Altbau, Wohnungstür und Zargen lackieren, HInweise und Tipps für Laien

Diskutiere Altbau, Wohnungstür und Zargen lackieren, HInweise und Tipps für Laien im Zimmertüren Forum im Bereich Der Innenausbau; Moin, wir müssen in unserer Mietwohnung leider vertraglich bedingt alle Türen inkl. Zargen in weiß neu lackieren. (Zur Info: wir haben schon...

Ben Moe

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Moin, wir müssen in unserer Mietwohnung leider vertraglich bedingt alle Türen inkl. Zargen in weiß neu lackieren.
(Zur Info: wir haben schon angefangen und keine Zeit mehr, um uns einen Fachbetrieb zu engagieren.)

Nach dem Abschleifen der Zargen und Türen haben wir verschiedenste Schichten aus den vergangenen Jahrzehnten vorgefunden. Es zeigt sich nun ein Mix aus grün, lila, weiß (siehe Bild).

Da wir noch gerne vor den Feiertagen fertig werden würden, habe ich folgende Fragen und hoffe mit Eurer Erfahrung schneller sein zu können.

1. Basierend auf dem Bild und euren Erfahrungen, meint ihr, dass 2x Lackieren (weiß) ausreicht, um eine vernünftige Deckkraft zu erreichen?

2. Hat jemand einen Tipp, wie wir die Trocknungsphasen verkürzen können? Wir planen aktuell eine Schicht aufzutragen, diese aushärten zu lassen und nach ca. 12h die zweite Schicht aufzutragen.

3. Weitere Fragen:
- Was sind die empfohlenen Trocknungszeiten, um ein gutes Ergebnis zu gewährleisten?
- Wie lange muss die zuerst lackierte Seite trocknen, bevor ich sie umdrehen kann?
- Helfen Heizlüfter oder Trocknungsgeräte? Hilft evtl. schon ein Fön?
- Türen am besten horizontal auf Böcken lackieren oder anders?

4. Habt ihr sonstige Tipps für das Lackieren?

Wir planen einen 2 in1 (Grundierung + Lack) Acryllack zu verwenden.

Wir danken vielmals für jeden Hinweis und Tipp, um uns ruhige Weihnachten zu bescheren. Vielen Dank und eine erholsame(re) Weihnachtszeit.

Ben
 

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Hallo und Willkommen im Forum..
Zu 1
Nach dem anschleifen und gründlichem Reinigen eine Grundierung auftragen trocknen lassen, mit feiner Körnung (220) schleifen, entstauben und lackieren.

Zu 2, 3
Wie welcher Lack zu verarbeiten ist, steht in den Verarbeitungshinweisen der Hersteller. Danach sollte man sich richten, wenn man ein gutes Ergebnis erzielen möchte. Mit Fön wird das definitv nichts.

Türen lassen sich auch gut in eingehängtem Zustand gut lackieren.

Wir planen einen 2 in1 (Grundierung + Lack) Acryllack zu verwenden.

Acryllack könnte etwas schwierig werden, wenn nicht bekannt Ist, was zuvor draufgepinselt wurde, da wäre sicherer ein Kunstharzlack zu nehmen.
Mich haben die 2in1 Lack nicht überzeugt. Extra Grundierungen haben oft auch eine füllende Eigenschaft, was a. eine glatte Fläche ergibt und b. man schon mit einer Laxkschicht ein annehnbares Ergebnis erzielt.
Auf jeden Fall ist es von Vorteil, sich vorab im Fachhandel beraten zu lassen.
 

Holzwurm50189

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Warum geht ihr nicht zum Fachmann / Fachhandel, tragt denen genau wie hier euer Anliegen vor und lasst euch den richtigen Farbeimer inklusive Beratung in die Finger drücken ?
 
woodworker

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Jahr 2011 119 Türen gespachtelt, geschliffen. Gepinselt habe ich es nicht, da es zu lange dauert. Alle Türen habe ich dann gesprüht.
 

asconav6

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Ich würde auf soeiner Oberfläche ebenfalls einen Lack auf Wasserbasis nehmen. Damit hat man eigentlich nie Probleme. Leider sind die trocknungsfasen recht lang.
 
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Ich würde auf soeiner Oberfläche ebenfalls einen Lack auf Wasserbasis nehmen
Problem, auf was für eine Oberfläche? Gut, kann halten, aber ich denke, dass wenn die Oberfläche nicht bekannt ist (alte Lacke) dann ist man sicherer mit Kunstharzlack, oder irre ich?
 

asconav6

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Meiner Meinung nach haftet ein auf Wasser basierender Lack auf jeder Oberfläche (kann mich aber auch irren). Zumindest benutzt unser Lackierer in der Firma bei unbekannten Oberflächen immer einen Lack auf Wasserbasis. Dieser trocknet zwar langsamer, dafür haftet der auf sämtlichen Oberflächen. Wie es jetzt mit Kunstharzlacken aussieht kann ich nicht beurteilen.
 

Moulder

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Acryl-Lack ist wasserbasiert.
Alkydharzlack ist lösemittelbasiert.
Bei derart gut abgeschliffenen Oberflächen können beide Systeme verwendet werden
Wasserbasierte Decklack-Systeme neigen stark zu "Orangenhaut"-Bildung. Riechen aber nicht.
Die Haftung der Decklacke auf dem Untergrund ist schlechter als bei Alkydharz.
Speziell wird dies zum eventuellen Problem bei nachfolgenden Ausbesserungsarbeiten.
Alkydharzbasierte Systeme verlaufen besser und lassen sich besser bei Ausbesserungsarbeiten verschleifen. Es ist aber mit einer Geruchsbelästigung von Minimum ca. 3 -4 Wochen auszugehen.
 

asconav6

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Habe heute einen Kunstharzbasislack auf eine unbekannte Oberfläche lackiert. Es handelte sich um eine Opel Manta Hinterachse die im Vorfeld mit Rostumwandler behandelt wurde. Der Lack hat super gehalten. Morgen lackiere ich die andere Seite.
 

Moulder

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@asconav6 : bei Autoteilen die Steinschlägen und Vibrationen ausgesetzt sind, sind PUR-Lacke an sich die beste Wahl (aber nur wenn absolut kein Fett auf den Oberflächen ist.)
Gibt als Oberflächenschutz auch sehr gute "Chassis-Lacke" auf Alkydharzbasis (denke so etwas hast Du sicherlich verwendet :) )
Untendrunter als Korro-Schutz z.B. Brantho-Korrux.
 
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