieder mit Lötpaste benetzen auch wenn dort bereits Lot drauf ist?
    - häufig sind noch so viele Zinreste in auf den Kupferrohren das ich erst erhitzen muss bevor ich es zusammenschieben kann, oder gehe ich hier falsch vor?
     
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  3. #2 RolandHD, 09.10.2018
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    Gerade beim Kontrollgang eine Undichtigkeit entdeckt, wie es aus schaut ein extrem kleines Loch mitten ihm Rohr. Ein kleiner Wasserstrahl sprizt dort raus und schaut aus wie ein Spinnennetz :D



    Was meint Ihr, ganze Rohr tauschen oder versuchen nur die Stelle zu dichten mit irgendetwas?
     
  4. #3 marcellus123, 14.10.2018
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    Hallo Roland:) ja du solltest das Stück was du wieder einlötest sehr gut putzen und neu mit Lotpaste einschmieren. Das Rohrstück muss wirklich ganz sauber sein. Dann solltest du es wieder verlöten können.
    Dann hat sich der Kontrollgang ja gelohnt;) vorrübergehend kannst du da eine entsprechende Rohrschelle mit Gummi festschrauben damit es dicht macht.
     
  5. #4 Selbst-ist-der-Mann, 14.12.2018
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    Dieses Kupferrohr würde ich erst einmal von der Ummantelung befreien und dann kann man erst entscheiden, wie groß der Schaden ist. Aber auf alle Fälle würde ich ein Rohrstück herausschneiden und mittels zweier Muffen ein neues Stück einlöten. Aber da es sich um weiches Kupferrohr handelt, solltest Du Dir zum Durchtrennen ein paar Stellen suchen, die vollkommen rund sind. Bei verformten Rohrenden kann es zu Problemen beim Löten kommen. Nach dem Heraustrennen des defekten Rohrstückes solltest Du es Dir genau von innen anschauen. Wenn sich dort punktweise kleine Häufchen gebildet haben, mußt Du damit rechnen, daß Deine ganzen Kupferrohre gefährdet sind. Das sind Partikel die meist bei der Montage, oder beim Befüllen und Nachfüllen eingetragen wurden. Oft sind das Rückstände von Stahlwolle, die fälschlicherweise eine Zeitlang als Reinigungsmittel verwendet wurden.
     
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  6. #5 RolandHD, 14.12.2018
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    vielen Dank für deine Tipps Selbst-ist-der-Mann

    Ich habe das Leck bereits repariert ^^
    rep1.JPG rep2.JPG rep3.JPG rep4.JPG

    ^^ Mir ist natürlich klar das es Fusch ist, aber dafür das ich kein nötiges Material zuhause hatte war es perfekt um es eine Woche später komplett zu tauschen.
    Wie du schon richtig erahnt hast hatte das Rohr bereits an vielen anderen Stellen ebenfalls Lochfraß womit ein kompletttausch das beste war.
     
  7. #6 Selbst-ist-der-Mann, 14.12.2018
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    Die Reparatur hätte ich auch nicht anders gemacht und bis zum Austausch reicht das.
    Allerdings muß ich Dir eine schlechte Nachricht überbringen. Wenn Du solch kleinen Löcher im Kupferrohr hast, dann kannst Du davon ausgehen, daß alle Kupferrohre im Haus so beschädigt sind. Wurde das Kupferrohr irgendwie mit verzinktem Stahlrohr oder blankem Stahlrohr zusammen in einem System verbaut? Das ist nämlich eine der Auslöser für diese Schäden.
     
  8. xeno

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    Müsste dann nicht das Stahlrohr angegriffen werden und nicht das Kupferrohr?
     
  9. #8 RolandHD, 14.12.2018
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    Vor 20 Jahren war noch keine Systemtrennung und somit verschiedene Metalle im Leitungssystem. Erst Ende der 90 wurde das alles ordentlich getrennt. Die alten Kupferrohre sind jedoch drin geblieben und werden nach und nach durchgetauscht.
     
  10. #9 Selbst-ist-der-Mann, 14.12.2018
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    Was für eine Systemtrennung? Daß man bei der Verlegung von Rohren keine unterschiedlichen Metalle, vor allem in bestimmten Fließrichtungen, in der selben Anlage verbauen darf war schon in meiner Lehrzeit bekannt und da haben wir noch mit Bleirohr gearbeitet!
    Aber es hat immer wieder Flickschuster gegeben, die verschiedene Rohrmaterialien bunt durcheinander verarbeitet haben. Die einzigen Metallrohre die man ohne Kompikationen zusammen mit Kupferrohr verarbeiten kann und darf sind Edelstahlrohre und Messing. und Bronzebauteile. Alles andere geht nicht und das nicht erst seit den 90ern.
    Es kommt auch noch darauf an, welche Wasserqualität in Deinem Wasserversorgungsgebiet vorherrscht. Es gibt 4 Gebiete in Deutschland in denen die Wasserqualität derart agressiv gegenüber Kupfer ist, daß sich dort der Einbau von selbst verbietet. Die Hersteller von Kupferrohren beschichten zwar ihre Rohre seit der Entdeckung, aber wenn beim Löten der Brenner nur kurz die zulässige Temperatur fürs Weichlöten überschritt, war die Beschichtung und damit der Schutz des Rohres dahin. In manchen Anlagen wurde auch noch hart gelötet, was allerdings nur noch in geschlossenen Heizsystemen, Klimaanlagen und Gasanlagen erlaubt ist. Weil durch das Hartlöten die Schutzschicht auch beschädigt wird. Deshalb beim Löten die Flamme immer von der stäksten Materialansammlung entgegen der Einsteckrichtung an die zu lötende Stelle halten, bis die Lötpaste silbern wird.
     
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  12. #10 RolandHD, 19.12.2018
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    Es kommt hier nicht nur auf die verschiedenen Materialien an sondern auch auf die Qualität des Wassers und Sauerstoffdichtigkeit im System. Genau das war zuvor nicht gegeben und hat hierdurch einiges der Korrosion mit beigetragen. Die alten PE Rohre der FBH sind nicht einfach zu tauschen womit eine Systemtrennung auch der Sauerstoffabschottung dient. Das Wasser wird seit dem auch nur Vollentsalzen aufgefüllt und ist mit einem zusätzlichen Vollschutz versehen um die Korrosion noch weiter einzuschränken.
     
  13. #11 Selbst-ist-der-Mann, 19.12.2018
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    Es wäre sehr hilfreich gewesen, RolandHD, wenn von Anfang an mitgeteilt worden wäre, daß die Arbeiten an der Fußbodenheizung vorgenommen wurden. Da ist die Materialmischung als sehr schädlich anzusehen. Aber die ständige Einleitung schädlichen Sauerstoffes in das Heizsystems bildet vor allem Schlamm, der auch die Kupferrohre angreifen kann und dies auch meistens tut.
    Die komplette Trennung der Fußbodenheizung vom restlichen System, besonders vom Heizkessel, sollte er denn aus Gußeisen bestehen, ist zwingend erforderlich. Leider wurden und werden viele Fußbodenheizungen aus falsch verstandener Sparsamkeit ohne ausreichende Rücksicht auf die verwendeten Materialien erstellt.
     
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