Altbau Wände renovieren/sanieren

Diskutiere Altbau Wände renovieren/sanieren im Tapeten und Wandbeläge Forum im Bereich Der Innenausbau; Hallo Forum, wir sanieren/renovieren gerade eine Altbau Wohnung im Erdgeschoss und es ergeben sich Fragen zum weiteren vorgehen bezüglich der...

  1. #1 bauenwir, 24.05.2020
    bauenwir

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    Hallo Forum,

    wir sanieren/renovieren gerade eine Altbau Wohnung im Erdgeschoss und es ergeben sich Fragen zum weiteren vorgehen bezüglich der Wände.

    Das Haus ist aus den 50/60ern und hat in den 80ern nochmal eine Klinkerwand vorgesetzt bekommen.

    Alle Wände sind massiv gemauert. Bei dem entfernen der Tapeten und rausnehmen Bodenbeläge ist im Sockelbereich an einigen Stellen der Putz abgegangen - das Mauerwerk ist sichtbar.

    Ich denke das kann man mit Rotband nachverputzen da es keine größeren Flächen sind?

    Ist das korrekt? Wäre ein Kalkputz besser? Habe gelesen das dieser Atmungsaktiver ist und besser Feuchtigkeit regulieren kann.

    Beim entfernen der Tapeten sind wir auf mind. 4 verschiedene Farbschichten gestoßen. Diese sind in unterschiedlichen Schichten abgeplatzt. Wir haben also nun die Tapeten runter, die Wände mit Putz frei und mehreren Farbschichten drauf.

    Hier stellt sich für uns nun die zweite Frage: Wie kriegen wir das wieder hübsch?

    Unser Plan ist nun die leicht löslichen Reste der Farbschichten abzuschleifen so dass nur der Putz mit festen Farbschichtresten übrig bleibt.
    Anschließend eine neue Schicht dünnen Putz aufbringen, glätten und mit difussionsoffener Farbe streichen.

    Ist das so ebenfalls korrekt? Oder muss zwingend alles von der alten Farbe runter?

    Falls das vorgehen so in Ordnung ist stellt sich noch die Frage ob man das Farbreste entfernen mit einem Bandschleifer erledigen kann? Oder ist der nur für Holz?

    Freuen uns auf eure Hilfe!

    Danke!
     
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  3. pinne

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    Mehr Aufwand , aber sinnvoll : alle Putzflächen abstemmen , neue E - Installation planen und installieren , dann alles mit Kalkzementmörtel verputzen .
    Heizung ? Rohre ?

    Auch wenn es Bestand ist !
     
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  4. #3 bauenwir, 24.05.2020
    Zuletzt bearbeitet: 24.05.2020
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    Hallo Pinne, Danke für deinen Beitrag.

    Wenn wir selbst in die Wohnung ziehen würden, dann würde ich das so machen. Das ist dann die sinnvollste Lösung, da gebe ich dir Recht.

    Kurz die Erkärung warum wir es nich machen:
    Es wird eine Mietwohnung für günstigen Mietraum. Die Mieteinnahmen sind im Mietspielel ganz unten anzusetzen - von daher bleibt hier nur die möglichst günstige Variante zum sanieren/renovieren.
    Eigentlich hatten wir das Objekt gekauft um es abzureißen und dort neu zu bauen. Den Plan haben wir aber verworfen und nun soll mit wenig Geld günstiger Mietraum geschaffen werden. Die Wohnung stand auch länger leer. Das günstiger Mietraum gesucht wird haben uns die Anfragen auf unser Inserat gezeigt.

    Der aktuelle Zustand im Detail:

    - Die Heizungsrohre liegen alle auf Putz. Bis auf ein Bogen sind diese in Ordnung.
    - DIe Gusseisernern Heizkörper werden ausgetauscht, da wir von einem anderen Objekt welches eine Kernsanierung durchläuft modernere umsonst bekommen.
    - Die Ölheizung ist aus den 90ern aber schon ein Niedertemparaturkessel und laut Schornsteinfeger/Energieberater nicht zwingend auszutauschen. Da Öl aktuell günstig ist bleibt das erstmal so. Von dem Kernsanierten Objekt bekommen wir die Gastherme geschenkt und lagern die ein. Ob und wann die verbaut wird zeigt die Zeit. (Ölpreis, Defekt, ...)
    - Elektroleitungen sind zwischendurch mal gemacht worden - trotzdem alt, aber da es eine Mietwohnung wird und laut Elektriker der Bestandsschutz greift gehen wir da nicht ran. Der Elektroschrank ist aus Stahl und laut dem Elektriker müsste er die gesamte Verteilung des Haues erneuern wenn er einmal anfängt. Logischerweise lassen wir die Leitungen durchmessen ob OK.

    WIr haben uns bewusst für eine günstige Vermietung entschieden. Denn wenn wir hochpreisiger vermieten wollen, müsste ansonsten ein komplett neues Badezimmer erstellt werden. Das sprengt leider den Rahmen. Genau wie Elektro ganz neu.

    Die zweite Wohneinheit ist vermietet. Da diese im OG liegt war der Wandaufbau beim Erwerb OK und konnte mit Maler und Tapezierarbeiten in Ordnung gebracht werden.

    Würde mich freuen wenn Du mir Tipps zur günstigen Variante geben kannst auf Grund meiner Erläuterung :)

    Lieben Gruß
     
  5. #4 Niedersachse, 25.05.2020
    Niedersachse

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    Wenn das Haus aus den 50ern ist, wurde mit ziemlicher Sicherheit Kalkmörtel verwendet. Genau damit solltest Du auch die schadhaften Stellen ergänzen – Finger weg von Rotband und ähnlichem Zeug. Ein Kübel Sand (3 Euro) plus ein Sack Weißkalkhydrat (7 Euro) und die Sache ist vom Tisch.

    Keinen Putz über alte Farbschichten bringen, das wird nicht halten. Die alte Farbe muß komplett runter, das geht auch mit dem Bandschleifer.
     
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  6. pinne

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    Aus Erfahrung : lass die besseren Gußheizkörper - Thermostat runter , bleiben die noch einige Stunden Wärmebringer ! Auch wen die Malerei etwas länger braucht , mit dem schmalen Winkelpinsel und der 10er Rolle klappt datt schon .
    Unter den Voraussetzungen = Fehlstellen mit Kalkmörtelputz auffüllen und fein glätten , gesamte Flächen grundieren und mit Raufaser 52 tapezieren und mit Dispersionsfarbe beschichten - # Altweiß passt immer !!
     
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  7. #6 bauenwir, 25.05.2020
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    Hallo Niedersachse, Hallo pinne,

    vielen Dank für eure Antworten Dann haben wir ja was zu tun. Aber was muss, das muss!

    Weißkalkhydrat und Sand im Mischungsverhältnis laut Hersteller? Gibt es was besonderes zu beachten? (Habe bisher nur Rotband verarbeitet)
    Kann ich Spielsand nehmen? Hätte zwar noch Sand aber der liegt beim falschen Haus und hat grobe Steinchen mit drin - ist vom Betonmischen übrig geblieben.


    Nach dem füllen der groben stellen lasse ich erstmal antrocknen, dann vollflächig grundieren (Wasser oder Haftgrund?) eine oder zwei Schichten Putz drüber und dann mit einem Reibebrett glätten?

    Weißer Anstrich mit Dispersionsfarbe? Oder was nimmt man da?

    Tapeten wollten wir anschließend nicht mehr drüber machen. Ist uns wegen Heiz- und Lüftungsverhalten der Mieterin nicht so geheuer. Da hab ich lieber eine verputzte Wand welche einfach weiß gestrichen wird.

    Danke für eure Hilfe :)
     
  8. #7 bauenwir, 25.05.2020
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    War heute im Baumarkt und da gab es den Weißkalkhydrat nicht. Bin dann zum Bauzentrum und habe einen Sack mitgenommen. Ich teste dass mit dem Spielsand aus und melde mich zurück sobald ich das erledigt habe.

    Okay...erst muss noch die ganze Farbe runter :eek:
     
  9. #8 Niedersachse, 25.05.2020
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    Hallo bauenwir,

    unter der Prämisse, die Renovierung möglichst preiswert, aber hochwertig durchzuführen und unter Berücksichtigung der Tatsache, daß Du dem Lüftungs- und Heizungsverhalten der Mieterin nicht traust, rate ich dringend von Dispersionsfarbe direkt auf dem Putz ab. Wenn Du tatsächlich die ganze Wand noch einmal mit einer dünnen Putzschicht überziehen willst, streich‘ sie mehrmals freskal mit Kalkmilch (das Weißkalkhydrat hast Du ja ohnehin) – dann muß sich die werte Mieterin schon sehr anstrengen, um Schimmel zu züchten. Sollte das aus irgendeinem Grunde nicht gehen, nimm klassische Leimfarbe, leicht herzustellen aus einer Packung Tapetenkleister und einem Sack Sportplatzkreide (zusammen um die 10 Euro). Die kann man im Bedarfsfalle wenigstens abwaschen und sie sperrt die Wand nicht ab wie Dispersionsfarbe.

    Für den Putz: drei Raumteile Sand auf ein Raumteil Kalkhydrat, Wasser, bis es breiig ist. Zuerst die Löcher gut vornässen und verfüllen, am nächsten Tag die Wand ebenfalls vornässen, eine dünne Lage Putz aufziehen, anziehen lassen und dann abreiben. Wieder einen Tag später die erste Schicht Kalkmilch aufbringen (mit Bürste). Das Ganze 2 - 3 mal wiederholen. Oder 2 Wochen warten und 1 - 2 mal Leimfarbe aufbringen.

    Spielsand ist nicht optimal – oft ist dort der Lehmanteil recht hoch. Kann funktionieren, muß es aber nicht – und bei den niedrigen Preisen für Bausand lohnen sich m. E. keine diesbezüglichen Experimente.

    Was Pinne über die Heizkörper sagte, kann ich absolut unterstreichen – auf keinen Fall austauschen! Thermostate dran und sich an den hochwertigen, nahezu unverwüstlichen Teilen freuen.
     
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