Alte Hauseingangstür selber sanieren?

Dieses Thema im Forum "Fenster und Eingangstüren" wurde erstellt von Scholarin, 05.07.2010.

  1. #1 Scholarin, 05.07.2010
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    Hallo und guten Tag,
    ich habe ein etwa 200 Jahre altes Haus und die Hauseingangstür dürfte fast ebenso alt sein.

    Alle bisherigen Varianten von Neu bis sanieren "lassen" wurden wegen Überschuß an Geldmangel zurückgestellt.

    Da das gute Stück inzwischen aber fast auseinander fällt und das, weil ich eben bisher noch nie was dran gemacht habe, denke ich, ich sollte doch zunächst erstmal, um die weitere Verrottung zumindest zu verlangsamen,
    gucken, was ich selber machen kann.
    Möchte jedoch keine zusätzlichen Schäden und mir natürlich auch keine unnütze Arbeit machen.

    Man verzeihe mir meine unfachmännischen Ausdrücke, aber ich weiß nicht, wie die Türbestandteile richtig heißen :evil:.
    Also, es handelt sich um eine Holztür, ich denke, nicht gestrichen, nur dunkel gebeizt, wie man das früher so gemacht hat in den alten Bauernhäusern. Nur so eine Art Lack drauf, der sich jedoch tropfenförmig zusammengezogen hat, wie ausgeharzt. die Tür ist zweiflüglig, hat so quadratische Kassetten, die nicht mehr dicht im Außengerüst sitzen und das Holz unten ist schon ein bißchen verrottet. Der Wasserschenkel (eine Holzleiste ganz unten nach außen an der Tür) ist lose und die Abdeckleiste zwischen den beiden Flügeln auch.
    je nach Jahreszeit geht die Tür entweder ganz schwer auf und zu oder sie macht das von alleine.
    Wie kann ich zunächst die losen Teile befestigen, die undichten Stellen abdichten und wie kann ich der Tür einen Anstrich verpassen, der sie wetterfester und nicht mehr so anfällig gegen die Außentemperaturen sein läßt?
    Wie fange ich an und wie mit welchen Materialien muß ich vorgehen?
    Bin an allen Ideen interessiert, muß sowieso nach Können und Geldbeutel sortieren. Danke schon mal Scholarin
     
  2. AdMan

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  3. #2 Reiseleiter, 05.07.2010
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    Hallo und herzlich willkommen.

    Ich habe mich mal an einer solchen alten Innentüre versucht und es war eine Höllenarbeit. Wie dem auch sei, ich habe sie ausgehängt und dann mit einem Heißluftfön die Lackschichten runter gezogen.
    Die Tür die Du beschreibst, sah meiner wohl ähnlich. Die Türen wurden früher aus zig Teilen gefertigt. Wenn Du den Lack abhast, wirst Du vermutlich sehen können, wo welche Teile sind. Die Kasseten sind auch nur eingesetzt. Der Rahmen um die Kasseten wiederrum ist mut Nuten und Holzstiften zusammengesetzt. Auch das wirst Du erkennen können, wenn Du die Lacke runter hast.
    Wenn die Lacke runter sind, wird es einfach, dann kannst Du mit ein bisschen Geschick die Türflügel in ihre Bestandteile zerlegen. Markiere Dir aber, wo was gesessen hat, dann bekommst Du die Tür auch wieder zusammen. Die verrotteten Teile ersetzt Du am besten durch Neue.

    Das wird ein irre langes Projekt, wenn Du im Winter irgendwie auf die Tür verzichten kannst, nimm sie mit in den Keller und nimm Dir Zeit.
     
  4. #3 Scholarin, 05.07.2010
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    Na Supi, danke @Reiseleiter, schon mal wenigstens einer, der weiß, wovon er spricht.
    Ja, ich dachte mir, jetzt, im Sommer wäre wohl die günstigste Zeit um damit zu beginnen.
    Und nein, auf die Hauseingangstür kann wohl niemand verzichten. Weder jetzt und erst recht nicht im Winter. Was wäre denn als Sofortmaßnahme angeraten - Abschleifen und Ölen?
    Hier im Dorf schwören Verschiedene auf Ölen, hab nur keine Ahnung, was für Öl man da nimmt. Speiseöl?
    Freue mich über JEDE Antwort und Danke, Scholarin
     
  5. #4 Reiseleiter, 05.07.2010
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    Na ja, ob ich weiß wovon ich spreche, wage ich zu bezweifeln. Ich pfusch auch gerne.
    Wie dem auch sei. Speiseöl zum Ölen von Holz würde sicherlich gehen, wäre aber ungewöhnlich.
    Öl oder Wachs ist eine natürliche Art der Holzbehandlung, das Holz bleibt offen, während man es mit Lack eher versiegelt.
    Meines Erachtens ist Osmo ein guter Öl Hersteller. Nicht ganz günstig, aber gut. Ich öle meine Dielenböden damit. Für was Du Dich auch entscheidest, der alte Lack muss runter bevor Du Ölen oder Wachsen kannst. Auf Lack perlt Dir Dein Öl/Wachs so ab. Und dann musst Du Dich entscheiden. Öl oder Wachs, Mischen oder mal wechseln geht nicht. Habe ich mal an einer Kommode probiert, war scheisse.,-))
    Wie dem auch sei, als Sofortmassnahe würde ich sagen, mach den Lack mit heisser Luft im Bereich um das verrottene Brett ab. Dann kannst Du das eine Brett ersetzen. Stell Dir die Tür wie Fachwerk vor, die einzelnen Bretter sind quasi mit Nut und Feder ineinander geschoben und werden mit Holzstiften gehalten, die bohrst Du raus, dann bastelst Du Dir das verrotette Brett neu und setzt es wieder ein.
    Dann schleifst Du Deine Tür an und lackierst sie neu. Und da hast Du den 50:50 Joker, denn Du musst erraten was für ein Lack drauf ist, denn sonst wird der neue Lack wieder Blasen werfen, weil der reagiert. Es kann sein, daß es da Trennlacke oder Grundierungen gibt, die das verhindern, das weiss ich nicht. Ich stehe eher auf Ölen und Wachsen.
     
  6. #5 MacFrog, 05.07.2010
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    :D sorry das musste jetzt sein :D

    Back to topic , frag doch nen netten Bauunternehmer , ob er dir nicht eine Bautür leihen kann , die kann in das alte loch "gespannt" werden :D Dann kannst du die Tür in Ruhr fertig machen.

    Oder mach es wie ich , stell sie bei Ebay ein und kauf vom erlös eine NAGELNEUE :D
     
  7. #6 Scholarin, 13.07.2010
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    @macfrog,

    so mach ichs, wenigstens mit der Bautür, is schon da und wird dann so ablaufen, Früh Tür raus und Bautür rein, an der Tür ganzen Tag arbeiten und Abends eben retour, solange, bis ich zufrieden mit meinem Werk bin.
    Und- nee ich geb die nich weg, die is nämlich noch gut :]
     
  8. #7 Scholarin, 13.07.2010
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    @ Reiseleiter

    Du sprichst mir ja sowas von aus dem Herzen, genauso mach ichs.

    Ich weiß nicht, wie Wachs aufgetragen wird, ist das ebenso flüssig wie Öl? Und hätte Wachs vielleicht den Vorteil, anschließend zu glänzen?

    Habe mit Öl ersten Versuch gestartet: ähnlich verwittertes Holzstück seit gestern 4 mal geölt, mit Speiseöl, war sehr erstaunt, das zieht weg und hinterläßt keinen Fettfilm. Nun werde ich morgen den Sonnentest beginnen, ob das ganze dann vielleicht "harzt", soll heißen, fest wird, wie altes Öl manchmal am Flaschenverschluß.

    Mit den alten Lackresten mach ich mir keine Sorge, die sind wie gesagt schon perlig zusammengezogen und lassen sich mit dem Fingernagel abkratzen, also erst recht mit Drahtbürste und Sandpapier.
    Ich will auch keine Lack wieder drauf, sonder werde das jetzt mit Wachs und Öl probieren.
    So muß ich mich vielleicht auch nicht nach dem vorhergehenden Lack richten, is ja dann keiner mehr da.

    Du hast bisher an Innentür und Möbeln die Ölvariante probiert. Was macht den Unterschied, wenn mans auch für daußen probiert?
     
  9. #8 Reiseleiter, 13.07.2010
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    Ich kenne Ölen nur von alten Booten und Schiffsteilen aus Holz. Das muß regelmäßig aufgefrischt werden und wiederholt werden. Such mal nach Lein Öl Firniß, oder so ähnlich.
    Meiner Erfahrung nach ist Ölen eher glänzend und Wachsen eher matt. Ich habe auch schon mit Bienenwach herum experimentiert, war aber eher enttäuschend. Das hielt nur von 12 bis Mittag und eigentlich leckt kaum einer an meinem Dielenboden, von daher bin ich für den Fussboden bei Osmo Wachs gelandet und Möbel werden geölt. Am Besten Du trägst das Öl mit einem Lappen auf, in Richtung der Maserung, lässt es einziehen und wischt das übergebliebene Öl weg. Wirst sehen was ich meine.
    Es gibt im Fachhandel auch von hmm, dänische Firma, ich muss mal nachgucken so eine Ölpaste, die harzt aber aus, wenn es kälter wird.
     
  10. #9 MacFrog, 14.07.2010
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    ne diese bautüren sind normal aus stahlblech mit rahmen , und vor allem ABSCHLIEßBAR :) die kann auch paar tage drin bleiben :)
     
  11. #10 Scholarin, 19.07.2010
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    Also ich bin jetzt beim Testen mit dem geölten alten Holzstück. Speiseöl und seit Tagen die knallige Nachmittagssonne drauf und auch schon zwei kurze Regenschauer. Leinölfirnis kenne ich noch von meinem Opa, habe in Erinnerung, daß das ewig klebrig bleibt und schlecht einzieht - kein Vergleich mit meinem Sonnenblumenöl. Aber man wird ja nicht dümmer von weiteren Recherchen.

    Und das mit der "Bautür" lassen wir mal als gut gemeinten aber nicht realisierbaren Ratschlag am Rande zurück. Allein die Maße einer über 1oo Jahre alten Tür dürften weder von den Abmaßen, noch vom Gewicht einer gleichmaßigen Stahltür her realisierbar sein. Aber trotzdem Vielen Dank und ich halte Euch auf dem Laufenden, bis bald, Scholarin
     
  12. #11 MacFrog, 19.07.2010
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    Ihr macht das schon :) hab vor einiger Zeit erst meine alte Tür bei ebay verkauft , 107 Jahre alt aber passte leider vorn und hinten nicht mehr nach der Sanierung des hauses :( :( Sehr schade obwohl der Erlös für die neue TÜr gerecht hat :D
     
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