Alte Dielen sind Schrott

Dieses Thema im Forum "Bodenbeläge" wurde erstellt von matze1710, 12.03.2010.

  1. #1 matze1710, 12.03.2010
    matze1710

    matze1710 Neuer Benutzer

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    heee!!

    Ja wie schon in der Überschrift steht,die alten Dielen sind Schrott.
    Es ist nicht möglich Verlegeplatten auf die Dielen zu legen.
    Jetzt meine Frage...ist es denn möglich,dass ich nach dem entfernen der Dielen,die Verlegeplatten direkt auf die Balken schrauben bzw nageln kann?
    Wenn ja?
    Im Bauhaus sind 22mm die stärksten Platten,ist das ausreichend?

    Bitte helft mir!!!!
     
  2. AdMan

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  3. sep

    sep Erfahrener Benutzer

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    Hallo!
    Sicher würde das gehen, würde aber verschrauben ,wenn die Dielen so schlecht sind kannst Du auch gleich sehen, wenn sie Runter sind ob das Gebälk noch in Ordnung ist.
    Was soll den auf den neuen Boden drauf, vielleicht wäre es auch schön wenn Du neue Dielen einziehen würdest.
     
  4. #3 AallRounder, 13.03.2010
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    RE: Was soll denn für eine neue Nutzschicht entstehen ?

    Fliesen, Laminat, Parkett, Dielen ?

    Obwohl ich Deinen Balkenabstand nicht kenne, rate ich davon ab, lediglich 22mm Verlegeplatten rüberzuschrauben. Jaja, die im Fernsehen machen das auch so, aber m.E. kann doch so eine Konstruktion niemals so stabil sein, wie gespundete Dielen gleicher Stärke. Dazu kommen die m.M. nach nicht unerheblichen Nachteile von OSB / Verlegespanplatten: Giftstoffe vom Feinsten und physikalisch vergleichbare Wirkung einer Dampfbremse (OSB), die je nach Bodenaufbau nicht unbedingt wünschenswert ist. Hast Du übrigens gewußt, daß die Formaldehydprüfung von OSB & Co. in Testkammern stattfinden soll, die alle paar Stunden komplett durchgelüftet werden ? Nur so bleibt die Schadstoffemission überhaupt im "vertretbaren" Rahmen. Das Gleiche gilt leider auch für Laminat. Wenn Du nun die Chance zu einem komplett neuen Fußbodenaufbau hast, dann kannst Du auch ohne Gift und stabil bauen.

    Für einen Fliesenboden hab ich neue Dielung 28 mm verlegt, darauf Rigidur-Estrichelemente (ohne MiWo !), Ausgleichsmasse, Flexkleber, Fliesen.

    Für meine neuen Holzböden nach Höhenausgleich der Deckenbalken mittels angelaschter 40 mm Bohlen eine neue Dielung 28 mm. Z.Zt. suche ich noch nach einer schadstofffreien Oberflächenbehandlung.

    Für Fertigparkett würde ich wieder w.o. verfahren, dann Kork als Trittschall und dann das Parkett.

    Gruß
     
  5. #4 zimmtobi, 13.03.2010
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    RE: Was soll denn für eine neue Nutzschicht entstehen ?

     
  6. #5 AallRounder, 13.03.2010
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    RE: Hallo Timo,

    "Ein paar Jährchen her" würde bzgl. der E1-Norm über 30 Jahre bedeuten. M.K.n. ist bereits 1977 der Grenzwert für Formaldehydemissionen von 0,1 ppm (parts per million) vom Bundesgesundheitsamt empfohlen worden, der auch heute die meisten handelsüblichen OSB und V100 Platten entsprechen. Es hat sich also jahrzehntelang weder etwas am Grenzwert noch am Material geändert. Eigentlich erstaunlich, denn ein Grenzwert heißt ja Grenzwert, weil er die Grenze des Erträglichen markiert. Als Dauerbelastung werden dagegen nur 0,02 ppm veranschlagt. Die ganzen unangenehmen Dinge wie Augenreizung, Nasenschleimhaut-Reizung,
    neurophysiologische Wirkung,Reizung in der Kehle haben schon einen Schwellenwert von 0,05 ppm (dafür gibts den "Blauen Engel", Quelle:
    http://www.g-haase.de/umwelt_formaldehyd.htm).

    Dazu kommen die Meßbedingungen im Labor zur Feststellung der FDH-Belastung. M.E. kann nur derjenige den Laborwert erreichen, der sein Haus stündlich vollständig durchlüftet- Tag und Nacht. Ob es sich bei E1 tatsächlich um ein "Unbedenklichkeitszertifikat" handelt, darf m.E. bezweifelt werden. Mit der zunehmenden Dichtigkeit der Häuser hat sich das Problem der Schadstoffkonzentration in Wohnräumen eher noch verschärft.

    FDH ist eben leider auch heute längst kein alter Hut. Besonders in Fußböden halte ich das Zeug für besonders übel: wo halten sich unsere lieben Kleinen jahrelang am meisten auf ? Genau: mit der Nase auf dem Boden oder knapp 1 m drüber. Ich glaube schon, daß man den einen oder anderen Gedanken darüber verschwenden sollte, was man sich mit dutzenden Quadratmetern OSB / V100 / Laminat & Co. so ins Haus holt. Ganz besonders dann, wenn man noch die Wahl hat.

    Auch der wikipedia- Weisheitsgötze, der sich natürlich davor hütet, irgendeiner Lobby auf den Schlips zu treten, kann sich Folgendes zu OSB nicht verkneifen:

    "Zu beachten ist diesbezüglich die Auswirkung der Formaldehydausdünstung auf die Raumluftqualität. "


    Zum Stabilitätsvergleich nur mal ein Link:

    http://www.hobbywood.de/fragen.html

    "Eine OSB-Platte besteht wie eine Spanplatte aus Holzspänen, allerdings aus großen flach gepressten und miteinander verleimten Spänen. Dadurch hat eine solche Platte eine sehr hohe Biegefestigkeit, die FAST an die Biegefestigkeit von Massivholz reicht." Und hier wird nur die Biegefestigkeit verglichen, vergleich doch mal die Schwingungsverträglichkeit.

    Massivholz mit umlaufender Nut / Feder ist nicht nur jahrhundertelang bewährt, sondern auch im Rohzustand schadstofffrei und stabiler. Auch eine GK III Diele sieht noch lange nicht so schlimm aus, wie Du es beschreibst.

    PS: Stimmt, ich verbaue übrigens auch kein Leimholz im Haus.
     
  7. #6 zimmtobi, 20.03.2010
    zimmtobi

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    Hallo,

    hab mal verschiedene Hersteller nachgesehen, z.B. Kronoply kommt unter den Grenzwert von 0,1ppm (meine bei denen sind`s 0,03ppm), außerdem Formaldehyd frei verleimt.
    Das man bei Passivhäusern und/oder relativ luftdichten Häusern sehr auf Schadstoffe achten sollte, darüber brauchen wir nicht diskutieren, das sehe ich auch so.
    Nur wie willst Du denn Fußbodenbelag ohne verleimen verlegen? Selbst Parkett ist ja irgendwie geleimt, verschraubst Du das in die Balkendecke (ohne Leimen) entspricht das nicht dem Schallschutz....
    Klar könnte man Echtholz aufkleben, aber dann verwendest Du ja auch wieder einen Kleber....
    Durchbiegung kann ich so nicht stehen lassen, bei Holz (S10/C24M(ich weiß das ist Bauholz, aber nur zum Vergleich)) habe ich als Wert für Biegung 24N/mm2, bei OSB/4 Platten parallel zur Spanrichtung der Deckschicht 24,5 N/mm2. Außerdem kannst Du mit Plattenwerkstoffen mit umlaufender Nut und Feder schnell und einfach eine Scheibenwirkung auf einer Balkenlage/Flachdach etc. erzielen, bei Nut und Federbrettern (z.B.) Rauspund müsste man Stöße immer wieder versetzten (höherer Verschnitt oder aber aufwendigere Bestellung) um den gleichen Effekt zu erzielen, meines Wissens nach kann man um gleiche Wirkung zu erzielen eine dünnere OSB Platte verwenden als Rauspund.
    GKIII Dielen würde ich nicht innen verwenden, wir haben oft das Problem das diese doch recht schlecht aussehen.
    Wenn man sich selber dazu entschliesst kein Leimholz zu verwenden, ok, aber wie sieht`s denn im Dachstuhl aus? Das Problem ist doch heutzutage das viele so wenig Stützen unter Pfetten (Mitel/Firstpfetten) haben wollen, da bleibt Dir ja oft nur BSH übrig, klar kann man auch Stahl verwenden, aber das ist den meisten dann zu teuer/aufwendig, ausserdem wird so ein STahlträger ja auch gestrichen/lackiert, wo wir wieder bei den Giftstoffen wären.
    Demnach dürfte man ja nur unbehandeltes Holz (auch nicht kesseldruckimprägniert) verwenden, selbst KVH ist verleimt.

    Ich gebe Dir insoweit Recht, dass man schon darauf achten sollte was man sich ins Haus holt, gerade wenn man Kinder hat (ich hab zwar selber keine, sehe ich aber wie Du), aber wenn bestimmte Grenzwerte nicht mehr ausreichen, bzw. veraltet sind ist ja auch irgendjemand gefragt, der den Hertsellern engere Grenzen setzt.

    Gruß Timo
     
  8. #7 AallRounder, 21.03.2010
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    Hallo Timo, ja das ist alles nicht so einfach, einigermaßen schadstofffrei zu bauen

    aber für mich im Altbau ergeben sich auch Alternativen. Unser Haus wurde vor über 120 Jahren gebaut, zum Glück kam niemand auf die Idee, inzwischen den riesigen Dachboden zu imprägnieren oder mit MiWo vollzustopfen. Lag vermutlich daran, daß die insgesamt ca. 360 qm WFl ausreichten ... Balken im Dachstuhl sind original massives unbehandeltes Holz, Dachboden ist unbewohnt und ungedämmt, so solls bleiben. Dafür ist der Boden mit Tonschüttung gedämmt und nur unbehandelte Rauhspunddielen drüber, daß die Wohnfeuchte rauskommt.

    Fast in allen Räumen hab ich die alten Dielen drin, die ich in mühevoller Arbeit aufarbeiten muß (sind ja nur 180 qm). Das ist die Konsequenz, wenn man das V100 + OSB Zeug so ablehnt :) Wo die Dielen wegen völliger Verrottung rausmussten, hab ich im OG neuen Dielenboden verlegt, z.T. mit Gips-Verlegeplatten und Fliesen drüber. Also wieder alles ohne OSB & Co.

    Einzige Alternative als Parkettbodenuntergrund ohne das Presszeug ist m.E. der Estrich, ob naß oder trocken als Gipsverlegeplatte. Der Boden sollte natürlich schön gerade sein und die richtige Trittschalldämmung bekommen. Andere Alternativen für Neubau fallen mir nicht ein.

    Wie Du schon schreibst, überall wird geleimt und das FDH reingehauen, das es eine Freude (für die Hersteller) ist. Der Witz dabei: auf der site eines Holzverbands steht, daß es technisch wohl kein Problem sei, FDH-frei zu verleimen. Aber warum macht das kaum einer ? Als Bauherr muß man stattdessen nach Alternativen suchen oder sich zähneknirschend die "E1"- Norm ins Haus holen. Wer neu baut, hat vermutlich die größeren Probleme. Wenn man das Glück hat, einen nicht versauten Altbau zu finden, dann liegt es nur noch an einem selber, ob man ihn nun selbst versaut oder sich eine Heidenarbeit mit den meist sehr arbeitsaufwendigen Alternativen macht.

    Deshalb mein Hinweis an Matze mit der Chance zum völlig neuen Fußbodenaufbau. Jeder muß halt für sich entscheiden, welchen Aufwand er betreiben will / kann und was er sich selbst und den anderen Bewohnern zumutet. Irgendwo muß man dann trotzdem wieder Kompromisse eingehen ...


    Gruß
     
  9. #8 DerFräser, 27.03.2010
    DerFräser

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    RE: Hallo Timo, ja das ist alles nicht so einfach, einigermaßen schadstofffrei zu bauen

    Hallo,

    gehst du auf der Straße eigenlich nur mit Schutzmaske? Hast du ein Auto und fährst auch damit.
    Ich finde schon man kann alles übertreiben und anderen Mensch aiuch noch bange machen. Klar zur Zeit kann man mit ÖKO sehr viel Geld machen. CO² Steuer usw.
    Man sollte schon die Kirche im Dorf lassen.
     
  10. #9 zimmtobi, 29.03.2010
    zimmtobi

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    RE: Hallo Timo, ja das ist alles nicht so einfach, einigermaßen schadstofffrei zu bauen

    Deshalb mein Hinweis an Matze mit der Chance zum völlig neuen Fußbodenaufbau. Jeder muß halt für sich entscheiden, welchen Aufwand er betreiben will / kann und was er sich selbst und den anderen Bewohnern zumutet. Irgendwo muß man dann trotzdem wieder Kompromisse eingehen ...


    Gruß[/quote]

    Frage ist ja auch was jeder für finanzielle/zeitliche Möglichkeiten hat, andererseits werden die Verbraucher ja auch nicht ausreichend informiert, sei`s vom Handel oder auch von Handwerkern, manche wollen sich ja auch nicht informieren (das gibt`s auch).
    Oftmals werden ja auch einfach Methoden verwendet/angewandt die "schon immer so gemacht wurden", ohne über Alternativen nachzudenken.
    Größtes Problem liegt aber auch bei den Herstellern der ökologischen Materialien, die kommen ja auch keinem mit dem Preis entgegen (z.B. Dämmung).

    Gruß Timo
     
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